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Altenburg Sprechstunde im Teddy-Krankenhaus mit ernstem Hintergrund
Region Altenburg Sprechstunde im Teddy-Krankenhaus mit ernstem Hintergrund
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18:00 15.05.2017
Nicht nur Teddys wurden behandelt. Bei Arzt Till Dressler konnten Kinder wie Klara per Ultraschall einen Blick in ihren eigenen Bauch werfen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

„Übermorgen kann er wieder laufen“, tröstete Helga Poppe ein kleines Mädchen, das seinen Teddy verarzten ließ. Die Krankenschwester hatte viel zu tun, denn „Patienten“ gab es am Sonnabend reichlich. Schließlich fand im Klinikum in Altenburg das Teddy-Krankenhaus statt. Auch die Chefin der Kinder-Klinik, Kerstin Ehrentraut, erzählte schmunzelnd, dass sie schon mindestens 60 Plüschtiere geimpft habe. Einmal im Jahr lädt ihre Station Eltern und Kinder zur Teddy-Klinik ein. „Niemand geht gern ins Krankenhaus. Das trifft auf Erwachsene zu – und erst recht auf Kinder“, so Ehrentraut. Das Teddy-Krankenhaus solle in erster Line Kindern die Angst nehmen, habe aber auch einen pädagogischen Ansatz und ermögliche zudem den Eltern, in lockerem Rahmen mit Ärzten und Schwestern ins Gespräch zu kommen.

An 13 Stationen konnten sich die Besucher informieren oder die mitgebrachten Plüschtiere behandeln lassen. Am beliebtesten war natürlich die Puppendoktor-Sprechstunde. Doch auch der Ultraschall kam bei den Kindern gut an, nicht zuletzt, weil dort via Ultraschall ein Blick in den eigenen Körper möglich war. Ebenfalls hoch im Kurs standen der Operationssaal, in dem einem Teddy mit akuter Gummibärchen-Vergiftung mit echtem minimalinvasiven OP-Besteck Süßigkeiten aus der Bauchhöhle geholt werden konnten. Für Staunen sorgten auch der Frühchen-Brutkasten und das Krankenauto.

„Wir waren schon vergangenes Jahr hier. Weil es den Mädchen sehr gut gefiel, sind wir wiedergekommen. Außerdem finde ich es toll, wenn sie so lernen, dass sie sich vorm Arztbesuch nicht zu fürchten brauchen, sondern dass das etwas ganz Normales ist“, plauderte Nicole Becker, während ihre Töchter Emmylou und Lotta besorgt und mit großen Augen verfolgten, wie ihrer Puppe ein Verband angelegt wurde. „Und ich habe die Möglichkeit genutzt, mich zum Thema Impfungen zu informieren“, ergänzte die Mutter.

Hunderte Besucher taten es ihr gleich und schauten bis 12 Uhr beim Teddy-Krankenhaus im Klinikum vorbei.

Von Jörg Reuter

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