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Altenburg Sportparty: Schmöllner und Rositzer lassen es krachen
Region Altenburg Sportparty: Schmöllner und Rositzer lassen es krachen
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12:24 21.03.2016
Die Sieger und Platzierten der Sportlerumfrage von OVZ und Kreissportbund präsentieren sich am Ende der Jubiläumsparty im Kulturhof Kosma den Fotografen und knapp 500 Gästen.  Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

 Um 21.21 Uhr gibt es kein Halten mehr. Während die Spielleute der SG Schmölln/Gößnitz vor der Bühne jubelnd auf und nieder hüpfen, rasten ihre Fans auf dem Rang völlig aus. „So seh’n Sieger aus“, johlen einige in den mit knapp 500 Gästen ausverkauften Kulturhof Kosma, andere liegen sich in den Armen – und dazwischen fließen Tränen des Glücks. Was dem Spielmannszug der Titel „Mannschaft des Jahres“ bedeutet, bringt Vereinschefin Annett Beyer wenig später auf den Punkt: „Trotz einiger anderer Titel ist das unser bisher größter Triumph.“

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Viel Jubel zum Jubiläum: Dass die Sportlerumfrage auch noch 25 Jahren noch lange nicht am Ende ist, zeigte sich einmal mehr beim krönenden Abschlussparty am Sonnabend im Kulturhof Kosma.

Dem stehen die Judoka der Kampfgemeinschaft Schmölln/Altenburg in nichts nach. Zwar landen sie in der Teamwertung „nur“ auf Rang fünf, feiern jedoch genauso gnadenlos wie die Spielleute. Dass sie um 8 Uhr in der Früh zum Wettkampf nach Kamenz müssen, stört sie jetzt jedenfalls nicht. Kein Wunder. Denn Trainer Ivo Schöne sorgt als Sieger in der Kategorie Übungsleiter für mehr als ausgelassene Stimmung. Komplettiert wird der Erfolg der Knopfstädter durch Leichtathletin Katharina Witt, die sich den Titel „Sportlerin des Jahres 2015“ sichert. Diese Phalanx durchbrechen nur Aktive des SV Rositz, die den Nachwuchsbereich dominieren. Sie machen die 25. Sportparty, die die Krönung der von Osterländer Volkszeitung und Kreissportbund (KSB) veranstalten Publikumswahl darstellt, endgültig zu einem Schmölln-Rositzer Feier-Festival.

Von sprachlos bis strahlend

Fast eine Stunde nach ihrem Erfolg ist Katharina Witt noch immer ziemlich geplättet. „Ich war froh, es überhaupt auf den Stimmzettel geschafft zu haben und dann das“, sagt die gerührte 52-Jährige, die sich seit ihrer Heirat vor 32 Jahren daran gewöhnt hat, auf ihre prominente Namensvetterin angesprochen zu werden. Zu den ersten Gratulanten gehört Wolfgang Götze. „Wahnsinn“, meint der Vorsitzende des TuS Schmölln und Ex-KSB-Vize und gratuliert wenig später auch noch Thomas Riebel. „Wer hat denn gedacht, dass Katharina gewinnt, und du noch Zweiter wirst. Das zeigt, wie stark wir Schmöllner sind.“

Dass Riebel seinen zweiten Titel als Sportler nach 2003 verpasst hat, grämt ihn indes kein bisschen. „Es war wahnsinnig knapp, keine 30 Stimmen, das ist toll“, meint der 52-jährige Justizangestellte strahlend. „Ich bin glücklich. Das ist ein Erfolg für Schmölln und die Leichtathletik.“ Als der Kugelstoßer das sagt, zeigt das Männerballett des Faschingsvereins Motor Altenburg seine Art „leichter“ Athletik und bringt damit nicht nur sich ins Schwitzen. Für viele – vor allem weibliche Gäste – ist das ein weiterer Höhepunkt des Abends. Auch wenn die Herren diesmal ihre Klamotten anlassen.

Apropos Leichtathletik: In die Annalen der Sportlerumfrage wird ganz sicher Louis Fuchs eingehen. Denn der Nachwuchssportler des SV Rositz hat im Vergleich zu seinem Sieg vor zwei Jahren noch mal fast 1500 Stimmen draufgelegt, knapp die Hälfte aller 8698 in seiner Kategorie abgegebenen Tipps auf sich vereint und damit die Konkurrenz ähnlich abgehängt wie bei so manchem Wettkampf. Dem entsprechend strahlt der Zwölfjährige. „Ich freue mich riesig“, sagt er und Mama Jana Fuchs findet es einfach nur „sehr cool“.

Erst mal einen Schnaps

Den Rositzer Erfolgsreigen eröffnet hat aber Kunstradfahrerin Anne-Katrin Eckert. Als die Radartistinnen auch noch zum Nachwuchsteam 2015 gekürt werden, braucht Trainerin Sylvia Kummer erst mal einen Schnaps. „Perfekt, mehr geht nicht“, sagt sie im Anschluss. Das Geheimnis des siebenten Titels ihrer Kunstradfahrerinnen in Folge will sie aber nicht verraten. „Wir tun alles für die Kinder, machen Reklame und ich freu’ mich immer wieder.“

Während Sylvia Kummer die frohe Kunde schon per Kurznachricht in die Welt schickt, versucht Annett Beyer vergeblich, Thomas Schade anzurufen. Somit erfährt der musikalische Leiter erst später, dass seine Spielleute bei ihrer Premiere auf dem Stimmzettel gleich gewonnen haben. „Seine Frau feiert einen runden Geburtstag“, erklärt die Vereinschefin, warum der Vater des Erfolgs zur Ehrung abwesend ist. Man freue sich aber auch deshalb, weil sich viele Leute fragen, was das Spielmannswesen überhaupt mit Sport zu tun habe.

An der sportlichen Leistung der Spielleute-Union hat Ulf Schnerrer jedenfalls keinerlei Zweifel. Ihm sei eher unklar, wie man es schaffe, zwei Stunden im Takt durchzuspielen und dabei noch einige Kilometer zu Fuß zurückzulegen, sagt der KSB-Geschäftsführer, als der Spielmannszug um 19.35 Uhr erstmals mit einer Kostprobe des eigenen Könnens den Kulturhof zum Beben bringen. Die Nervosität des 43-Jährigen ist da – trotz Beginn mit 15-minütiger Verspätung – schon lange verflogen. Sein erleichtertes Fazit zur Party-Premiere der neuen KSB-Führungsriege: „Alles ist gut. Ich freue mich, dass um Mitternacht noch getanzt wird.“

Von Thomas Haegeler

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