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Altenburg Skatspiel und Völkerschlacht in einer Ausstellung des Schlossmuseums
Region Altenburg Skatspiel und Völkerschlacht in einer Ausstellung des Schlossmuseums
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18:13 25.01.2013
Die Ausstellung Altenburger Bauern in der Fotografie 1865-1938 im Residenzschloss Altenburg zählt 2012 zu den Publikumsmagneten. Christian Klau (l.) und Andreas Klöppel vom Verein Altenburger Bauernhöfe diskutieren das Bild "Herr Kirmse und Freunde aus Göhren". Quelle: Jens Paul Taubert

Das Museum, das 2012 mit rund 54 200 Gästen ein deutliches Besucherplus verzeichnete, ist zudem Gastgeber für die achte Thüringer Landesfotoschau.

Im vergangen Jahr hatte sich das Museum vor allem auf das in Altenburg stattgefundene Deutsche Trachtenfest konzentriert. Im Zuge des Festes im Juni stand das Bäuerliche und Volkskundliche im Blickpunkt der Betrachtung. Die Gesamtausstellung im Schlossmuseum gab sich als Dreierpack: Kunsthandwerk und bildende Kunst, die historische Fotografie 1865-1938 sowie die Exposition zu Alltag und Lebensweise der Altenburger Bauern wurden zeitversetzt eröffnet und erfreuten sich regen Interesses bei Einheimischen wie Gästen. Private Leihgaben machten hier einen Teil der Offerte aus. Solch ein Großprojekt zu diesem spezifischen Thema wird wohl so schnell nicht wieder zu sehen sein.

Das viel beachtete Fest hat auch zu einer beachtlichen Steigerung der Besucherzahl auf 54 191 beigetragen. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 6508 Besucher. Sonstige betreute Gäste bei Veranstaltungen jeglicher Art und den Konzerten schlagen mit rund 26 000 zu Buche.

Mit den Offerten des Jahres 2013 hat das Museum erneut interessante Angebote zu unterbreiten. So wird es Ende März im Schloss eine überregionale Staufer-Tagung geben. Für die Dauer dieser werden die Roten Spitzen für Besucher zugänglich gemacht. Ein Besucherinformationszentrum auf zwei Ebenen wird neueste Forschungsergebnisse vermitteln.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausleuchtung der originalen Zeit des stauferzeitlichen Klosters der Augustiner-Chorherren im Einzugsbereich dieser Stadt. Der Besucher wird nachvollziehen können, wie das Reich und die Stadt Altenburg wechselseitig in Beziehung standen.

Ältere Altenburger erinnern sich vielleicht noch, dass es bereits von 1950 bis 1972 eine Ausstellung in den Roten Spitzen gab, die ausschließlich mittelalterliche Kirchenplastik aus dem sächsisch-thüringischen Raum thematisierte.

Vor allem etwas fürs Auge dürfte die achte Thüringer Landesfotoschau sein, die im Altenburger Schloss von April bis August zu Gast sein wird.

Erneut ist in diesem Jahr die Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde im Residenzschloss präsent. In den ehemaligen Herzoglichen Wohnräumen der ersten Etage wird sich ab 25. Mai vornehmlich den Auszeichnungen der napoleonischen Kriege und der Befreiungskriege 1813 bis 1815 gewidmet.

Die Ausstellung hat Bezugspunkte zu einem weiteren Projekt. Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 jährt sich zum 200. Mal. Mehr noch: Das Skatspiel wird auch 200 Jahre alt. 1813 ist es zum ersten Mal in einer Spielkladde in Altenburg erwähnt worden. Das Museum packt gleich beide Jubiläen in eine Ausstellung. Zu resümieren ist aber, dass das unsägliche Völkermorden und die schmerzliche Neuordnung Europas nicht zwingend als ein Jubiläum zu bezeichnen sind und einer nüchternen Betrachtung bedürfen. Die Einbindung Altenburgs vor allem als Durchzugsort von militärischen Verbänden und als Quartierstadt wird die zentrale Rolle spielen. Mit "Politik und Spiel - Altenburg im Jahr 1813. 200 Jahre Völkerschlacht und 200 Jahre Skat" titelt die Sonderausstellung.

Aus Anlass seines 85. Geburtstages ist ein Projekt mit dem Maler und Zeichner Hermann Haindl aus Hofheim bei Frankfurt/Main beabsichtigt, einem langjährigen Freund des Hauses. Es wird die bereits dritte Ausstellung mit ihm sein, die dann im letzten Jahresdrittel stattfindet. Das Museum besitzt die Originalzeichnungen der berühmten Haindl-Tarot-Blätter.

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