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Altenburg Sport im Altenburger Land entwickelt sich besser als Bevölkerung
Region Altenburg Sport im Altenburger Land entwickelt sich besser als Bevölkerung
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00:28 19.03.2018
Im Altenburger Land wächst der Anteil von Sportlerinnen und Sportlern an der Bevölkerung. Das zeigen auch die Teilnehmerzahlen bei Seniorensporttagen wie hier im Südbad Altenburg. Quelle: Reinhard Weber
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Altenburg

Der Sport im Altenburger Land trotzt dem demografischen Trend. Wie aus der jährlichen Bestandserhebung des Kreissportbundes (KSB) hervorgeht, büßte der KSB zwar Mitglieder ein, aber deutlich weniger als der Kreis im Verhältnis dazu an Einwohnern verlor. Demnach stieg der Anteil der Bevölkerung, der in Sportvereinen organisiert ist, zum Stichtag am 28. Februar auf 17 Prozent. Vor einem Jahr hatte der Organisationsgrad noch bei 16,9 Prozent und Anfang 2015 bei 16,7 gelegen. Zur Bestmarke von 17,6 Prozent anno 2012 fehlt aber noch ein Stück.

Konstante Zahlen sind Erfolg

„Wir haben einen minimalen Rückgang von 80 Mitgliedern“, sagte KSB-Geschäftsführer Ulf Schnerrer mit Blick auf die derzeit 15 537 Menschen in hiesigen Sportvereinen. „Das bewerten wir als stabile Entwicklung.“ Eine Einschätzung, die auch die 15 608 Mitglieder, die man vor drei Jahren verzeichnete, stützt. Angesichts eines schrumpfenden Kreises sei das Halten bereits ein Erfolg, so Schnerrer weiter. Gerade auch, weil der KSB sich damit gegen den Trend im Land entwickle. Denn auch im Landessportbund sinken die Mitgliederzahlen.

„Wir sind stolz, dass der Sport weiterhin die größte organisierte Bürgerbewegung im Kreis ist“, erklärte Schnerrer. Dabei sei das Angebot von 61 Sportarten ebenso konstant. Die Anzahl der Vereine sei von 138 im Vorjahr auf nun 140 sogar leicht wachsend. „Das wiederum entspricht dem gesellschaftlichen Trend der zunehmenden Individualisierung.“ Schließlich seien Interessen in Ein- oder Zweispartenvereinen einfacher zu koordinieren. Diese bergen aber den Nachteil, dass man ums immer knapper werdende Personal konkurriert. „Jeder Verein braucht Vorstände und Übungsleiter.“ Auch die Doppelstrukturen wären vermeidbar. So wäre es effektiver, wenn sich mehrere Vereine eine Geschäftsstelle oder technische Geräte teilen würden.

Kegler sind im Landesvergleich besonders stark

Bei den Sportarten bleibt der Fußball mit fast 3500 Mitgliedern im Kreis König. Gefolgt von Turnen, was knapp 800 Menschen weniger betreiben. Dahinter landen allgemeiner Sport sowie Behinderten- und Rehasport. Eine Besonderheit ist laut Schnerrer die Stärke der Kegler im Altenburger Land, die sich in 836 Mitgliedern und Platz fünf manifestiert. „Das ist landesweit bemerkenswert, weil Kegeln sonst nicht so stark ist“, sagte der Vereinsberater. Immerhin knapp 30 Vereine bieten diese Sportart an.

Die Clubwertung führen weiterhin die beiden großen Altenburger Vereine Aufbau mit 1059 und Medizin mit 944 Mitgliedern an. Dann kommt lange nichts und zwischen dem drittplatzierten TSV Nobitz (469 Mitglieder) und dem Zehnten Tanzkreis Altenburg (322) liegen keine 150 Leute.

Altenburger Land ist weiblicher Sportkreis

Nimmt man die Vereine näher unter die Lupe, fällt auf, dass mit 110 sieben Clubs mehr als im Vorjahr Kindersport anbieten, aber mit 3393 Unter-14-Jährigen etwas weniger Kindern (-33 zu 2017). „Hier stimmen wir mit der demografischen Entwicklung überein“, erklärte Schnerrer, der jedoch zu bedenken gibt, dass weniger Kinder in Vereinen auch mit der Vielfalt vor allem medialer Konkurrenz zu tun hat.

Aus der Rolle fällt der Sport im Altenburger Land hingegen in Sachen Frauenquote. Mit über 42 Prozent „sind wir ein sehr weiblicher Landkreis und waren im Vorjahr der weiblichste in ganz Thüringen“, sagt der 44-Jährige. Viel wichtiger aber sei die Ausbildung der Aktiven. Um die 50-Prozent-Quote bei Lizenzinhabern unter den rund 1000 Übungsleitern zu halten, setzt der KSB auf Weiterbildung und bietet Mitte April den Grundkurs für Trainer an.

Von Thomas Haegeler

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