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Sparkasse schließt Filialen in Altenburg-Nord, Wintersdorf und Nobitz zum 30. September

Rückzug aus der Fläche Sparkasse schließt Filialen in Altenburg-Nord, Wintersdorf und Nobitz zum 30. September

Die Sparkasse Altenburger Land wird zum 30. September ihre Filialen in Altenburg-Nord, Nobitz und Wintersdorf schließen. Der Vorstand bestätigte diese Pläne gegenüber OVZ. Kritik an der Entscheidung kam von Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), der dadurch vor allem einen Rückschlag für das Zentrum seines Wohngebiet befürchtet.

Die Sparkassen-Filiale in Altenburg-Nord soll Ende September geschlossen werden. Sie ist eine von drei Zweigstellen, die nicht weitergeführt werden.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Sparkasse Altenburger Land wird zum 30. September drei ihrer Filialen schließen. Dabei handelt es sich um die Zweigstelle in Altenburg-Nord am Nordplatz, jene in der Fabrikstraße in Wintersdorf sowie in der Altenburger Straße in Nobitz. Dass diese drei Filialen nicht weitergeführt werden, bestätigte der Sparkassen-Vorstand am Freitag in einer Presseerklärung, die auf eine Anfrage der OVZ hin herausgegeben wurde.

Darin heißt es, dass die Sparkasse mit der Strukturanpassung betriebswirt-schaftlichen Erfordernissen folge, „die sich aufgrund der demographischen Entwicklung im Landkreis und der anhaltenden Niedrigzinsphase negativ auf die Erträge in der gesamten Finanzbranche auswirken“. Mit der Anpassung der Geschäftsstellenstruktur stelle die Sparkasse wichtige Weichen, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben und die Erwartungen ihrer Kunden besser zu erfüllen, heißt es.

Weitere oder exaktere Gründe für die Schließung wurden nicht genannt. Auch Vorstandsvorsitzender Bernd Wannenwetsch stand für eine Erklärung aus Zeitgründen nicht Verfügung, kündigte jedoch einen Interview-Termin für Montag an. Landrätin Michaele Sojka (Linke) bestätigte die Schließung und erklärte, dass diese auf einer Entscheidung des Verwaltungsrates der Sparkasse fuße, dessen Vorsitzende sie ist. Weiter äußerte sich Sojka nicht.

In der Pressemitteilung heißt es, dass es allen Menschen und Unternehmen in der Region weiterhin möglich sein werde, durch moderne und zeitgemäße Serviceangebote sowie eine weiterhin gute Erreichbarkeit der Filialen das vollständige Beratungs-und Leistungsangebot der Sparkasse in Anspruch zu nehmen. Zudem bleibe in Altenburg-Nord der SB-Pavillon vor dem Kaufland erhalten. In Nobitz werde die Sparkasse einen neuen Geldautomaten zur Verfügung stellen.

Mit der Konzentration auf die wesentlichen Standorte, wie aktuell am Kornmarkt in Altenburg, sowie zusätzliche Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiter erhöhe die Sparkasse die Standortqualität. Sie wolle zukünftig ihr Leistungsangebot noch stärker auf die Anforderungen ihrer Kunden ausrichten. Dazu werde das Geschäftsstellennetz im Verlaufe des kommenden Jahres auf ein Kompetenz-Center, neun Filialen, fünf SB-Stellen und das Service-Center konzentriert. Ein Großteil der Filialen bietet neben Geldautomaten auch Kontoauszugsdrucker und Überweisungsterminals. Gleichzeitig investiert sie in die Erweiterung ihres digitalen Angebotes. Parallel dazu werde die Sparkasse ihre Aktivitäten im Online- und Mobile-Banking weiter verstärken. Hierzu solle nicht nur das Beratungsangebot via Telefon, sondern auch die Internetfiliale weiter ausgebaut werden.

Scharfe Kritik an den Schließungsplänen, insbesondere in Nord, übte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Er bezeichnete die Entscheidung als falsch, nicht in Ordnung und auch nicht nachvollziehbar. Wolf kritisierte ebenso die Informationspolitik der Sparkasse, die die Schließungspläne erst auf Nachfrage bestätige und darüber die Öffentlichkeit nicht von sich aus informiert habe.

Für den Stadtteil Nord sei der Wegfall ein Schlag ins Kontor, sagte der OB. Denn der Nordplatz solle bekanntlich umgestaltet und aufgewertet werde, wovon der ganze Stadtteil profitieren soll. Die Schließung der Filiale wirke sich dabei äußert negativ aus, erklärte Wolf. Voraussichtlich 615 000 Euro sollen in die Umsetzung der Neugestaltung fließen, zwei Drittel davon kommen aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau-Aufwertung.

Von Jens Rosenkranz

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