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Altenburg Sorgen von heute und Pläne für übermorgen
Region Altenburg Sorgen von heute und Pläne für übermorgen
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18:37 07.07.2014
Gerd Reinboth (3.v.l.) erläutert Christian Carius (2.v.r.) die Brücken-Sorgen. Mit dabei Uwe Melzer, Rüdiger Ruge, Christoph Zippel und Christian Gumprecht (v.l.). Quelle: Mario Jahn

Denn als Bauwerk einer Bundesstraße ist die inzwischen tonnagebegrenzte und auf eine Fahrspur eingeengte Konstruktion eine Katastrophe. "Leider haben uns die Fachleute erklärt, es ist immer noch alles in Ordnung", so der CDU-Politiker. So musste die Gemeinde die Hoffnung begraben, dass im Rahmen der relativ unbürokratischen Fluthilfen an dem Nadelöhr etwas passiert. Damit bleibt weiter nur der geplante Neubau der Bundesstraße 7 als Anbinder für Altenburg an die Autobahn Chemnitz-Leipzig. Das Projekt würde auch das Windischleubaer Brückenproblem endgültig lösen.

Doch das inzwischen auf insgesamt 68 Millionen Euro veranschlagte Neubauvorhaben wird dauern, wie Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) am Freitag den Kommunalpolitikern bei einem Vor-Ort-Treffen berichten musste. "Entscheidend ist die Aufnahme der neuen B 7 in den Bundesverkehrswegeplan. Sachsen hat das Projekt inzwischen nachgemeldet", so der Minister. Thüringen habe an diesem Punkt immer wieder Druck gemacht. Nun allerdings müsse die Wirtschaftlichkeitsprüfung für die neue Trasse abgewartet werden, 2015 könnte sie vorliegen. Danach kommen drei bis vier Jahre, um Baurecht zu schaffen - je nach dem, wie möglicherweise gegen die Planung geklagt würde.

"Um die Sache in Schwung zu halten, hat Thüringen inzwischen rund 1,5 Millionen Euro in die Hand genommen, um mit den Planungen auf unserer Seite anzufangen", so Carius. "Es ist also nicht so, dass wir kein Interesse haben und alles auf Sachsen abschieben."

Andererseits werde das ganze Vorhaben ohne sächsisches Engagement nicht funktionieren. Im Moment würden nicht einmal die Rampen für die Autobahn-Auffahrt bei Frohburg realisiert, so die Sorge der Kommunalpolitiker. "Die B 7n ist ein wichtiges Thema für Altenburg und den ganzen nördlichen Landkreis", erinnerte der Altenburger Stadtrat und CDU-Landtagskandidat Christoph Zippel.

"Deshalb ist es wichtig, auch bei den sächsischen Kollegen für die Einsicht zu werben, dass die Anbindung der gesamten Region nützen wird", entgegnete Carius. Uwe Melzer, Chef der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue, informierte in diesem Zusammenhang, dass auch die Industrie-und Handelskammern von Gera, Leipzig und Chemnitz die Autobahnanbindung gemeinsam fordern wollen.

Um vielleicht doch ein bisschen schneller das Windischleubaer Brückenproblem zu lösen, hatte CDU-Landtagsabgeordneter Christian Gumprecht noch einen unkonventionellen Vorschlag parat: Die parallel zur dreispurigen B 7n-Brücke geplante zweispurige Brücke für die Straße nach Pöppschen und Bocka könnte einfach vorgezogen werden. Carius meinte dazu zwar, er habe auch "keine Lust, halbkaputte Brücken rumstehen zu lassen". Doch der Minister sieht auch den Haken eines solchen Thüringer Alleingangs: Eine frühere Realisierung der "kleinen" Brücke könnte als Begründung dienen, die große gar nicht mehr zu bauen. Denn die wirklich nicht akzeptable Engstelle der Bundesstraße wäre dann ja beseitigt.

Günter Neumann

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