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Altenburg Speedy wird in Mockern totgebissen
Region Altenburg Speedy wird in Mockern totgebissen
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20:37 05.12.2017
Jack-Russell-Terrier Speedy ist in Mockern von einem anderen Hund tot gebissen worden.  Quelle: privat
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Mockern

 Der Schock ist Melanie Beck auch am Telefon noch deutlich anzumerken: „Unser Speedy war noch so jung, jeder hat ihn geliebt. Und jetzt ist er tot.“ Gerade einmal vier Jahre alt war der Hund der 28-Jährigen aus Mockern , bevor er einem aggressiven Artgenossen zum Opfer fiel.

Rückblick: Am 17. November ist Becks Freund mit der kleinen Tochter und ihrem Jack-Russell-Terrier unterwegs. Auf seinem Weg passiert das Trio das Grundstück der Hundehalterin. Diese, so erzählt es Beck, wolle das Tier gerade vom Haus ins Auto geleiten, hält den großen Hund dabei lediglich am Halsband fest. Plötzlich passiert es: „Er hat sich losgerissen und ist sofort auf unseren Speedy losgegangen, hat ihn mehrfach gebissen“, so habe es ihr Freund berichtet. Der habe sich schützend vor die gerade einmal 15 Monate alte Tochter gestellt, mache sich heute dennoch Vorwürfe, nicht auch seinem Hund zu Hilfe geeilt zu sein. „Aber das Kind hatte in dem Moment einfach Priorität.“

Sofort sei das Paar mit Speedy zum Tierarzt geeilt. Der habe das Tier versorgt, im Anschluss ging es in die heimischen vier Wände. Doch am nächsten Tag verschlechterte sich der Zustand von Speedy zusehends. „Wir sind dann zum Notdienst. Dort stellte man fest, dass der andere Hund wohl deutlich tiefer gebissen hatte als zunächst angenommen.“ Für eine Rettung war es zu spät, kurz darauf verstarb Speedy.

Vor allem für ihre kleine Tochter, so Melanie Beck, sei es ein herber Verlust. „Die beiden sollten zusammen aufwachsen, haben immer miteinander gespielt und gekuschelt. Speedy war ein echter Familienhund“, beschreibt sie das besondere Verhältnis. Noch immer rufe die Tochter nach dem alten Spielgefährten – vergeblich.

Dem Hund selbst macht Melanie Beck keinen Vorwurf. „Das Tier trifft keine Schuld. Das ist in meinen Augen eine reine Erziehungsfrage.“ Dennoch, betont sie, müsse gehandelt werden, bevor noch etwas, womöglich Schlimmeres passiere. Das Tier sei „eine tickende Zeitbombe“, auch andere Anwohner im Ort hätten von der Aggressivität des Hundes berichtet. Deshalb hat Melanie Beck beim Nobitzer Ordnungsamt Anzeige gegen die Hundehalterin erstattet, auch das Veterinäramt ist eingeschaltet.

Im Nobitzer Rathaus bestätigt man den Eingang der Anzeige. „Der Fall ist uns bekannt“, teilt Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) mit. Man habe bereits mit der Halterin Kontakt aufgenommen, wolle diese nun anhören. Im Anschluss daran sei über etwaige Maßnahmen zu entscheiden. „Das kann eine Sicherung der Haltung, eine Maulkorbpflicht oder ein Wesenstest sein“, zählt Läbe auf. Auch ein Sachkundenachweis des Halters sei möglich, im Extremfall könnte der Entzug des Tieres angeordnet werden. Das Veterinäramt teilt mit, man werde die Nobitzer wenn nötig unterstützen.

„Es ist immer schlimm, wenn sowas passiert. Gerade, wenn auch ein Kind mit im Spiel ist“, betont Läbe, der selbst zwei Hunde besitzt. Trotzdem, das ist ihm wichtig zu betonen, sei solch ein Fall auch in Nobitz äußerst selten. „Das ist in zehn Jahren erst der zweite solche Vorfall – und das bei 400 bis 500 Hunden im Gemeindegebiet.“ Nun müsse man den weiteren Verlauf des Verfahrens abwarten, so der Bürgermeister. Er stellt aber klar: „Wenn nötig, werden wir auch stringent durchgreifen.“

Von Bastian Fischer

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