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Altenburg Abenteuerliche Ferien für bedürftige Kinder in Rositz
Region Altenburg Abenteuerliche Ferien für bedürftige Kinder in Rositz
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00:21 14.07.2018
Immer was los: Die Teilnehmer des Rositzer Feuerwehrcamps für benachteiligte Kinder besuchten auch den Altenburger Inselzoo. Quelle: Mario Jahn
Rositz

Tara, Lilian, Lena und Timo sitzen zusammen im großen Mannschaftszelt, lassen sich aus einer großen Dose Fruchtgummis schmecken und chillen. Die Neun- und Zehnjährigen genießen auch mal die kurzen Pausen zwischendurch. Im Sommercamp, das der Feuerwehrverein Rositz in diesem Jahr erstmals für bedürftige Kinder ausrichtet. Zehn Tage lang bewohnen sie das kleine Zeltcamp, das die Kameraden gleich am örtlichen Gerätehaus errichtet haben.

Meist allerdings liegt das Camp in diesen Tagen verwaist. Denn die Fünf sind mit acht weiteren Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren eigentlich ständig auf Achse und erleben jeden Tag neue Abenteuer. „Mehrfach waren wir baden, im Inselzoo, sind mit der Kohlebahn gefahren oder haben die Berufsfeuerwehr in Altenburg besucht. Das war schon richtig cool“, erzählt Timo. Ohne das Sommerlager mit seinem prallen Programm hätten die Kinder die Ferien wohl ausschließlich daheim verbracht.

Über Rositzer Plan wurde auf Jahreshauptversammlung informiert

„Das wollten wir ändern, weshalb wir uns für dieses Lager entschieden haben, damit auch die Kinder eine erlebnisreiche Ferienzeit erleben können“, sagt Uwe Kaphahn. Der langjährige Chef des Kreisfeuerwehrverbandes hatte in diesem Frühjahr bei der Jahreshauptversammlung die Runde über den Rositzer Plan informiert und sie aufgefordert, Kinder aus ihren Jugendwehren anzumelden, die aus sozial schwachen Familien kommen. „Letztendlich kamen weitere Kinder von der Innova und der hiesigen Schule hinzu. Das zeigt uns doch, dass der Bedarf da ist“, sagt Kaphahn.

Solche Sommercamps hatte über Jahre auch schon die Neue Arbeit auf dem Rositzer Bernsteinhof durchgeführt, was dann aber durch die Insolvenz des Vereines wegfiel. „Wir wollten diese Lücke nicht einfach bestehen lassen und haben uns deshalb vor den Karren gespannt und Sponsoren gesucht“, so Kaphahn weiter. Auch der ausrichtende Verein legt sich voll ins Zeug. „Rund um die Uhr kümmern sich mindestens drei Betreuer um die Kinder. Alle natürlich ehrenamtlich.“

Unterstützer aus der Region sofort dabei

Und auch die anderen Unterstützer ließen sich nicht zweimal bitten. Unternehmen aus der Region gaben Geld und übernehmen die Verpflegung, die „Küchenchef“ Steffen Eichler tagtäglich zusammen mit den Kindern zubereitet. „Das ist schon für sich genommen ein Erlebnis. Beispielsweise als die Kinder selber Pfannkuchen zubereitet haben“, freut sich Kaphahn. Ebenfalls gesponsert wurden die notwendigen Gelder – knapp 2000 Euro für die zehn erlebnisreichen Tage. „Da sind wir sehr dankbar dafür“, erklärt der Organisator.

Um sich dann gleich auf das nächste Abenteuer vorzubereiten: Ein Ausflug nach Belantis steht ebenso auf dem Plan. „Darauf freue ich mich schon besonders“, strahlen Lena und die anderen voller Vorfreude.

Sommerlager soll keine Eintagsfliege bleiben

Noch bis Sonntag macht die ausgelassene Runde Camping am Gerätehaus. Eines stand schon beizeiten fest: Wer noch nicht aktiv bei der Heimatfeuerwehr in der Jugendabteilung ist, der will das umgehend nach dem Sommercamp tun.

„Wir werden alles dafür tun, dass dieses Sommerlager keine Eintagsfliege bleibt“, verspricht Uwe Kaphahn.

Von Jörg Wolf

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