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Altenburg Sprachen im Fokus der Kreisvolkshochschule
Region Altenburg Sprachen im Fokus der Kreisvolkshochschule
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20:44 13.02.2012
Altenburg

Von Frauke Sievers

Angeboten werden in Altenburg Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Norwegisch. Auf Nachfrage könnten auch Russisch- und Tschechischkurse ins Programm genommen werden, hieß es.

Paradebeispiel war auf der Pressekonferenz der VHS eine Teilnehmerin, die vor zehn Monaten mit ihrem Mann aus Ungarn nach Altenburg gekommen ist. Szilvia Lèvi spricht neben ihrer Muttersprache noch Englisch und Portugiesisch und ist inzwischen auch in der deutschen Sprache fit. "Als ich herkam, konnte ich gerade mal 'Guten Tag' sagen", erinnert sich die Ungarin. "So schnell wie bei Szilvia Lèvi geht es natürlich nur, wenn man in ein Land geht, um die Sprache zu lernen. Dann hat man eine andere Motivation", so Gudrun Pfeiffer, die auch Unerfahrene begeistern möchte. "Es ist nie zu spät, eine Sprache zu lernen", sagte sie, betonte aber: "Es geht nicht ohne Anstrengung. Lernen muss jeder selbst."

In die Volkshochschule kämen überwiegend Menschen, die im Bildungssystem der DDR Russisch gelernt haben, das aber in der Praxis bisher nicht anwenden konnten. Viele würden gern Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch lernen, um im Urlaub davon zu profitieren. Die Angst, Fehler zu machen, nimmt Gudrun Pfeiffer schon im Voraus: "Die Fehlertoleranz in anderen Ländern ist viel größer als man denkt. Wichtig ist ein Mindestmaß an Vokabular, um sich zu verständigen. Die Grammatik kommt mit der Übung." Bei Einstufungstests auf der Homepage der Volkshochschule könne jeder seinen derzeitigen Wissensstand überprüfen. Neu im Bereich Sprachen ist das technische Englisch, das auf den beruflichen Alltag ausgerichtet ist. Die VHS will Teilnehmer ansprechen, die bei ihrer Arbeit mit technischen Problemen auf Englisch konfrontiert werden, beispielsweise Handwerker, Facharbeiter oder Azubis in technischen Fachrichtungen.

Nicht nur Sprachen bietet die VHS. Neu ist auch das Atelier, in dem seit Ende des vergangenen Jahres gewerkelt wird. Im Frühjahrssemester findet dort unter anderem ein Grundkurs im Schneiderhandwerk statt, es können "schöne Dinge fürs Wohnen" selbst gestaltet werden, außerdem gibt es eine Filzwerkstatt, Malen mit Pastellkreide, Töpfern und Landschaftsmalen mit Mischtechnik (Töpfern, Strukturpaste, Malen). "Bisher mussten wir dafür die Klassenräume nutzen und hinterher immer alles wieder wegräumen", sagte Gudrun Pfeiffer. Der neue Raum ist ausgestattet mit Holztischen und Hockern, einer Tafel, Nähmaschinen, die in einem Schrank verstaut sind. "Wer nicht zu Hause auf dem Sofa allein basteln möchte, hat hier die Gelegenheit, sich zu treffen und mit anderen auszutauschen."

Darüber hinaus gibt es erstmals ein Seminar "Internet-Werkstatt - Meinung bilden, Mitreden können, Machen". Ziel ist es zu vermitteln, wie neue Möglichkeiten des Internets genutzt werden können. Es geht um soziale Netzwerke, Online-Banking, das Einkaufen übers Internet, die Vorteile dessen, aber auch um Sicherheitsprobleme.

Seit vergangenem Monat läuft auch ein Fotowettbewerb. Teilnehmer und Kursleiter können während der Seminare Fotos schießen, die zum Teil auf der Homepage veröffentlicht werden sollen. Die besten Bilder werden mit Gutscheinen für die VHS prämiert.

Dieses Jahr bietet die Volkshochschule 428 Kurse an. 2011 lag die Teilnehmerzahl bei 6400, davor waren es etwa 7000. "Der demografische Wandel geht auch an uns nicht vorbei", begründete Gudrun Pfeiffer den Rückgang. Sie erhofft 2012 ähnliche Zahlen wie 2011.

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