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Stadt und Kleingärtner gehen ersten Schritt Richtung Park-Anlage

Stadt und Kleingärtner gehen ersten Schritt Richtung Park-Anlage

Normalerweise ist der Hauptweg zwischen den Altenburger Gartenanlagen Bauhof I und II am Sonnabendvormittag ziemlich menschenleer. Doch vorgestern herrschte dort ein Gewimmel wie in einem Ameisenhaufen.

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Geschafft: Unter den aufmerksamen Augen der Sparten-Chefs Dieter Seifert (l.) und Manfred Seibt gießt Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (r.) die neuen Pflanzen am frisch sanierten Verbindungsweg zwischen den Kleingartenvereinen Bauhof I und II in der Spinozastraße. Gepflanzt hatten diese zuvor über 60 Kleingärtner beider Vereine. Initiator der Aktion ist die Stadt, die hier einen Garten-Park errichten will.

Quelle: Jens Paul Taubert

Um die 60 Kleingärtner waren dort mit Schaufeln, Harken und Gießkannen unterwegs, um die Beete an den Rändern des von der Stadt hergerichteten 140 Meter langen Hauptweges zu bepflanzen.

 

"Wir brauchen noch Schaufeln", ruft einer der Helfer. Und schon machte sich der Chef der Anlage Bauhof I, Dieter Seifert, auf den Weg, um das benötigte Arbeitsgerät zu suchen und herbeizuschaffen. "Alle sind heute völlig freiwillig zugange. Diese Resonanz ist schon Wahnsinn", meinte Seifert und strahlte mit dem Spartenchef von Bauhof II, Manfred Seibt, um die Wette. "Wir mussten nicht groß nachfragen. Für diesen Einsatz waren alle sofort dabei", ergänzte Seibt.

 

Wenig später stießen auch Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und mehrere Parteifreunde hinzu, um mit anzupacken und die beiden 1,20 Meter breiten Randstreifen mit Blumenstauden in sechs Farben zu bepflanzen. Die rund 6000 Euro teure Bepflanzung konnte binnen kürzester Zeit dank der Unterstützung verschiedener Sponsoren beschafft und mit fachkundiger Beratung sowie Hilfe von Experten rechtzeitig in die Erde gebracht waren.

 

"Was heute hier passiert, ist schon Wahnsinn und macht einfach nur Spaß", meinte das Stadtoberhaupt. Für Michael Wolf waren diese vielen zupackenden Hände auch ein Beweis dafür, dass die Pächter in den beiden Bauhof-Sparten für ihre Anlagen brennen und die Entscheidung der Stadt, die Anlagen zu einem Kleingarten-Park weiterzuentwickeln, völlig richtig war. "Als der Beschluss gefasst war, den verbindenden Hauptweg grundhaft zu sanieren und zu einem Erlebnisweg zu entwickeln habe es eine regelrechte Kettenreaktion gegeben. "Das war ein richtiger Dominoeffekt. Einer nach dem anderen sagte Hilfe zu und leistete sie auch."

 

In den zurückliegenden Monaten wurde der Weg für 21 000 Euro aus dem Straßeninstandsetzungsprogramm der Stadt saniert und komplett gepflastert. Dass dies so schnell gegangen war, war für beide Spartenchefs "eine wunderbare und nicht für möglich gehaltene Geschichte".

 

Dass die Kleingärtner diesen neuen Hauptweg als ein Herzstück des wachsenden Garten-Parks wollen, bewiesen sie nicht nur mit ihrem Arbeitseinsatz. Auch zwei Bankpatenschaften übernahmen sie gleich mit. Die beiden Sitzgelegenheiten finden sich jetzt am Verbindungsweg. Für die beiden dazugehörigen Papierkörbe fungierte die SPD als Pate.

 

"Wir werden den Weg als neue Oase nun gemeinsam in Schuss halten", versprach Manfred Seibt. Keineswegs ist dieses Projekt mit der Bepflanzung abgeschlossen. Im Gegenteil. Es steht quasi erst am Anfang. Denn ein richtiger Weg der Sinne mit diversen Stationen, an denen Spaziergänger die Natur riechen, fühlen, tasten oder hören können, ist er noch nicht. "Das war zwar von einer Studentin im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit so angedacht und vorgeschlagen. Aber das wäre in einem Ritt nicht finanzierbar gewesen", erklärte Dieter Seifert. Es sei aber bei beiden Vorständen bereits beschlossene Sache, bei der nächsten Förderrunde für Kleingartenanlagen in Altenburg weitere Folgeprojekte für einen finanziellen Zuschuss anzumelden. Mit OB Wolf können beide auf einen namhaften Befürworter bauen. © Kommentar

Jörg Wolf

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