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Spannend bis zum Schluss: Aufbau ringt Schwarza Remis ab, Windischleuba verliert Kreisderby

Spannend bis zum Schluss: Aufbau ringt Schwarza Remis ab, Windischleuba verliert Kreisderby

Puh, was für ein Spieltag: Die höherklassigen Tischtennis-Cracks aus dem Altenburger Land haben es bis zum Schluss spannend gemacht.

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Mit Konzentration und etwas Glück entscheiden Dominik Meisel und der TSV Nobitz das Spitzenspiel der Tischtennis-Verbandsliga gegen Windischleuba für sich.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg/Nobitz/Schwarza. Von Jürgen Kröber, Patrick Stein und Jens Teichmann

Als die Aufbau-Männer auf Schwarza trafen, schwante ihnen nichts Gutes. Denn ihr Angstgegner trat in Bestbesetzung an. Aber die Skatstädter zeigten sich gewohnt stark in den Doppeln. Voigt/Krutzke verhinderten gerade so einen 0:2-Satzrückstand gegen das zweite Doppel der Gastgeber und holten einen knappen Vier-Satz-Sieg. Wohlfahrt/Lau sorgten nun für eine Überraschung, indem sie mit ihrer besten Saisonleistung eines der stärksten Doppel der Liga mit 3:0 bezwangen. Als auch noch Fehrle/Stein in Führung gingen, sah es nach einem perfekten Start aus. Doch die Altenburger verspielten in Satz drei ein 10:7, was sie am Ende den Sieg kostete.

Anschließend lieferten sich Voigt und Korinek einen großen Kampf, den der Altenburger in vier Durchgängen für sich entschied. Am Nachbartisch zeigte Wohlfahrt phasenweise gutes Tischtennis, wobei die Nummer eins der Gastgeber meist die besseren Antworten hatte. Stein spielte zu Beginn gut auf, scheiterte aber an seinen Nerven, nachdem er eine Führung in Satz zwei vergeben hatte, während Lau Aufbau mit einem 3:1 über Dömming im Spiel hielt. Im hinteren Paarkreuz kam es zu engen Matches. Fehrle gewann die ersten beiden Sätze gegen Mörstedt knapp und führte im dritten Satz schon 7:3. Doch die Partie kippte noch. Krutzke lag dagegen schnell mit 0:2 zurück, erkämpfte sich den dritten Satz und musste dann trotzdem seinem Gegenüber zum Vier-Satz-Sieg gratulieren, sodass es nach der Einzelrunde 4:5 aus Sicht der Altenburger stand.

Im Duell der Spitzenspieler hatte Voigt dem nahezu fehlerlosen Spiel von Bindriem nicht viel entgegenzusetzen. Ausgeglichener verlief dagegen die Partie von Wohlfahrt und Korinek, die sich einen Fünf-Satz-Krimi lieferten, in dem der Altenburger die Oberhand behielt. Ebenso spannend war das Match von Lau gegen Tresselt. Und auch hier ging nach fünf Sätzen der Sieg an Aufbau. Währenddessen zeigte Stein gegen Dömming phasenweise ein gutes Spiel. Allerdings ist Konstanz beim Altenburger derzeit ein Fremdwort, sodass es auch diesmal nicht zum Sieg reichte. Nun spielten Fehrle und Krutzke in den letzten Einzeln bereits um einen Punktgewinn für Aufbau. Beide Matches verliefen sehr eng und gingen am Ende an Aufbau.

Das Entscheidungsdoppel musste über Sieg oder Unentschieden entscheiden. Voigt und Krutzke probierten alles, um Bindriem/Dömming in Bedrängnis zu bringen, mussten aber deren Überlegenheit anerkennen. Dennoch waren die Altenburger zufrieden, da man mit diesem Remis nach den Ergebnissen der letzten Saison nicht rechnen konnte. Mit 9:3 Punkten, die den dritten Tabellenplatz bedeuten, kann Aufbau weiterhin optimistisch Richtung Klassenerhalt blicken.

Ähnlich eng ging es auch in Nobitz zu, wo sich der heimische TSV mit Windischleuba zum Spitzenspiel traf. Immerhin ging es um Platz zwei in der Tabelle der Verbandsliga. Dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten, zeigt der knappe und glückliche 9:7-Sieg des TSV.

Den besseren Start erwischten aber die Gäste. Nachdem die Spitzendoppel beider Mannschaften punkteten, ging das Duell der dritten Doppel nach hartem Kampf an Windischleuba. Dabei legten Hans/Andi Blume immer einen Satz vor, Fehse/Schmid glichen aus und nutzten ihre Chancen im Entscheidungssatz. Diesen Vorsprung verteidigte der Gast bis weit in die zweite Einzelrunde.

In der ersten Runde stand Meisels Sieg gegen Wittig Teichmanns Niederlage gegen Paul gegenüber. Während in der Mitte durch zwei Niederlagen von Alex Blume gegen Voitzsch und Hans gegen Fehse Windischleuba Vorteile besaß, konterte Nobitz mit zwei Siegen von Andi Blume über Haese und Scheibe über Schmid im unteren Drittel zum 4:5-Halbzeitstand. Auch im weiteren Verlauf mussten die Hausherren lange auf den Ausgleich warten. Zuvor punkteten Meisel knapp gegen Paul und Alex Blume deutlich gegen Fehse, während Teichmann und Hans gegen Wittig beziehungsweise Voitzsch ohne Einzelerfolg blieben.

Beim Stand von 6:7 aus Nobitzer Sicht sah alles nach der ersten Heimniederlage aus, denn sowohl Andi Blume als auch Scheibe standen in ihren Duellen gegen Schmid und Haese nach Rückständen bereits mit dem Rücken zur Wand. Durch Energieleistungen bogen aber beide die Partien und sicherten so bereits das Unentschieden. Im Abschlussdoppel fanden Meisel/Teichmann nicht in die Partie und lagen gegen Paul/Voitzsch schnell mit 0:2 zurück. Dank einer Leistungssteigerung kam das Nobitzer Duo aber zurück ins Spiel und drehte die Begegnung sogar noch. Symptomatisch beendeten die Nobitzer mit einem Kantenball das Spiel zum glücklichen Erfolg. Eine Punkteteilung wäre hier gerechter gewesen.

Bei den diesjährigen Kreismeisterschaften der Jugend und Schüler war es der Nachwuchs des SV Aufbau, der das Niveau bestimmte, wobei die Dominanz bei der männlichen Jugend augenfällig war. Döhler wurde ungefährdet vor seinem Vereinsfreund Brandl Kreismeister, auf Rang drei spielte sich Benkert. Döhler und Brandl holten sich auch den Titel im Doppel. Benkert/Seidel und Ngo/Juraschek schafften noch Bronze.

Bei der weiblichen Jugend triumphierte dagegen der TSV Nobitz: Posmik holte sowohl den Einzel- als auch mit Hanke den Doppel-Pokal. Das Aufbau-Duo Dietrich/Vetterlein sicherte sich Bronze. Im Turnier der Schüler A wurde Shin Loc Ngo Vizemeister, Grinvald (Lok Altenburg) gewann hier. Juraschek unterstrich mit dem dritten Platz im Einzel und dem Doppeltitel mit Ngo sein gewachsenes Leistungsvermögen. Eine nicht erwartete Leistung zeigte die zwölfjährige Amy Dietrich. Sie wurde zweifache Kreismeisterin der Schüler A und B sowie Dritte im Doppel mit Vetterlein.

Der zehnjährige Marcus Krüger erreichte in der B-Klasse mit dem zweiten Platz ein achtbares Ergebnis, nur Grinvald konnte ihn im Endspiel schlagen. Zusammen mit Kißhauer belegte er im Doppel auch noch den dritten Rang. Bei den Schülern C zeigte er dann mit seinem Sieg im Endspiel gegen Waldheim (Lok), dass er zurecht zu den besten Nachwuchsspielern seiner Altersklasse in Thüringen zählt. Erfolgreich war auch Nele Vetterlein, die bei den C-Schülern Silber holte und bewies, dass Aufbau auch bei den Mädchen Potenzial hat.

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