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Altenburg Sojka: Entwicklung darf nicht an der Grenze stoppen
Region Altenburg Sojka: Entwicklung darf nicht an der Grenze stoppen
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19:00 19.03.2015
Im Beisein von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) überreicht Schmöllns Bürgermeistererin Kathrin Lorenz (CDU) dem BVMW-Präsident Mario Ohoven (l.) ein kleines Präsent. Quelle: Mario Jahn

"Der attraktive Großraum Leipzig zieht ungeheuer viele junge Menschen an, und ich denke, über kurz oder lang werden wir davon profitieren", sagte Sojka.

Die wirtschaftliche und touristische Vernetzung mit den Nachbarn werde jedoch behindert, da sowohl die neue B 7 als auch die Autobahn-Anschlussstelle bei Frohburg fehlen. Beides werde dringend gebraucht, wies Sojka darauf hin, hier sowohl für ihren als auch für den benachbarten Landkreis zu sprechen. "Es wäre fatal für die wirtschaftliche Weiterentwicklung einer ganzen Region, wenn das schiefgeht und der Anbinder nicht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes steht. Es ist in meinen Augen das mit Abstand wichtigste Wirtschaftsinfrastrukturprojekt für unsere gemeinsame Region", sagte sie.

Ihr Amtskollege Gey sparte dieses Thema zwar aus, forderte jedoch, bei der wirtschaftlichen Entwicklung nicht an der Grenze halt zu machen. Gey griff die Bezeichnung Schmöllns als Knopfstadt auf und wies darauf hin, dass Knöpfe schließlich etwas miteinander verbinden. Beide Kreise könnten dabei zusammenwirken, den ländlichen Raum zu stärken und die Abwanderung zu stoppen. Auch bei der Entwicklung der Neuseenlandschaft "darf an der Landesgrenze nicht halt gemacht werden", forderte der Landrat. Die Umsetzung des touristisch-wirtschaftlichen Gesamtkonzeptes könne nur gemeinsam gelingen. Gey würdigte den Wirtschaftstag daher auch als traditionsreiche Veranstaltung, die dazu dient, die Kontakte der Unternehmen über die Landesgrenzen hinweg zu pflegen.

Prominentester Gast gestern in Schmölln war Bodo Ramelow (Linke), der als erster Ministerpräsident an einem solchen Wirtschaftstag teilnahm. Auch er wies auf die Dringlichkeit der Autobahn-Anschlussstelle hin. "Altenburg muss an die A 72 angebunden werden." Erst dann gelinge es, dass dieser Landkreis sowohl mit der Region Leipzig als auch mit dem Zentrum Mitteldeutschlands verbunden werde. Ramelow bezeichnete die neue S-Bahn-Strecke von Leipzig bis Zwickaus als Erfolgsmodell für die Region. "Die Bahn-Verbindung von Erfurt nach Altenburg ist kein Erfolgsmodell", sagte er.

Am 9. Wirtschaftstag nahmen etwa 55 Wirtschafts- und Dienstleistungsbetriebe beider Kreise teil. Er stand unter dem Motto "Wirtschaft trifft Wissenschaft", das mit Vorträgen von Experten bereichert wurde, in erster Linie aber der Kontaktpflege der Unternehmen über die Kreis- und Landesgrenzen hinweg diente. Bei der 10. Auflage im kommenden Jahr soll erstmals der Burgenlandkreis und damit eine Region aus Sachsen-Anhalt teilnehmen.

Jens Rosenkranz

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