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So etwas hat’s noch nicht gegeben - Das Altenburger Schloss in Wort, Bild und Ton

So etwas hat’s noch nicht gegeben - Das Altenburger Schloss in Wort, Bild und Ton

Lange hat es gefehlt. Ein Buch, das das Residenzschloss ausführlich in Wort und Bild vorstellt, fachlich in die Tiefe geht und dennoch für jeden interessierten Skatstädter oder Touristen geeignet ist.

Sind mächtig stolz auf ihr gemeinsames Produkt: Autor Thoralf Keil, Geldgeber Michael Rüger, Autorin Uta Künzl, Organist Felix Friedrich und Fotograf Jens Paul Taubert (v.l.). Letzterer hat für dieses ungewöhnliche Motiv ausnahmsweise mal vor der Kamera gestanden und den Selbstauslöser aktiviert.

Altenburg. Von Ellen Paul

"In dieser Form ist bislang nichts Vergleichbares auf dem Markt", so Museumsdirektorin Uta Künzl, die mit ihrem Mitarbeiter Toralf Keil für die Texte verantwortlich zeichnet, gestern bei der Präsentation der Neuerscheinung. Mehr noch. Zwar ist immer mal wieder ein Museumsführer herausgegeben worden, doch das letzte derart umfangreiche, zusammenfassende Werk über das Altenburger Schoss datiert aus dem 19. Jahrhundert. "Etwas Neues gewünscht haben wir uns seit vielen Jahren, nicht zuletzt auch aufgrund der stetigen Nachfrage von Besuchern. Doch bislang konnten wir es uns schlicht nicht leisten."

Möglich gemacht das 230-seitige Werk jetzt die Städtische Wohnungsgesellschaft Altenburg (SWG), die die Herstellung mit 20 000 Euro sponserte. "Für uns ist dies der bisherige Höhepunkt einer nunmehr über dreijährigen erfolgreichen Zusammenarbeit", zeigt sich Geschäftsführer Michael Rüger zufrieden. Denn der Stadtrat hatte das städtische Unternehmen 2008 mit der Aufgabe betraut, die bedeutendste Immobilie Altenburgs kaufmännisch zu verwalten. "Recht schnell bemerkten wir dabei die erheblichen Diskrepanzen zwischen Notwendigkeiten und dem finanziell Machbaren", so Rüger. Deshalb entschloss sich die SWG, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen und fand im 20. Jahr ihres Bestehens einen würdigen Anlass.

Seit gestern liegt das Altenburger Schloss nun in Wort, Bild und sogar Ton vor. Autorin Uta Künzl lässt neueste Ergebnisse aus Archiv- und Bauforschung sowie Archäologie in das Buch einfließen. Mitautor Toralf Keil widmet sich der jüngeren Geschichte des herzoglichen Hauses im 19. und 20. Jahrhundert und schlägt den Bogen bis in die heutige Zeit. Der Hauptanteil der Fotos stammt vom Altenburger Fotografen Jens Paul Taubert - den OVZ-Lesern besonders dieser lokalen Kulturseite bestens bekannt. Als weitere Fotoautoren agierten mehrere Museumsmitarbeiter. Sie kennen "ihr" Schloss schließlich am besten. Trotz des Alltagsgeschäfts haben sie sich aber den Blick für das Besondere bewahrt, haben das Bekannte wie das Verborgene gleichermaßen mit der Kamera eingefangen.

Außerdem erfährt das Buch eine akustische Abrundung durch eine eigens eingespielte und beigefügte CD. Für Schlossorganist Felix Friedrich gar keine so einfache Sache, wie er bekennt. Schließlich sind alle bedeutenden Orgelwerke schon auf CD erschienen. Er hat sich deshalb für Werke von Komponisten entschieden, die selbst einmal an der berühmten Trostorgel gesessen haben. "Außerdem waren die nächtlichen Aufnahmen schon sehr anstrengend. Wenn mit der elften Fassung eines Stücks endlich alles perfekt schien, bellte garantiert in der Nachbarschaft ein Hund", erzählt der Musiker lachend. "Doch es hat sich wirklich gelohnt. Das Buch sieht einfach fabelhaft aus."

Für Gestaltung und Satz zeichnet der Kurier Verlag Altenburg verantwortlich. Man könne also stolz von einem original Altenburger Produkt sprechen, freut sich Michael Rüger.

"Das Altenburger Schloss in Wort, Bild und Ton" ist einer Auflage von 2000 Exemplaren erschienen, kostet 19,90 Euro und ist ab sofort ausschließlich im Museumsshop auf dem Altenburger Schloss erhältlich.

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