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Altenburg Skat-Urgestein wird 70 Jahre alt - Altbenburger Wilfried Herrmann hat sein Herz an den Sport verloren
Region Altenburg Skat-Urgestein wird 70 Jahre alt - Altbenburger Wilfried Herrmann hat sein Herz an den Sport verloren
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13:09 21.11.2011
Wilfried Herrmann mit zahlreichen Pokalen und Urkunden, die er im Laufe seiner Skat-Karriere gewonnen hat. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Die ersten Kenntnisse seiner späteren großen Leidenschaft erwarb er mit 15 Jahren. Auch während seiner Lehre und Berufstätigkeit sowie seinem späteren Studium spielte er mit Begeisterung Skat und wurde immer besser.

So reizte er mit den bekannten Größen aus Altenburg und Umgebung der 60er bis 80er Jahre, unter anderem Rudolph Pröhl, Ernst Appenburg und den damaligen Mitgliedern des 1962 ins Leben gerufenen Altenburger Skatgerichtes. 1965 wurde er als Skatrichter in das in der DDR und vielen Ländern der Welt angesehene Gremium berufen. Nach der Vereinigung wählte man ihn gemeinsam mit Hans Jäschke auf dem Vereinigungskongress des Deutschen Skatverbandes in Hamburg am 20. und 21. Oktober 1990 in das siebenköpfige Deutsche Skatgericht. Als sich 1999 das Internationale Skatgericht mit neun Mitgliedern bildete, war er mit Hans Jäschke (bis 2002 Vizepräsident) Mitglied des ISKG mit Sitz in Altenburg.

Auf dem Skatkongress des DSkV in Altenburg am 18. und 19. November 2006 schied er anlässlich seines 65. Geburtstages nach 41 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit aus dem Skatgericht aus und wurde Ehrenmitglied.

Als aktiver Skatspieler und Vorsitzender des SC Grand seit 1993 hat er ansprechende Erfolge erzielt. Unter anderem gehörte er bei den ersten gemeinsamen Deutschen Einzelmeisterschaften des DSkV im September 1990 in Bremen dem 40-köpfigen Teilnehmerfeld aus den neuen Bundesländern an und war auf Platz sieben mit Abstand bestplatzierter Skatspieler dieser DDR-Delegation.

1996 erreichte er mit seinen damaligen Mannschaftskameraden Friedrich, Wohler, Kummer und Koth den Aufstieg in die höchste Spielklasse des DSkV, die 1. Bundesliga. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften stand er sechsmal im Finale - die beste Platzierung mit seinen Klubkameraden war Platz 16 bei den DMM 2003 in Dormagen.

Seit seinem Ausscheiden aus dem Skatgericht darf er als Ehrenmitglied des DSkV ohne Qualifikation bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Senioren starten. Seit 2008 spielte er dort mit und liegt mit 178 Punkten auf Platz vier der Ranglistenwertung.

1995 bis 2003 nahm er oft an den Trainingsstunden für junge Skatspielerinnen und -spieler der Schule Wintersdorf teil und vermittelte einiges an Wissen. Ebenso engagierte er sich bis 2010 bei Projekttagen Altenburger Schulen und des Schloss- und Spielkartenmuseums, wobei einige der Junioren mehrfach Titel als Deutscher Einzel- beziehungsweise Mannschaftsmeister des DSkV errangen.

Seit 2005 bewies Herrmann auch im höherem Alter mit beachtlichen Platzierungen sein Können: Er wurde Vize-Olympiasieger der Senioren und Achter der Gesamtwertung bei der ersten Skatolympiade 2005 in der Skatstadt.

Mit seinen Mannschaftskameraden Hiller, Gundlach, Bernoth, Wohler erreichte er 2011 als Staffelsieger der Regionalliga den Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse des DSkV, die 2. Skat-Bundesliga.

Bei der Skat-Europameisterschaft der ISPA im Oktober 2011 in Sélestat/Frankreich erreichte er unter 430 Teilnehmern als einziger Vertreter der neuen Bundesländer das Finale der besten 16. Er wurde Drittbester der Seniorenwertung und belegte Platz acht der Gesamtwertung.

R.M./H.H.

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