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Spundwände schließen Halbkreis

Spundwände schließen Halbkreis

Im Bau befindet sich jetzt auch der zweite Bauabschnitt der Hochwasserschutz-Sofortmaßnahme hinter der Hufewiese und dem Dammweg in Treben. Im Anschluss an den neu aufgeschütteten Schutzwall werden auf einer Länge von 130 Metern Spundwände in die Erde gerammt.

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Gebaut wird derzeit an der Spundwand, die sich in Treben an den gerade angelegten neuen Deich hinter der Hufewiese anschließt. Vorarbeiter Enrico Bauer ist froh darüber, dass die Schutzmauer so zeitnah errichtet wird. Denn sein Haus steht auf dem dahinter liegenden Dammweg und ist vom jüngsten Hochwasser überflutet worden. Fotos: Frank Schmidt

Quelle: Frank Schmidt

Die Schutzmauer reicht bis an die Bundesstraße 93.

 

"Ich bin froh, dass die Schutzwand gleich im Anschluss an den neuen Damm gebaut wird", sagt Enrico Bauer, Vorarbeiter auf der Baustelle. Der 50-Jährige weiß sehr genau, wie wichtig es ist, den Hochwasserschutz an dieser Stelle schnell komplett zu machen. Denn Bauer ist eines der Flutopfer, das im Dammweg in Treben wohnt und heute noch mit der Beseitigung der Folgen des Hochwassers in seinem Haus beschäftigt ist.

 

"Als Gemeinde haben wir darauf gedrängt, sofort im Anschluss an den ersten Bauabschnitt auch den zweiten zu realisieren. Nur die Hälfte zu bauen, das hätte keinen Sinn gemacht", sagt Trebens Bürgermeister Klaus Hermann (CDU). Der Halbkreis müsse geschlossen werden, sonst würde das Wasser bei der nächsten Flut nach dem neuen Damm wie in einer Wanne zusammenlaufen. "Das letzte Wohnhaus, was auf der linke Seite in Richtung Altenburg steht, bleibt aus Kostengründen bei dieser Schutzmaßnahme außen vor", erklärt Hermann auf OVZ-Nachfrage.

 

Bei einen Vor-Ort-Termin habe man davon auch Landrätin Michaele Sojka (Linke) überzeugt. Die Kreischefin habe dabei auch das Gespräch mit Anwohnern des Dammwegs gesucht.

 

"Sowohl der neue Deich als auch die Schutzwand sind auf ein sogenanntes HQ 100 ausgelegt. Die Spundwände ragen deshalb eineinhalb Meter aus der Erde und sind damit auf dem gleichen Niveau wie der Deich", so der Bürgermeister.

 

Die Kosten für die Schutzwände, die eine Haselbacher Firma einbaut, belaufen sich auf rund 163 000 Euro. Einschließlich des Dammes wird die Hochwasserschutzmaßnahme am Ende mit 350 000 Euro zu Buche schlagen. Bis Mitte August soll das komplette Projekt abgeschlossen sein.

 

Nach den Auswirkungen auf Fockendorf, das auf der anderen Seite der Pleiße liegt, befragt, sagte Hermann: "Dazu kann man im Augenblick noch nichts sagen. Da müssen wir abwarten, was die hydrologischen Berechnung ergeben. Erst dann kann über Schutzeinrichtungen für unsere Nachbarn geredet werden. Im Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz für die Pleiße waren ja Maßnahmen enthalten."

 

Während die Fockendorfer also abwarten müssen. steht in Treben die nächste Baumaßnahme für den Hochwasserschutz bereits an. "Der Deichneubau in Serbitz soll bereits im September und nicht erst im nächsten Jahr beginnen. Die Baugenehmigung dafür liegt bereits vor", berichtet der hochwassererfahrene Bürgermeister, der mit dieser Entwicklung sehr zufrieden ist. Denn in der Vergangenheit hatte es immer wieder Diskrepanzen zwischen der Gemeinde und der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie gegeben. Nachdem beim Juni-Hochwasser Serbitz überflutet und die Einwohner evakuiert werden mussten, geht es nun ganz schnell mit dem Neubau des Deiches. © Kommentar Seite 11

Marlies Neumann

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