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Altenburg Sojka sieht bei Bus-Ankäufen kaum Spielraum
Region Altenburg Sojka sieht bei Bus-Ankäufen kaum Spielraum
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18:56 20.08.2013
Landrätin Michaele Sojka (l.) mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Göppel-Bus-Chef Bernhardt Schmidt beim Firmenbesuch in Ehrenhain. Fotos: Mario Jahn Quelle: Mario Jahn

Göppel-Geschäftsführer Bernhardt Schmidt hatte beim Besuch von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) am Freitag in seinem Unternehmen beklagt, dass in Thüringen nur ein einziger Bus zugelassen sei und der Landkreis lieber auf MAN statt auf das einheimische Produkt setzt (OVZ berichtete).

Erst vor Kurzem hatte das Nahverkehrsunternehmen Thüsac, das zum Großteil im Besitz des Landkreises ist, nach einer Ausschreibung acht MAN-Busse geordert. "Wir müssen uns an die Ausschreibung halten", begründete dies Sojka gegenüber OVZ. Sie wies ebenso auf die MAN-Werkstatt der Thüsac in Windischleuba hin, deren Service für eigene und Fremdfahrzeuge ein wichtiges Standbein des Betriebes ist. "Ich kann dieses Unternehmen nicht gefährden", sagte sie. Die Landrätin erinnerte außerdem an die schwierige und unsichere wirtschaftliche Lage von Göppel Bus. Am 1. April 2012 hatte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Erst im März dieses Jahres war es von einer russischen Industrieholding übernommen und damit gerettet worden.

Sojka räumte jedoch ein, dass Göppel Unterstützung verdiene, auch weil es äußerst innovative Produkte herstellt. Ihrer Meinung nach sei es deshalb nur eine Frage der Zeit, dass im Altenburger Land bald mehr Busse fahren, als jetzt. Hier müsse man einige Entscheidungen nachjustieren, die in der Zeit ihres Vorgängers getroffen wurden.

Beispielsweise zeigte sich die Landrätin von der Anhänger-Lösung von Göppel für Spitzenzeiten sehr angetan. Mitunter würden in Stoßzeiten im Landkreis mancherorts zwei Busse auf der gleichen Strecke eingesetzt. Hier könne man einsparen.

Der einzige vom Landkreis bei Göppel georderte Bus geht auf eine politische Initiative von Sojkas Vorgänger Sieghardt Rydzewski zurück. Dieser hatte erklärt, dass wenigstens ein Fahrzeug des im Altenburger Land ansässigen Busunternehmens auf den Kreisstraßen rollen müsste. Gekauft wurde das momentan bei der Thüsac eingesetzte Fahrzeug jedoch nicht, sondern nur geleast.

Jens Rosenkranz

Jens Rosenkranz

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