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Altenburg Skatspielen in die Wiege gelegt
Region Altenburg Skatspielen in die Wiege gelegt
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23:07 22.07.2014
Ungewöhnlich für einen Teenager: Francesco Eschner spielt Skat. Quelle: Privat

Aber Francesco konnte gar nicht anders. Sein Opa Ernst und sein Vater Thomas sind ebenfalls passionierte Skater. Bekannt in der hiesige Szene. Seit Jahren nehmen sie an den verschiedenen Turnieren teil, kennen die anderen Kartenspieler und haben ihre Leidenschaft dem heute 16-Jährigen quasi implantiert.

"Wir haben Francesco erst vor zwei Jahren Skat beigebracht. Wir müssen ja alles richtig gemacht haben", sagt sein Opa Ernst. Dem 66-Jährigen ist der Stolz anzusehen. Er zeigt im Internet Bilder vom Turnier in Hessen. Dort trat Francesco für den Döbelner Skatclub Grand Hand. "Francesco ist extra in den Verein eingetreten, um an solchen Turnieren teilzunehmen", sagt sein Vater. Wenn sie zusammen, also in Skat-Familie losziehen, um an einem regionalen Turnier teilzunehmen, ist der Waldheimer Jugendliche meist der jüngste Teilnehmer. Diese Turniere sind ein gutes Training für ihn. "Oft bekommt er auch von den anderen Spielern Hinweise, warum sie gerade diese Karte spielten und keine andere", berichtet Thomas Eschner.

Denn Skat ist kein Glücksspiel, wie vielleicht einige glauben. "Welche Karten man bekommt, das ist vielleicht Glück", sagt Ernst Eschner. "Aber wichtig ist, was man daraus macht", erklärt Francesco. Man kann sich Spielweisen der Gegner am Tisch merken. Manche sind sogar richtig berechenbar. "Aber das muss nicht immer stimmen", erklärt der 16-Jährige, der in Hartha das Gymnasium besucht. Im nächsten Jahr wird er dort den Mathe-Leistungskurs belegen. Irgendwie passt Mathe und Skat ganz gut zusammen. "Aber mit meinen Schulfreunden hab ich nur sehr selten gespielt", so der Waldheimer. Manche wüssten noch gar nichts von seinem Hobby.

Er übt vor allem am Rechner. Spielt dort übers Internet mit anderen Skat. Aber das sei irgendwie keine richtige Herausforderung. "Manche können das einfach gar nicht", sagt er. Deswegen begleitet er viel lieber seinen Opa und seinen Vater mit auf die öffentlichen Turniere. "Das macht richtig Spaß". Dort kann er noch etwas von den alten, erfahrenen Skatspielern lernen. Wer weiß, vielleicht landet er dann bei der nächsten großen Deutschen Skatmeisterschaft wieder auf einen der vorderen Plätze.

skibi

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