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Sportvereine im Altenburger Land öffnen sich für Flüchtlinge

Integration Sportvereine im Altenburger Land öffnen sich für Flüchtlinge

Die Zahl der Sportvereine im Altenburger Land, die sich gezielt für Flüchtlinge öffnen, nimmt zu. Wie Ulf Schnerrer, Geschäftsführer des Kreissportbundes, berichtet, sind die speziellen Trainingsmöglichkeiten für Asylbewerber in den vergangenen Monaten von zwei Angeboten auf elf angestiegen.

Vereint nach einem Training bei den Handballern von Aufbau Altenburg.

Quelle: Olaf Schmidt

Altenburg.

Gerade der Sport sei eine gute Möglichkeit, dass freundschaftliche Kontakte zwischen Asylbewerbern und Menschen des Landkreises entstehen und somit auch die Integration vorangetrieben wird, meint Schnerrer und erläutert: „Man verfolgt als Mannschaft ein Ziel, kann sofort mittrainieren, und die Sprache spielt meistens eine untergeordnete Rolle.“ Die Vereine würden ganz unterschiedliche Ansätze verfolgen, um Flüchtlinge zu integrieren. Mal können Asylbewerber beim Training mitmachen, mal spielen sie einfach in den Mannschaften mit, mal gibt es spezielle Sportangebote für Flüchtlinge.

Beim SV Osterland Lumpzig, einem Vorreitern unter den Sportvereinen, gehören inzwischen fünf Eritreer zur ersten und zweiten Mannschaft. „In unserem Team sind generell alle für neue Mitglieder offen“, sagt Vorsitzender Torsten Hiller. Bereits vor mehr als acht Jahren habe man Kosovoalbaner mit ins Team geholt, danach auch schnell Menschen aus anderen Herkunftsländern. Hiller sieht es nicht nur als gesellschaftliche Aufgabe von Sportvereinen an, Flüchtlinge zu integrieren, sondern beschreibt auch Vorteile für den Verein: „Wenn zum Training mehr Leute da sind, ist das auch schön.“

Mit 3600 Euro förderte der KSB die Initiativen zur Integration von Asylbewerbern in Sportvereine im vergangenen Jahr. Das Geld floss nicht nur in neue Trainingsgeräte und Kleidung, sondern auch für Fahrten zu den Sportstätten. Schnerrer betont, dass die Integration aber nicht nur während des Trainings laufe. „Die Aktiven helfen bei Behördengängen, vermitteln Praktika oder unternehmen gemeinsam etwas mit den Flüchtlingen.“ Hiller ergänzt, dass dabei auch Freundschaften entstanden seien.

Auch wenn die Zahl der Vereine, die sich gezielt für Flüchtling engagieren, zunimmt, gibt es noch Entwicklungsmöglichkeiten. Relativ gesehen bieten gerade einmal sieben Prozent der Sportvereine, die im KSB organisiert sind, diese Möglichkeit an. Deshalb will der Kreissportbund auch im neuen Jahr wieder finanzielle Förderungen für entsprechende Projekte ermöglichen. „Wir sehen uns zudem als Bindeglied zwischen den Vereinen und der Migrationsbeauftragten“, so Schnerrer.

Von Jenifer Hochhaus

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