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Sportabzeichen-Tour verzeichnet über 1500 Teilnehmer und erntet Lob

Sportabzeichen-Tour verzeichnet über 1500 Teilnehmer und erntet Lob

Mächtige, dunkle Wolken drohten mit Regen. Doch der Himmel hielt und pünktlich zu den Wettbewerben für jedermann ließ sich gestern Nachmittag sogar die Sonne auf dem Leichtathletik-Gelände auf dem Pfefferberg blicken.

Schmölln.

Aber nicht nur Klärchen strahlte in Schmölln. Auch die über 1500 Teilnehmer, die sich an den Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens versuchten, waren bestens aufgelegt bis begeistert. Gleiches galt für die Veranstalter und prominenten Unterstützer der Station auf der Jubiläumstour. So lobten sowohl Ex-Weltklasse-Zehnkämpfer Frank Busemann als auch der einstige Top-Stabhochspringer Danny Ecker und Skilanglauf-Olympiasiegerin Claudia Nystad sowie Vertreter der Sportbünde Leistungen und Organisation.

 

"Wir sind mehr als zufrieden", sagte der Geschäftsführer des Kreissportbundes, Horst Gerth, nachdem er eine knappe Stunde vor Toresschluss bereits über 1500 Teilnehmer auf dem Pfefferberg registrierte. "Besonders der Andrang am Nachmittag hat uns überrascht." Dabei habe man nach der hochwasserbedingten Verschiebung vor gut einem Monat wieder bei null anfangen müssen. Es hat sich aber gelohnt. Denn zusammen mit etwa einhundert ehrenamtlichen Helfern aus dem Altenburger Land, der Bundeswehr, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Landessportbund (LSB) organisierte er ein Event, das auf flammendes Interesse stieß und für Begeisterung sorgte.

 

Daran ließen etwa die Kinder der Klasse 3a von der Wilhelm-Busch-Schule in Altenburg nicht den Hauch eines Zweifels. Denn auf die Frage, ob es Spaß mache, hallte ein lautstarkes "Ja" zurück. Kein Wunder. Denn alle 17 Steppkes schafften beim Seilspringen die Norm fürs Sportabzeichen in Gold - immerhin 25 Durchschläge. Das traute Klassenlehrerin Heidemarie Löwe nicht allen Jungs zu. Aber Erik überzeugte sie als erster vom Gegenteil, nachdem bereits Cynthia, Liv Kristin, Linh Chi und all die anderen Mädels vorgelegt hatten. "Die Kinder haben sich sehr auf den Sportabzeichen-Tag gefreut", erzählte Löwe. "Sie springen ja auch bei uns auf dem Schulhof viel mit dem Seil."

 

Was die 25 Durchschläge der Steppkes wert sind, erfuhr der Autor dieses Beitrages dann am eigenen Leib. Denn Tour-Moderator Clemens Löcke überrumpelte mich und eh ich mich wehren konnte, hielt ich ein Seil in den Händen. Da Seilspringen früher sowohl beim Basketball als auch beim Boxen zum Trainingsalltag gehörte, setzte ich mir die Silber-Norm als Ziel. Dass ich die 50 Durchschläge schaffe, glaubten auch die Busch-Schüler. Trotz ihrer sensationellen Anfeuerungsrufe blieb ich spätestens nach 30 Durchschlägen im Laufschritt an den Spitzen meiner Sandalen hängen. Und nach jedem Fehler geht es wieder von null los. So sehr ich mich auch mühte, das reichte nicht mal für Bronze, wie mir der zählende Stabsunteroffizier Steven Dötsch im Anschluss zu verstehen gab. "Addiert man alles zusammen, wäre es aber locker Gold gewesen", meinte er. Das tröstete zumindestens etwas.

 

Da waren die Promis schon besser. Denn Claudia Nystad schaffte 117, Danny Ecker 154 und Frank Busemann gar 235 Durchschläge - neuer Rekord. Entsprechend schwer atmete der 38-Jährige noch Minuten später. "Das war anstrengend, jetzt muss ich mich erst mal eine Stunde hinlegen", witzelte Busemann dennoch. "Ich wollte eigentlich eine Viertelstunde durchspringen, aber dann dachte ich, das lässt du lieber." Nachdem er - wie auch Nystad und Ecker - bei allen Disziplinen mitgemacht und Tipps gegeben hatte, sparte er nicht mit Lob: "Es ist toll in der Umsetzung und alle haben gut mitgemacht. Besonders das Laufen und der Weitsprung waren bei fast allen sehr gut." Besonders im Weitsprung sei das nicht überall so, koordinativ seien die Kinder hier fit. "Überhaupt ist Schmölln von den 43 oder 44 Veranstaltungen, die ich mitgemacht habe, ganz oben dabei."

 

Ähnlich begeistert zeigte sich DOSB-Präsidiumsmitglied Petra Tzschoppe: "Ich habe den Verdacht, dass von den 12 000 Einwohnern Schmöllns heute die Hälfte hier ist. Sport verbindet und jeder kann hier seine Herausforderung finden." Ihre persönliche jedenfalls war das Rhönrad. "Über Kopf ist schon ein ulkiges Gefühl", sagt sie und schaut leicht schwindelig. Damit hatte Nori Opiela hingegen keine Probleme. "Das war geil", so der Ringer von Lok Altenburg.

 

Ziemlich gut fand Horst Gerth am Nachmittag auch noch den Spontanbesuch von Kugelstoßerin Christina Schwanitz, die bei ihrer Managerin in der Gegend war. Aus dem Stand schafft die Halleneuropameisterin 17,72 Meter. "Das war nicht eingeplant, aber toll", so Gerth. Eine Überraschung kommt eben selten allein.

Thomas Haegeler

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