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Altenburg Sportliche Präsente aus Altenburg für Partnerschule in Afrika
Region Altenburg Sportliche Präsente aus Altenburg für Partnerschule in Afrika
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00:33 04.03.2018
Klaus Hübschmann (M.) brachte mit einer kleinen Reisegruppe aus dem Altenburger Land Fußballtrikots und Fußbälle an die Partnerschule im kenianischen Mombasa. Quelle: privat
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Altenburg/Mombasa

Zur Hauptstadt von Kenia – Mombasa – haben Klaus Hübschmann und seine Familie eine besondere Beziehung. Wie viele andere Engagierte aus dem Altenburger Land ebenso. Denn in Mombasa hat der hierzulande beheimatete Verein „education4kenya“ eine Schule errichtet, die er auch dank der Unterstützung vieler Schülerpaten und Sponsoren betreibt und ausbaut.

Als der 70-jährige Schmöllner jetzt mit anderen Gleichgesinnten seinen rund dreiwöchigen Urlaub in dem afrikanischen Land verbrachte, so war dies fast logischerweise nicht nur ein rein privates Vergnügen. „Drei Tage waren wir sozusagen auch in offizieller Mission als Paten unterwegs, um die Schule und unsere Patenkinder zu besuchen“, sagt Hübschmann, der auch Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Ostthüringen ist. Und vor allem in dieser Mission war er im offiziellen Teil seiner Afrikamission auch nicht mit leeren Händen unterwegs.

„Wir hatten zahlreiche Trikots und Hosen und Fußbälle dabei, die an der Schule dringend für die sportliche Betätigung gebraucht werden.“ Dafür hatten Hübschmann und seine Mitstreiter zuvor im Altenburger Land und dem Umland mächtig die Werbetrommel gerührt. „Unter anderem hatten wir für diese Spenden neben unserem Kreisfußballausschuss den Thüringer Fußballverband, den Kreissportbund sowie die Eispiraten Crimmitschau mit im Boot, die sich mit eigenen Spenden beteiligten“, so der 70-Jährige.

Dass der Eishockey-Zweitbundesligist sofort mit von der Partie war, sei kein Zufall gewesen. Denn erst kürzlich hatte der stellvertretende Direktor der Schule, der auch für die außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie den Sport verantwortlich zeichnet, eine mehrwöchige Weiterbildung im Kreis sowie im nahen Crimmitschau absolviert und dabei gleich die Gelegenheit genutzt, seine Schule und Wünsche vorzustellen.

Recht abenteuerlich sei der Transport der Spenden – unter anderem je eine Garnitur Dresse und Hosen des Thüringer Fußballverbandes, der Stadt Schmölln und des ETC sowie acht Fußbälle – gewesen. „Das haben wir alles in unserem normalen Reisegepäck verstaut. Da hat beim Zoll schon mancher etwas komisch geschaut, warum wir solche Unmengen von Trikots und gleich acht Fußbälle dabei hatten. Aber alles ging dann reibungslos ab“, meint Klaus Hübschmann mit einem Schmunzeln.

Die Spenden kamen in Mombasa selbstverständlich sehr gut an. „Dass es dann gleich ein Fußballturnier gab, versteht sich von selber.“ Und was sich dabei zeigte: König Fußball hat auch in Mombasa einen hohen Stellenwert und zahlreiche Fans wie Talente.

Eine Eintagsfliege soll die Aktion keinesfalls bleiben. „Am 4. März soll dazu im Crimmitschauer Sahnpark zwischen allen Partnern eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet werden, in der eine dauerhafte Unterstützung festgeschrieben ist“, meint der Fußballchef.

Künftige Spenden, so die Idee des Initiators, sollen auch nicht mehr im privaten Reisegepäck gen Kenia gebracht, sondern geschickt werden. „Auf jeden Fall werden diese persönlichen Kontakte aber weiterhin bestehen bleiben. Wir werden in zwei Jahren wieder unseren Urlaub in Kenia verbringen und dann auch unsere Schule und die Kinder und Jugendlichen besuchen. Wie andere übrigens auch.“

Von Jörg Wolf

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