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Altenburg Spielleute-Union und Kreissportjugend erhalten Kinderschutz-Siegel
Region Altenburg Spielleute-Union und Kreissportjugend erhalten Kinderschutz-Siegel
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18:16 29.10.2018
Bastian Romisch, Roxana Lehmann und Annett Beyer von der Spielleute-Union sowie Anja-Maria Leibold und Florian Voos von der Kreissportjugend (v.l.) freuen sich über die Auszeichnung. Quelle: Ulf Schnerrer (KSB)
Altenburg

Besondere Würdigung für den hiesigen Sport: Im Zuge des jüngsten Kreissporttages in der vergangenen Woche konnten sich gleich mehrere Akteure über die Auszeichnung als „Sportverein aktiv im Kinderschutz“ freuen. Rolf Beilschmidt, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, überreichte das Siegel an Mitglieder der Spielleute-Union „Frisch voran“ Schmölln/Gößnitz sowie an die Kreissportjugend.

Meiste Auszeichnungen in Thüringen

Gemeinsam mit dem SV Lerchenberg, der bereits im vergangenen Jahr die entsprechende Zertifizierung erhalten hatte, können sich nunmehr drei Vereine im Kreis mit dem Siegel schmücken – „so viele wie in keinem anderen Thüringer Landkreis“, stellte Hendrik Baum, Vorsitzender des Kreissportbunds, fest.

Auch Anja-Maria Leibold, Sportjugendkoordinatorin bei der Kreissportjugend, zeigte sich gegenüber der OVZ stellvertretend für alle bisher ausgezeichneten Vereine rundum zufrieden mit der Würdigung. „Gerade für uns als Dachverband hat das Siegel einen besonderen Wert. Es zeigt, dass wir uns neben dem sportlichen auch mit pädagogischen Aspekten der Vereinsarbeit befassen“, so ihr Fazit. Mit der Zertifizierung erhalte der Dachverband nun eine zusätzliche zentrale Anlaufstelle für Betroffene aus allen über 100 vertretenen Vereinen.

Siegel steigert Attraktivität

Das Siegel „Sportverein aktiv im Kinderschutz“ wird zunächst für drei Jahre vergeben. Um damit ausgezeichnet zu werden, müssen die betreffenden Vereine ein Kinderschutzkonzept vorweisen. Auch Leitlinien zur Prävention von und der Umgang mit etwaigen Missbrauchsfällen müssen erarbeitet werden. Von Übungsleitern wird ein erweitertes Führungszeugnis verlangt, zudem muss sich mindestens ein Vereinsmitglied, besser zwei, in einem mehrtägigen Kurs des Landessportbunds zum Kinderschutzbeauftragten weiterbilden lassen.

Ein Aufwand, der sich für Anja-Maria Leibold in jedem Fall lohnt. „Gerade aus Elternsicht ist das Siegel ein zusätzlicher Anhaltspunkt und kann die Attraktivität von Vereinen steigern“, ist sie sich sicher. Zudem könne die Auszeichnung auch abschreckend wirken und potenzielle Täter von Übergriffen abhalten. Eine Sichtweise, die offenbar auch zahlreiche andere Vereine im Kreis vertreten. Das Interesse an einer Teilnahme an den nächsten Kinderschutz-Kursen, so Leibold, sei im Altenburger Land bereits sehr groß.

Von Bastian Fischer

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