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Altenburg Spielkartenfabrik Altenburg feuert Geschäftsführer
Region Altenburg Spielkartenfabrik Altenburg feuert Geschäftsführer
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21:04 20.12.2011
Sven Marquart
Altenburg

Von Thomas Haegeler

Marquarts Aus nach nur knapp fünf Monaten überraschte selbst ASS-Sprecherin Katrin Schlegel. "Als ich eines Montags ins Büro kam, wurde ich kurz und knapp darüber informiert", sagte sie gestern. "Es war eine Ad-hoc-Entscheidung in einer Budget-Runde, in der unter anderem die Visionen für das kommende Jahr und die Zahlen des ablaufenden Jahres thematisiert wurden." Die Führung der belgischen Carta-Mundi-Gruppe, zu der ASS Altenburger gehört, sei unzufrieden mit den Ergebnissen gewesen. "Da hat man sich mehr versprochen."

Nach OVZ-Informationen spielte bei der Entlassung aber noch ein anderer Fakt eine gewichtige Rolle. Denn Marquart war neben seiner Tätigkeit als ASS-Geschäftsführer weiterhin selbstständig in der Spielebranche tätig und damit ein direkter Konkurrent. Wie es aus Unternehmenskreisen heißt, soll er nicht gewillt gewesen sein, seine Firma aufzugeben und weiter viel Zeit in diese investiert haben, worunter seine Arbeit für ASS litt.

"Das ist mir so nicht bekannt, weshalb ich es nicht bestätigen kann", erklärte Sprecherin Schlegel auf Nachfrage. Ihre Zusammenarbeit mit Marquart habe auf persönlicher Ebene stets gut funktioniert. "Wir sind nun auf der Suche nach einem Nachfolger." Bis der gefunden ist, sei Carta-Mundi-Chef Christiaan Van Doorslaer alleiniger ASS-Geschäftsführer und Prokurist Klaus-Dieter Neumann übernehme das Tagesgeschäft.

Dem Leiter der kaufmännischen Dienste war es zudem vorbehalten, die Belegschaft über die Entscheidung zu informieren. Das tat Neumann in seiner Rede auf der Weihnachtsfeier des Unternehmens am 26. November im Kulturhof Kosma. Dort kündigte er zugleich an, dass er vorübergehend die Geschäfte übernimmt.

Laut Sprecherin Schlegel hält sich Neumann aber bisher bedeckt, was konkrete Zahlen für das ablaufende Geschäftsjahr betrifft. Sie könne nur sagen, dass sich der Einzelhandels-Markt erholt zu haben scheint. Auch die verstärkte Werbung, die man in den vergangenen zwei Jahren etwa in Supermärkten gemacht hat, habe sich ausgezahlt. Zudem seien die Maschinen zur Spielplanproduktion, die man vom im Frühjahr gekauften insolventen bayerischen Hersteller Scheer übernommen habe, inzwischen gut integriert. "Auch wenn sie im Tagesgeschäft noch richtig durchstarten müssen. Aber wir sind optimistisch."

Mit Sven Marquart verliert ASS nach Peter Warns in diesem Jahr bereits den zweiten Geschäftsführer. Warns hatte im Frühjahr aus privaten Gründen gekündigt und bis zum Amtsantritt Marquarts nur noch einzelne Projekte betreut (OVZ berichtete).

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