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Altenburg Spätfröste, kalter Sommer und Regen
Region Altenburg Spätfröste, kalter Sommer und Regen
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13:47 19.10.2011

Von den schlimmsten Wetterkapriolen seit 20 Jahren hatte Klaus Kliem, Präsident des Bauernverbandes in Thüringen, in einer Pressemeldung gesprochen. Diese Einschätzung kann Berndt Apel, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Altenburger Land, so nicht ganz bestätigen. "Da hatten wir schon deutlich schlimmere Jahre." Trotzdem spricht auch er von einem schwierigen und komplizierten Jahr. Spätfröste zur Aussaat, ein wechselhafter, unterkühlter Sommer und jede Menge Regen sind die Ursachen.

Schon nach dem Keimen waren etliche Pflanzen abgestorben, weil sie den Frost nicht vertrugen. Ende Mai hatte stellenweise sehr starker Niederschlag zu Überschwemmungen geführt, berichtet Apel. Die Folge: An den betroffenen Stellen wuchs nichts. Im Sommer folgte schließlich eine Zeit, in der es fast jeden Tag regnete, sodass Weizen und Raps nicht trockneten.

Wenn es nicht regnete, arbeiteten die Bauern bis spät in die Nacht, um ihre Ernte einzuholen. Und selbst die war noch zu feucht, um sie direkt einlagern zu können. "Der Aufwand für die Ernte war höher als in einem normalen Jahr. Wir mussten deutlich mehr trocknen", so der Kreisvorsitzende. Parallel dazu seien nach der Ernte die Kosten für Dünger in die Höhe geschnellt.

Auch für Futtermittel mussten Landwirte immer tiefer in die Tasche greifen - bei niedrigen Verkaufspreisen für Zucht- und Mastschweine. Selbst die Obsternte, die in diesem Jahr recht umfangreich ausgefallen ist, stimme die Landwirte nicht zufrieden. Auch hier seien die Verkaufspreise zu niedrig gewesen. Dazu kam im Frühjahr noch die Ehec-Krise, die etlichen Bauern das Geschäft vermieste.

Erfreulich seien hingegen die Erträge im Pflanzenbau, bei dem sowohl die Produktion als auch die Preise gut zu bewerten seien. "Da haben die Landwirte sich vor der Ernte noch verhalten geäußert. Das Ergebnis war aber besser als gedacht", revidiert Apel zufrieden und lobt die Bauern, die trotz schlechter Bedingungen eine passable Ernte eingebracht hätten. Die Zahlen seien, abgesehen von den Erträgen bei Raps und Roggen, nicht schlechter als im Vorjahr. Außergewöhnlich gute Erträge bei Rüben, Mais und Kartoffeln könnten die Bauern für andere Ausfälle entschädigen. "Die Erträge bei Zuckerrüben und Mais waren sehr gut, weil die Bedingungen während der Vegetation mit viel Regen Mitte Mai und Wärme im Juni ihnen besonders gut getan haben", erklärt Apel, der auch bei Kartoffeln gute Erträge erwartet, deren Ernte noch nicht abgeschlossen ist.

Für ihr gutes Händchen trotz schwerer Bedingungen ist der Kreisbauernverbands-Vorsitzende voll des Lobes: "Die Landwirte haben aus einem schwierigen Jahr das Beste gemacht und ihren Versorgungsauftrag gut erfüllt." Für das kommende Jahr spricht er ihnen Mut zu: Die Bedingungen bei der Herbstaussaat seien sehr gut gewesen, womit ein sicheres Fundament gelegt sei. Die Aussaat für Wintergerste, Raps und Winterroggen sei zum optimalen Termin geschehen, es folge noch die Weizenaussaat auf den Flächen, auf denen bislang noch Rüben und Mais stehen.

Einen Appell richtet er an die Verbraucher. "Wir sollten aufpassen, dass wir nicht achtlos mit Nahrungsmitteln umgehen", mahnt er und nimmt sich da selbst nicht aus. Zu viel werde einfach weggeschmissen.

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