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Sportler im Altenburger Land beleben Kreisjugendspiele neu

14 Jahre Pause Sportler im Altenburger Land beleben Kreisjugendspiele neu

Erstmals seit 2003 gibt es dieses Jahr im Altenburger Land wieder Kreisjugendspiele. Zunächst geht es mit elf Wettkämpfen in neun Sportarten wieder los. Möglich wurde die Wiederbelebung dank eines neuen Förderprogramms des Landessportbundes. Daneben unterstützt auch das Schulamt Ostthüringen die Initiative des Kreissportbundes.

Sportliches Quartett: Die Schulsportkoordinatoren Christian Pilz (l.) und Martina Lengowski-Fischer (2.v.r.) sowie Anja-Maria Leibold und Ulf Schnerrer vom KSB machen sich für Kreisjugendspiele stark.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Dieser Sportkalender ist etwas Besonderes. Denn neben der Übersicht über Termine, Kontaktdaten und Schulsportwettbewerbe enthält das Nachschlagwerk für Direktoren und Lehrer sowie Vereinschefs diesmal auch die Fakten zu Kreisjugendspielen. Und die finden im Altenburger Land dieses Jahr erstmals seit 2003 wieder statt, worauf das Wort „neu“ in den 150 seit Montag in gedruckter Form vorliegenden Kalenderexemplaren in roter Signalfarbe hinweist.

Dabei lässt es der Kreissportbund (KSB) als federführender Organisator mit elf Wettbewerben in neun Sportarten zunächst relativ ruhig angehen. „Es ist ein kleiner Anfang“, sagte KSB-Geschäftsführer Ulf Schnerrer zum Pressegespräch am Mittwoch. „Aber wir haben den Wunsch, dass die Kreisjugendspiele in den Folgejahren wachsen.“ Mit 700 bis 800 Teilnehmern rechnet Schnerrer dennoch zum Neubeginn.

Los geht es am letzten Augustwochenende mit Fechten, Ringen, Judo, Leichtathletik und Radball. Mitte/Ende September folgen dann Schach und Tischtennis – und Volleyball schließt den Reigen Anfang Dezember. Bereits vor den Sommerferien gab es die Wettbewerbe im Karate. Dabei wandern diese durch den Kreis, finden zwar hauptsächlich in verschiedenen Hallen Altenburgs, aber auch in Meuselwitz oder Langenleuba-Niederhain statt. „An einem Tag und einem Ort wäre das nicht machbar“, sagte Schnerrer. „Dafür sind die jeweiligen Anforderungen zu unterschiedlich.“

Möglich wurde die Wiederbelebung der etwas an die Kreisjugendspartakiaden der DDR-Zeit erinnernden Wettkämpfe aber nur durch ein neues Förderprogramm des Landessportbundes. „Wir haben die Kreisjugendspiele schon seit Jahren in unseren Leitlinien stehen“, so Schnerrer weiter. Aber es scheiterte immer an der Finanzierbarkeit. „Seit diesem Jahr gibt es beim LSB das Projekt zur Sportentwicklung, worüber wir 4000 Euro bekommen.“ Zusammen mit den Sponsoren Sparkasse Altenburger Land und Klinikum stehen insgesamt fast 5000 Euro zur Verfügung, die vor allem für Medaillen, Urkunden und zur Unterstützung der die Wettkämpfe vor Ort durchführenden Vereine eingesetzt werden.

„Wir sind glücklich, dass wir das zusammen auf die Reihe bekommen haben“, ergänzte Christian Pilz, Lehrer am Schmöllner Roman-Herzog-Gymnasium und Schulsportkoordinator des Schulamts Ostthüringen. „Erstmals gehen im Kalender Vereins- und Schulsport gemeinsame Wege.“ Durch die Kreisjugendspiele könne man auch exotischere Sportarten wie Radball oder Fechten anbieten, die nicht im Lehrplan stehen. „Zudem ist durch die Autorisierung des Schulamtes auch der Transport zu den Wettkämpfen gesichert.“

Anja-Maria Leibold hob jedoch mehr den Unterschied zu den Spartakiaden hervor. „Dort haben sich damals die besten gemessen, jetzt wollen wir auch die animieren, die noch nicht täglich Sport treiben, und sie gewinnen“, erklärte die KSB-Jugendkoordinatorin. Es gehe auch um einen Appell an die Lehrer, um mehr Kinder zu bewegen, so Pilz’ Kollegin Martina Lengowski-Fischer, die neben ihrem Job am Alfred-Kästner-Förderzentrum auch Schulsportkoordinatorin ist. Dann könne man im zweiten Schritt auch mehr Talente sichten und Mitglieder für die Vereine gewinnen.

Ziel aller Beteiligten ist es, die Gesundheit und Entwicklung des Nachwuchses zu fördern. „Die koordinativen und motorischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen sind definitiv rückläufig“, berichtet Pilz. Und Lengowski-Fischer ergänzt: „Irgendwann lässt dann die Leistungsfähigkeit insgesamt nach.“ Das bestätigt auch Leibold: „Immer mehr schaffen die Leistungen für das Sportabzeichen nicht.“ Deshalb wolle man gegensteuern.

Abgesehen davon will Pilz mindestens noch einem weiteren Phänomen trotzen. Schließlich habe der Nachwuchs aufgrund geänderten Freizeitverhaltens auch mit der Verbindlichkeit regelmäßigen Trainings ein Problem, so der Volleyballer. Als Aktion gegen ausfallenden Sportunterricht sieht er die Kreisjugendspiele aber nicht. Um die Ziele zu erreichen, organisieren er und seine Kollegin auch dieses Jahr wieder rund 50 Schulsportwettbewerbe für Grund-, Regel- und freie Schulen sowie Förderzentren und Gymnasien. Mit 3500 Euro unterstützt der Landkreis die Durchführung bis zum Schulamtsfinale und übernimmt zudem für rund 20 000 Euro den Transport.

Von Thomas Haegeler

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