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Staatsanwälte schließen Fremdverschulden aus – Stadt Altenburg lässt Todeshaus verschließen

Verstorbene Annette Fischer Staatsanwälte schließen Fremdverschulden aus – Stadt Altenburg lässt Todeshaus verschließen

Im Fall des rätselhaften Todes der Altenburger Stadt- und Kreisrätin Annette Fischer (Linke) wartet die Staatsanwaltschaft weiter auf das vollständige Obduktionsergebnis. Derzeit kann nur Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Unterdessen sorgte die Stadt Altenburg dafür, dass das Haus, in dem Fischer starb, verschlossen wurde.

Weil die Eigentümer nicht greifbar waren, hat die Stadt Altenburg das Haus Am Steinweg 9 nun verschließen lassen. Dort war Stadt- und Kreisrätin Annette Fischer (Die Linke) vor einigen Wochen zu Tode gekommen.

Quelle: Thomas Haegeler

Altenburg. Auch gut fünf Wochen nach dem rätselhaften Tod von Stadt- und Kreisrätin Annette Fischer (Linke) wartet die Staatsanwaltschaft Gera weiter auf das vollständige Obduktionsergebnis. Alles, was die Ermittler bisher ausschließen können, ist Fremdverschulden. Dafür seien keine Beweise gefunden worden, teilte Behördensprecher Martin Zschächner auf Nachfrage mit. Wie lange es dauert, bis auch die anderen Erkenntnisse vorliegen, konnte er jedoch nicht sagen.

Unterdessen hat sich am Todesort der Kommunalpolitikerin etwas getan. So veranlasste die Altenburger Stadtverwaltung, dass das Haus Am Steinweg 9 verschlossen wird. Das übernahm eine Firma am Donnerstag vergangener Woche. Dabei schraubten drei Handwerker Bleche vor offene Fenster und Türen, brachten an den Garagen Spezialschrauben an, die nur von innen wieder gelockert werden können. Dabei dürfte ihnen allerdings schlecht geworden sein. Schließlich gleicht das Innere des Objektes einer Müllhalde.

Das nun verschlossene Gebäude am Steinweg ist drinnen völlig vermüllt

Das nun verschlossene Gebäude am Steinweg ist drinnen völlig vermüllt.

Quelle: Thomas Haegeler

Auch der Zugang zum Garten wurde mit einem Bauzaun verschlossen, der so gebogen wurde, dass er das Loch an der Hofseite verschließt und ungebetenen Gästen den Zutritt verwehrt.

Allerdings war der Weg bis dahin steinig. Denn die Hürden, dass die öffentliche Hand auf einem Privatgrundstück tätig werden darf, sind hoch. Wie Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) auf Nachfrage mitteilte, schrieb man den zugänglichen Teil der Erbengemeinschaft an und forderte ihn auf, „einen Zustand herzustellen, dass man das Haus nicht mehr betreten kann“. Für die anderen drei Erben gebe es keinen Ansprechpartner. „Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass im Gebäude ein tragisches Ereignis stattgefunden hat, berufen wir uns auf eine Gefährdung. Zumal die Gefahr besteht, dass Menschen reingehen, die sehen wollen, wie es da aussieht.“

Die erreichbare Erbin meldete sich laut Wolf inzwischen und erklärte sich einverstanden mit der Maßnahme, teilte aber auch mit, kein Geld zu haben, um sich daran zu beteiligen. Nun plant die Stadt eine Zwangsvollstreckung gegen die Erbengemeinschaft, um die Kosten für die Ersatzvornahme aus dem Erlös der Versteigerung ersetzt zu bekommen. Deshalb darf man diese nicht nennen.

Nach OVZ-Informationen hat die Städtische Wohnungsgesellschaft Interesse an dem Haus. Schließlich besitzt man bereits die angrenzenden Grundstücke in der Puschkinstraße und will diese sanieren.

Von Thomas Haegeler

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