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So ein Dreck: Schlamm und Pfützen frustrieren Wintersdorfer Mieter

Desolate Wirtschaftswege So ein Dreck: Schlamm und Pfützen frustrieren Wintersdorfer Mieter

Die Anwohner der Vater-Jahn- und der August-Bebel-Straße in Wintersdorf sind sauer: Die Zufahrtswege an ihren Wohnblöcken ist völlig desolat. Jetzt gibt es eine Unterschriftensammlung, um vom Vermieter eine Änderung des Ist-Zustandes zu fordern.

Nach Starkregen sammelt sich hinter den Häusern in der Vater-Jahn-Straße das Wasser.
 

Quelle: Mario Jahn

Wintersdorf.  Frust über den desolaten Zustand der Wirtschaftswege hinter den Wohnblöcken in der Vater-Jahn-Straße und der August-Bebel-Straße schieben die Mieter schon seit Jahren. Hin und wieder griff der eine oder andere nach Regengüssen zum Hörer und beschwerte sich beim Vermieter, der Rositzer Wohnbaugesellschaft, über die matschigen Wege. Doch gebessert hat sich an deren Zustand bis heute nichts.

Clemens Storzer, der seit 35 Jahren in einem der hiesigen Mehrfamilienhäuser wohnt, hatte jetzt endlich genug von den schlammigen und löchrigen Wegen. Er verfasste einen offenen Brief an den Vermieter. Bei der Unterschriftensammlung, mit der er seinem Anliegen Nachdruck verleihen wollte, setzten rund 90 Mieter aus der Vater-Jahn-Straße und der August-Bebel-Straße ihre Unterschrift aufs Papier.

„Vor 20 Jahren sind die Wohnungen in unseren Häusern saniert worden. Doch die Sanierung endete damals vor der Haustür. Es gab zwar ein Projekt zur kompletten Umgestaltung der Außenanlagen des Wohngebietes, doch dessen Realisierung ist bis heute nicht erfolgt“, erzählt Storzer. Mit den Folgen müssten die Mieter nun schon viele Jahre zurechtkommen.

„Die Häuser sind zwischen 1965 und Anfang der 1970er-Jahre gebaut worden. Aus dieser Zeit stammen auch die Wege, an denen ist nur Flickschusterei betrieben wurde“, so der Mieter.

Inzwischen seien die Zustände sowohl an den Wirtschaftswegen hinter den Wohngebäuden als auch der Zufahrt zum Garagenkomplex nicht mehr zu akzeptieren. Sie seien eine Gefahrenquelle: Gehwegplatten sind lose, Schottersteine ausgespült, Gully-Decker eingefahren, zerfahrene Radstreifen und Gründflächen. Den Rest verpassen die Entsorgungsfahrzeuge dem Weg, die hier jede Woche langfahren.

„Der ganze Dreck und Schlamm wird von Fahrzeugen der Dienstleister und der Anwohner auf die asphaltierte Straße mitgenommen. Von da aus verteilt sich der Dreck auf die von 2010 bis 2012 neu gebauten Fußwege“, so Storzer.

 Damit dieses Szenario endlich der Vergangenheit angehört, wünschen sich die Mieter, dass endlich etwas gegen den schlechten Zustand der Wege getan wird.

Beim Rositzer Vermieter ist die Botschaft angekommen und Geschäftsführerin Karin Noll räumt auf OVZ-Nachfrage ein, dass seit Längerem bekannt sei, wie schlecht die Wege seien. Bisher hätten sich die Beschwerden allerdings nicht gehäuft. „Wir werden die Sanierung der Wege 2017 in den Plan aufnehmen. Für dieses Jahr steht der Haushalt längst. Es stehen andere wichtige Aufgaben an“, sagt sie. Die Planung für das Projekt werde sie aber noch 2016 anschieben. Es müssten dann mehrere Angebot eingeholt werden. Gebaut werden können ab 2017 aber wie schon bei den Fußwegen vor den Häusern in vier Jahresscheiben. Mehr lässt die finanzielle Situation der Gesellschaft nicht zu. Noll vertritt die Meinung, wenn an den Wegen etwas getan wird, dann ordentlich und keine Flickarbeiten.

Der Garagenkomplex, dessen Zufahrt in keinem besseren Zustand ist als die Wirtschaftwege, sei allerdings eine andere Baustelle, über die erst später geredet werden könne.

Die endgültige Entscheidung, was wann an den Wegen getan wird, treffe aber der Aufsichtsrat der Gesellschaft. Ende Februar ist dessen nächste Sitzung anberaumt.

Von Marlies Neumann

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