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Altenburg Skatstadt-Marathon: Minus bei Schülern, Plus in Hauptläufen
Region Altenburg Skatstadt-Marathon: Minus bei Schülern, Plus in Hauptläufen
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20:25 09.05.2014
Weil die Brücke an der Mühlenstraße wieder offen ist, kehrt der Skatstadt-Marathon nach zwei Jahren "Umleitung" wieder auf seine Originalstrecke zurück. Quelle: Kanu- und Laufverein

Verzeichneten die Organisatoren des Kanu- und Laufvereins (KLV) Altenburg-Windischleuba bisher ein Minus über die 400 Meter und 3,6 Kilometer der Schüler, so steht bei den Läufen der Erwachsenen aktuell ein klares Plus.

"Mit den Zahlen von jetzt gehe ich davon aus, dass wir uns in etwa auf dem Level des Vorjahres wiederfinden und keinen neuen Teilnehmer-Rekord erreichen", sagt Skatstadt-Marathon-Sprecher Helmut Nitschke auf OVZ-Nachfrage. Das sei jedoch nicht schlimm. "Wir nehmen die Rekorde gerne mit, aber ihnen gilt nicht unser Hauptinteresse." Den Grund für das Minus im Schülerbereich von rund sieben Prozent habe er auch schon ausgemacht. "Das liegt an der zeitgleich stattfindenden Jugendweihe, wodurch fast ein ganzer Jahrgang fehlt." Der Trend in den Hauptläufen sei dagegen sehr erfreulich.

Hatten Anfang Mai 2013 gerade einmal 83 Läuferinnen und Läufer für die Königsdisziplin gemeldet, sind es nun bereits 99. Beim Halbmarathon sieht es ähnlich aus, wie die 273 vorliegenden Anmeldungen zeigen (Vorjahr: 260). Noch größer ist das Plus über 13,3 und 5,4 Kilometer. Während zur gleichen Zeit vor einem Jahr 522 Aktive diese Distanzen meistern wollten, stehen dort jetzt 634 Meldungen zu Buche. Damit gibt es insgesamt bei den Strecken für Erwachsene aktuell einen Zuwachs von etwa 14 Prozent. Damit sei man auf dem richtigen Weg, so Nitschke weiter. "Wir sind in jedem Fall, was die Medaillen betrifft, auf die Teilnehmerzahl des Vorjahres gewappnet." Damals zählten die Veranstalter 3107 Läufer und Walker.

Zahlenmäßig wird das Lauf-Event demnach nicht nachlassen. Gleiches gilt für die Qualität. Denn mit dem Leipziger Vincent Hoyer hat der Vorjahressieger und Streckenrekordhalter über die 42,195 Kilometer und im Halbmarathon bereits wieder für die Königsdisziplin gemeldet. Und auch der Windischleubaer Steffen Burkhardt, der vor zwei Jahren den Marathon und 2013 den Paar-Marathon gewann, steht schon auf der Starterliste. Angesichts des Saisonverlaufs von Hoyer ist erneut mit einer Spitzenzeit um seine Rekordmarke von 2:34,24 Stunden zu rechnen. Aber auch Burkhardt präsentierte sich als Vierter bei der 51 Kilometer langen Harzquerung in blendender Form.

Konkurrenz könnten beide noch von Lokalmatador Steven Michel und dem gebürtigen Altenburger Lars Rößler bekommen. "Es ist wie jedes Jahr die Frage, ob Steven Michel, Sieger 2010 und 2011, noch meldet, und um den Sieg mitlaufen kann", sagt KLV-Chef Andreas Pautzsch. "Seine Zielzeit dürfte bei circa 2:45 Stunden liegen." Auch Rößlers Start, der 2013 Deutscher Meister im 50-Kilometer-Straßenlauf und Zweiter des jüngsten Leipzig-Marathons wurde, steht in den Sternen. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass er eher über die halbe Strecke läuft.

"Bei den Frauen ist eine Prognose auf der Marathondistanz noch sehr vage", erklärt Pautzsch. "Mit Karoline Robe hat die Freundin und Trainingsgefährtin von Vincent Hoyer gemeldet. Sie will irgendwann den Marathon unter drei Stunden laufen." Damit würde sie die Bestmarke von Silvia Schmied aus Halle, die wieder erwartet wird, um mindestens 21 Minuten unterbieten. Gemeldet ist bereits die Siegerin von 2012 und Dritte von 2013, Gabi Thiele, vom WSV Ilmenau.

"Aber gleich, wer gewinnt, für alle Läufer ist die anspruchsvolle Marathonstrecke gut vorbereitet", so Pautzsch. "Neben Asphalt, Pflaster, Waldwegen und auch einer Treppe ist die Strecke sehr abwechslungsreich." Wer sich einen Eindruck von der Strecke verschaffen möchte, kann das bereits beim morgigen Schnupperlauf tun. Der Startschuss für die Gruppenläufe über 13,3 Kilometer und den Halbmarathon fällt um 10 Uhr an der Brüderkirche.

www.skatstadtmarathon.de

Thomas Haegeler

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