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Altenburg Stadt Altenburg gibt Johannisgraben als Interim frei
Region Altenburg Stadt Altenburg gibt Johannisgraben als Interim frei
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16:01 16.02.2018
Wurde am Freitag vorläufig für den Verkehr wieder freigegeben: der Johannisgraben. Im nächsten Jahr wird er noch einmal zur Baustelle. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Aufatmen in der Altenburger Innenstadt: Nach einem halben Jahr Sperrung samt Schmutz und Lärm können seit Freitag wieder Autos durch den Johannisgraben rollen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, ist der grundhafte Ausbau der Straße so weit vorangekommen, dass sie zumindest teilweise über den Winter freigegeben werden kann. Endgültig beenden will man die Baustelle dann im Frühjahr. Ein Manko, dass die Stadtverwaltung den Altenburgern mit einer kostenlosen Parkmöglichkeit bis Jahresende versüßt.

Der Johannisgraben wurde auf der gesamten Länge von der Schmöllnschen Straße bis zur Johannisvorstadt asphaltiert. Nur die Gehwege und ein Teil der Parkflächen werden dieses Jahr nicht mehr fertig. Grund dafür ist die Schließung des Steinbruchs in China, aus dem man die Granitsteine für Parkplätze, Fußwege und Borde beziehen wollte (die OVZ berichtete). Damit dennoch auch Fußgänger den Johannisgraben über die Wintermonate gefahrlos nutzen können, wurden auch die Gehwege mit einer dünnen Asphaltdecke befestigt.

„Wir sind gerade dabei zu suchen, ob wir nicht andere Materialien bestellen können“, sagte die Sachgebietsleiterin Tiefbau, Ines Rösler. „Es ist auch für uns eine unbefriedigende Situation, aber es lässt sich nicht ändern.“ Daher bleibe ein Teil der Straße Baustelle. Die kann wiederum frühestens ab März weitergeführt werden. Vorausgesetzt, dass bis dahin Steine geliefert werden. „Somit befinden wir uns bei den Parkautomaten im Probebetrieb, so dass wir erst ab 1. Januar wieder Gebühren verlangen“, so Rösler weiter. Wie schon in der Johannisvorstadt sei es ab sofort bis Jahresende möglich, das Auto kostenlos abzustellen. Mit Parkscheibe funktioniere das bis zur Höchstparkdauer von drei Stunden.

Daneben hat die Stadt ein weiteres Ziel der Sanierung der Straße noch nicht erreicht. Wollte man den Johannisgraben zwischen Gerhard-Altenbourg-Straße und Schmöllnsche Straße ursprünglich beidseitig befahrbar machen, bleibt dieser zunächst Richtung Johannisvorstadt eine Einbahnstraße. Laut Rösler ändert sich das auch erst mit dem Abschluss der Baustelle. „Die Einführung des Zweirichtungsverkehrs ist zurzeit aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, so die Fachfrau. Dafür müsse erst die Fahrbahneinengung in der Schmöllnschen Vorstadt am Abzweig Langengasse beseitigt werden. „Im Begegnungsfall von Lkw und Pkw gibt es derzeit keinen Sichtkontakt.“

Abgesehen davon gelten im Johannisgraben und in der Theodor-Neubauer-Straße fortan auf allen ausgewiesenen Parkplätzen dieselben Regeln. Das heißt, sobald alles nächstes Jahr fertig ist, gibt es im Johannisgraben gebührenpflichtige Kurzzeitparkplätze mit einer Höchstparkdauer von drei Stunden – analog dem gesamten Stadtgebiet. Ausgenommen davon sind nur die Bewohner der Parkzone A mit gültigem Anwohnerparkausweis.

Die noch ausstehenden Arbeiten plant die Verwaltung dann im Frühjahr ohne nochmalige Vollsperrung der Zufahrtsstraße zur Innenstadt. Dazu gehören neben dem Bau der Fußwege und der westlichen Parkplätze auch der Abriss der Verengung Höhe Langengasse sowie die Bepflanzung auf dem nicht für den Verkehr benötigten Teil der Schmöllnschen Vorstadt 16.

Von Thomas Haegeler

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