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Spielgeräte auf dem Altenburger Markt lassen auf sich warten

Streit um Standorte Spielgeräte auf dem Altenburger Markt lassen auf sich warten

Wegen Differenzen um die genauen Standorte mit der Denkmalschutzbehörde können vier geplante Spielgeräte noch immer nicht auf dem Altenburger Markt aufgestellt werden. An sich sollten sie bereits im vergangenen Jahr installiert werden. Angeschafft sind sie aber schon.

Ein Dreizeitenpendel mit Murmeltischen ist eines der geplanten Spielgeräte auf dem Altenburger Markt.

Quelle: Stadtverwaltung Altenburg

Altenburg. Die Namen klingen schon einmal verheißungsvoll. Streifenspiegel, Prismensäule oder Pirouette heißen jene Spielgeräte, die bis zum Ende vergangenen Jahres den Altenburger Markt aufwerten sollten. Das hatte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) im September 2016 angekündigt, und er wollte damit eine weitere Aufgabe aus seinem eigenen Fünf-Punkte-Programm zu Beginn des vergangenen Jahres erfüllen. Doch in der Fußgängerzone zwischen Weibermarkt und Sporenstraße, wo sie hinsollten, sind sie noch immer nicht zu finden.

Auf die Verzögerung kürzlich im Stadtrat hingewiesen, sprach Wolf von einem Klärungsbedarf mit der Denkmalschutzbehörde, weshalb die Anträge zum Aufbau nochmals präzisiert werden müssten. Die Geräte selbst seien bereits vorhanden. Es gehe nicht darum, ob die Spielgeräte kommen, sondern wohin. Offenbar ist dabei auch eine Konzentration der Anlagen auf ein bestimmtes Areal auf dem Markt im Gespräch. Das aber war nicht im Sinne des Oberbürgermeisters.

Vorgesehen war, dass die Pirouette, in die sich ein Kind hineinstellen und um die eigene Achse drehen kann, auf der unteren Marktseite installiert wird. Zwischen der Drogerie Müller und dem Ratskeller sollte es den Streifenspiegel geben, mit dem man sich und sein Gegenüber teilen und zu einer Person verschmelzen kann. Die obere Markthälfte war für die Prismensäule und ein Schattenspiel vorgesehen.

Stadträtin Ursula Zippel (CDU) war mit der Antwort des OB allerdings nicht zufrieden. Sie erinnerte an eine Aussage aus der Verwaltung, in der es hieß, dass die Geräte aufgestellt werden, sobald es die Witterung zulasse. Von rechtlichen Problemen sei überhaupt keine Rede gewesen. Warum seien für die Klärung dieser offenen Fragen nicht die Wintermonate genutzt worden?, fragte sie.

Seinen Zeitplan kann Wolf nun nicht mehr einhalten, auch weil die Probleme ganz offensichtlich nicht echtzeitig aus der Welt geschafft werden konnten. Den Aussagen des OB zufolge müsse für die Standorte ein Kompromiss gefunden werden. Eine Entscheidung stehe aus, weshalb er auch keine Aussagen treffen konnte, wann die Geräte nun installiert werden.

Die ersten vier davon kosten 30 000 Euro. Zwei weitere sollen noch in diesem Jahr folgen – ein Dreizeitenpendel mit Murmeltischen und ein Wasserstrudel. Letztgenannter könnte sogar der Auftakt für ein größeres Wasserspiel sein.

Die Idee der Spielgeräte wurde geboren, als es vor allem 2015 zu einem fortschreitenden Ladensterben in der Innenstadt gekommen war, dem der OB Einhalt gebieten wollte. Wolf geht es um eine höhere Aufenthaltsqualität und um ein längeres Verweilen in der City, wodurch Besucher animiert werden sollen, auch mehr Geld auszugeben.

Von Jens Rosenkranz

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