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Altenburg Soiree stimmt auf „Der glattrasierte Weihnachtsmann“ am Theater ein
Region Altenburg Soiree stimmt auf „Der glattrasierte Weihnachtsmann“ am Theater ein
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17:23 27.11.2018
"Der glattrasierte Weihnachtsmann" ist das Weihnachtsmärchen 2019 am Landestheater Altenburg - Sebastian Schlicht gibt einen Wichtel. Quelle: Ronny Ristok
Altenburg

Große Neugier herrschte am vergangenen Sonnabendnachmittag im Saal des Landestheaters unter den wenigen anwesenden Kindern und vielen Erwachsenen. Der Altenburger Theaterverein und das Theater hatten zur Soiree eingeladen, um das diesjährige Weihnachtsstück für Kinder vorzustellen.

Kein klassisches Märchen

Soiree? Ja, das ist das übliche Theaterfrühstück am Nachmittag. Wäre da der Begriff „Theatervesper“ nicht angebrachter? Und dann auch noch deutsch und damit leichter zu verstehen? Sei’s wie es sei. Die Kinder störten sich nicht daran und wollten nur den Weihnachtsmann sehen.

Allerdings nicht einfach irgendeinen Rauschebart, sondern ganz ausdrücklich den glattrasierten Vertreter von Gerhard Schöne. Den gab es leider noch nicht. In diesem Jahr spielt man hier kein klassisches Märchen, sondern einen modernen Weihnachtsspaß nach einem Hörspiel für den Rundfunk aus dem Jahre 1997 von dem bekannten Liedermacher.

Populäre Kinderlieder

Seine bekanntesten Lieder hat Schöne für Kinder geschrieben wie „Lieder aus dem Kinderland“, „Menschenskind“, „Der Popel“ oder „Jule wäscht sich nie“ und auch viele Lieder für Erwachsene, in denen es meistens um das Menschliche in unserer Zeit geht. Er versteht es, Worte so zu verpacken, dass sie die Herzen der Menschen erreichen. Seine Lieder, so sagt er selbst, sollen „ansingen“ gegen alles, was Leben einschränken oder verhindern will.

Schönes Popularität hat die Wende überdauert und ist heute immer noch so groß wie in der DDR. Gleiches gilt für seine Beliebtheit. Am liebsten schreibt und singt er für Kinder und das meistens sehr lustig. Aus dieser Berufung heraus ist auch sein Hörspiel „Der glattrasierte Weihnachtsmann“ entstanden, das die Schauspieldramaturgin Svea Haugwitz nun für die Bühne bearbeitet und dabei viele Lieder von Gerhard Schöne mit verarbeitet hat. Das, was die Kinder im Landestheater erleben werden, ist also ein musikalischer Weihnachtsspaß – und, das kann man schon sagen, es ist ein Riesenspaß.

Sonne statt Schnee für den Weihnachtsmann

Alle, die Kinderlieder von Gerhard Schöne kennen, finden in diesem musikalischen Spiel viele bekannte Melodien wieder, allerdings mit teils anderen Texten und auch neue Lieder. Die Geschichte auf der Bühne handelt davon, dass der Weihnachtsmann beschließt, zu seiner Cousine in den warmen Süden zu fahren um dort einige Wochen Urlaub zu machen und sich seine alten Knochen von der Sonne so richtig durchwärmen zu lassen. Er will für kurze Zeit Schluss machen mit dem Weihnachtsmann-Spielen, den Job sollen andere übernehmen.

Aber wer? Der erste, der ihm einfällt, ist sein Bruder, der als Räuber im Räuberwald tätig ist. Aber der ist das Geschenke-Verteilen gar nicht gewohnt. Wie gut, dass er da auf zwei zuverlässige Helfer stößt, genauer gesagt, auf einen Helfer und auf eine Helferin.

Gemeinsames Singen mit Ensemblemitgliedern

Die meisten Kinder saßen an diesem Nachmittag auf der Bühne und wurden von Svea Haugwitz in das Stück eingeführt. Sie übertrug den Kindern die Aufgabe, den Räuber (Thomas C. Zinke) für den Geschenkedienst zu gewinnen. Das gelang ihnen ziemlich rasch. Denn ein Wichtel (Sebastian Schlicht) kam hinzu, der Klavier spielen und singen konnte und gemeinsam schmetterten alle – auch die Erwachsenen – das Lied „Wir fahren im Sonderzug nach Weihnachtshausen...“ mit allen möglichen Abwandlungen.

Aufschlussreich war auch die Befragung der Kinder nach ihren Weihnachtswünschen. Playstation und alles, was damit zusammenhängt, gewinnt die Befragung. Ein Fernseher war auch dabei.

Theaterverein unterstützt mit 1000 Euro

Frieder Krause hatte im Namen der Altenburger Theaterfreunde alle begrüßt und mitgeteilt, dass der Verein diese Produktion mit 1000 Euro fördert. Daniel Beutler, ebenfalls vom Vorstand des Vereins, rief wieder zum Mal- und Zeichenwettbewerb auf und nannte die Personen des Stückes in ihren Kostümen, die noch nicht zu sehen waren, als mögliche Motive. Letzter Termin der Abgabe ist der 1. Februar 2019. Das Bühnengeschehen endete mit dem Verteilen von handtellergroßen Lebkuchen an die zufriedenen Gäste.

Von Manfred Hainich

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