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00:34 26.03.2018
Beim BVMW-Wirtschaftstag in Altenburg bildeten sich viele Diskussions- und Kennenlerngrüppchen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Jetzt ist das Dutzend voll: Zum zwölften Mal ging am Donnerstag der Wirtschaftstag des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) über die Bühne. Ein Stelldichein von Unternehmern und Institutionen aus drei Bundesländern, aus den Landkreisen Leipzig, Altenburger Land und Burgenlandkreis. Sich zeigen, miteinander ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen – vor allem darum ging es bei der Veranstaltung in der Stadthalle Goldener Pflug in Altenburg.

Entsprechend hochkarätig war die Gäste- und Teilnehmerliste: Fast ausschließlich politische Entscheidungsträger und Führungskräfte aus der Wirtschaft ließen sich blicken. Darunter auch die Landräte der drei beteiligten Kreise. Doch obgleich der Wirtschaftstag eine der seltenen Gelegenheiten ist, zu denen sich derart viele Wirtschafts- und Politik-Manager persönlich begegnen können, fiel das Resümee durchwachsen aus. „Was die Resonanz betrifft, da ist noch Luft nach oben“, schätzte Constanze Weiß vom BVMW Landkreis Leipzig selbstkritisch ein. Mit 46 Ständen aus drei Landkreisen, unter denen weniger als die Hälfte tatsächlich aus Wirtschaft und Industrie stammten, konnte und wollte die Mitveranstalterin nicht zufrieden sein. Ursachen für den flauen Zuspruch könnten die aktuelle organisatorische Umstrukturierung des Mittelstandsverbandes im Altenburger Land sein, vielleicht auch die vom BVMW nur per E-Mail versendeten Einladungen oder auch die inzwischen gute wirtschaftliche Lage vieler Firmen, mutmaßte Weiß.

Zahlreiche Firmenchefs vor Ort

Nichtsdestotrotz will weder sie noch der Wirtschaftsförderer des Altenburger Landes, Wolfram Schlegel, von einem Reinfall sprechen. Das sei es bestimmt nicht. „Hier sollen sich vor allem Chefs und Entscheidungsträger auf Augenhöhe begegnen. Wenn ich sehe, dass hier zum Beispiel Hubert Wolf von Bluechip, Bastian Leikeim von der Altenburger Brauerei, Olaf Wiertz von der Meuselwitz Guss, MDV-Geschäftsführer Steffen Lehmann und etliche mehr da sind, hat sich die Veranstaltung gelohnt“, urteilte Schlegel.

Dem pflichtete auch Roland Scheller bei, Geschäftsführer der Senertech Zeitz. „Wir wollen uns und unsere Dienstleistungen zeigen. Nur hier kommen wir persönlich mit Leuten ins Gespräch, die Entscheidungen treffen“, sagte der Fachmann für Blockheizkraftwerke. Außerdem sollen die eigenen Angebote vor einem sachkundigen Publikum präsentiert werden, erklärte Jochen Fritz am Stand des Berufsschulzentrums Leipzig. „Es ist ja so, dass die Betriebe entscheiden, wo sie ihre Azubis in die Berufsschule schicken.“ Derweil seien Rahmenprogramm und Podiumsdiskussionen beim Wirtschaftstag nur schmückendes Beiwerk, fand Michael Engel, der mobile Überwachungssysteme etwa für Baustellen bewarb.

Nicht zuletzt ging es ums Überwinden von Ländergrenzen, die wegen unterschiedlicher Gesetze und Zuständigkeiten oft dazu führen, dass sich Wirtschaftsakteure nicht treffen, obwohl sie im Dreiländereck fast Nachbarn sind.

Von Jörg Reuter

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