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Sonderausstellung widmet sich auf kunsthistorische Weise Bauern und ihren Trachten

Sonderausstellung widmet sich auf kunsthistorische Weise Bauern und ihren Trachten

Individuell von Hand gefertigte Porzellanfiguren, Öl- und Aquarellgemälde, Bronzeplastiken - die neue Sonderausstellung "Bauern im Kunsthandwerk und in der Bildenden Kunst" im Schlossmuseum hat so einiges zu bieten.

Altenburg.

 

 

 

 

Von Patricia Liebling

"Wir möchten mit der Ausstellung, die noch bis zum 28. Oktober zu sehen ist, erreichen, dass das Brauchtum nicht in Vergessenheit gerät, vielmehr gepflegt wird", sagt Museumsleiterin Uta Künzl. Um genau das zu erreichen, hat das Museum Exponate aus Privatbesitz und gleich mehreren anderen Sammlungen, wie beispielsweise dem Schloss Moritzburg und dem Puppen- und Spielzeugmuseum Lichtenstein, zusammengetragen. Herausgekommen ist eine umfassende Schau, die zwar keine einzige Original-Tracht zeigt, dafür aber ihr kunsthistorisches Spiegelbild. "Die Trachten selbst kommen noch in einer der zwei weiteren Ausstellungen", verspricht Künzl, die selbst schon einmal eines der historischen Altenburger Gewänder anprobiert hat. "Wie die Frauen in den strammen, hoch geschlossenen Kleidern tanzen konnten, ist für mich kaum vorstellbar", sagt sie.

Auf den ersten Blick wirkt die Altenburger Tracht wenig individuell, vielmehr bieder, wenig fröhlich und farblos, die Frauen alle irgendwie gleich. Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich Feinheiten, die nicht nur Trachten-Spezialisten zu intensiverer Auseinandersetzung anregen. Flügelhauben und Halstücher Altenburger, aber auch sorbischer und wendischer Trachten bieten da einige Ansatzpunkte.

Neben den Gemälden präsentiert das Museum ein Diorama mit einem Altenburger Bauernzug vor dem Schloss im Jahre 1878 sowie zahlreiche Ansichtstassen und Souvenirartikel wie Pfeifenköpfe und Geschirr mit Motiven, die Stadtansichten und Menschen in Trachten zeigen. Diese stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ebenfalls zu sehen ist eine Kollektion naiver Malerei von Emil Klinger, einem ehemaligen Bergmann aus Rositz, der sich um 1964 an historischen Vorlagen orientierte und vorwiegend fröhliche Figurengruppen darstellte. Daneben zeigt die Schau rund 30 Pastellbilder von Friedrich Mascher, die in dieser Einheit erstmalig gezeigt werden.

Den Gästen der Vernissage am Sonntag gefiel jedenfalls, was sie sahen. "Vor allem die Menge der Exponate hat sie erstaunt", berichtet Uta Künzl.

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