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Altenburg Skatstadt pausiert als Etappenort der Thüringen-Rundfahrt der Frauen
Region Altenburg Skatstadt pausiert als Etappenort der Thüringen-Rundfahrt der Frauen
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20:16 14.01.2014

Grund sind finanzielle und personelle Engpässe.

"Angesichts begrenzter Ressourcen mussten wir Schwerpunkte setzen", begründete Altenburgs Wirtschaftsförderer, Tino Scharschmidt, die Entscheidung gegen das internationale Radsport-Event und für die Aufführung von Carmina Burana Mitte Juli (OVZ berichtete) sowie für das Themenjahr zur Reformation. "Carmina Burana fordert im Vorfeld einiges an Kapazitäten und auch Spalatin ist ein großes Thema." Deshalb habe man sich diesmal dafür entschieden, bei der TRF auszusetzen und sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

Zugleich betonte Scharschmidt jedoch, dass "wir die Tour immer als Chance gesehen haben, und dass sich diese Ansicht nicht geändert hat". Die Stadt habe viele Facetten, sei sowohl kulturell als auch sportlich geprägt. "Deshalb werden wir nun von Jahr zu Jahr die Entscheidung treffen, wofür wir unsere Ressourcen verwenden."

Auch Sten Wagner sieht durch die Entscheidung eine "Win-win-Situation". "Die Absage hat finanzielle Gründe und es kamen personelle Probleme dazu", sagte der Chef des SV Aufbau. "Dadurch hat Altenburg nun Luft, ein anderes Event zu veranstalten." Zudem sei die Etappe im vergangenen Jahr schon eine Notlösung gewesen. "Der Verein ist mit Geld eingesprungen, kann und will das aber nicht dauerhaft stemmen. Das würde auf Dauer den Sinn und Zweck des Vereins gefährden." Dennoch sei er "schon traurig" über die Absage. "Das ist ein Weltklasse-Sportevent, das ich gern hier in meinem Ort haben möchte. Aber nicht um jeden Preis." Zumal man mit der Etappe in Schmölln die Frauen-Rundfahrt vor der Haustür und damit auch den Marketingeffekt habe.

Dem Vernehmen nach zählt die Knopfstadt auch dieses Jahr wieder zu den sieben Orten, die durch die Rundfahrt vom 14. bis 20 Juli angesteuert werden. "Ich wüsste im Moment nichts anderes", sagte TRF-Sprecher Marco Ruhl. "Und sollte es wider Erwarten nichts mit Schmölln werden, wird es auf jeden Fall eine Etappe geben, die durch das Altenburger Land führt."

Die Absage Altenburgs sehe man mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Altenburg war über Jahre eine feste Größe im Tourkalender, wir haben hier viele schöne Rennen gehabt", so Ruhl weiter. "Aber glücklicherweise haben wir mehr Interessenten als Etappen, vor allem im Westen und in der Mitte Thüringens." So starte man dieses Jahr in Gotha und habe etwa Saalfeld hinzunehmen können. "Auch wenn es da keinen direkten Zusammenhang zur Absage Altenburgs gibt, aber Saalfeld hat sich seit Jahren um eine Etappe bemüht." Bei Altenburg habe er jedoch seit dem Tod des früheren Aufbau-Vorsitzenden Lutz Härtel den Eindruck, dass das Interesse - vielleicht auch durch zahlreiche andere Veranstaltungen - etwas nachgelassen habe. "Während sich Schmölln da mehr anstrengt. Aber vielleicht gibt es für Altenburg nächstes Jahr wieder die Möglichkeit, eventuell dauert die Pause auch zwei Jahre."

Aber auch ohne eigene Etappe könnte der Skatstadt auch 2014 eine TRF-Verbindung erhalten bleiben. Nämlich die als Basislager mit dem Zentrum Altenburger Hof, in dem ein Großteil der Fahrerinnen und Verantwortlichen schläft. Nach OVZ-Informationen hängt das aber noch an Unterschriften unter Versorgungsverträgen.

Thomas Haegeler

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