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Altenburg Stadtforum: Schnellschüsse statt Konzepte
Region Altenburg Stadtforum: Schnellschüsse statt Konzepte
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20:05 21.12.2012

Dies erklärten Johannes Schäfer und Peter Gzik gestern gegenüber OVZ. Beide gehören dem vierköpfigen Sprecherkreis des Forums an, das sich seit fast drei Jahren für Denkmalschutz und Stadtentwicklung engagiert.

Unmittelbar nachdem OB Michael Wolf (SPD) in der November-Stadtratssitzung über den Abbruch des Wohn- und Geschäftshauses informierte, habe sich das Stadtforum des Themas angenommen. So wurden die Fraktionschefs gebeten, unter anderem zu klären, ob nicht mit dem gleichen Aufwand wie für den Abriss auch eine Sicherung des Hauses möglich sei - als Voraussetzung für eine spätere Sanierung? Außerdem sei mit einem Kaufinteressenten, der sogar Inhaber eines Denkmalfachbetriebes ist, eine Vor-Ort-Begehung erfolgt. "Es zeigte sich, dass es zwar einen relativ hohen Sanierungsstau gibt, das Objekt aber sanierungswürdig ist. Durchaus vergleichbar mit anderen, im geschützten Sanierungsgebiet Altstadt bereits modernisierten Objekten", erläuterte Peter Gzik.

"Umso verwunderter sind wir über die Aussage von Herrn Wolf im Stadtrat, es gebe keinen Investor", so Johannes Schäfer. "Wir haben immer von einem seriösen Kaufinteressenten gesprochen. Und das weiß die Stadtverwaltung auch."

Zudem ist das Stadtforum über das plötzlich vorgelegte Tempo verärgert. "Das sind Schnellschüsse", sagte Schäfer. "Es wird nicht im Ansatz darüber nachgedacht, was eine Baulücke an dieser Stelle für den Straßenzug und das ganz Quartier bedeuten würde." Und vor allem, ob man für die Abrisskosten von 280 000 Euro nicht doch am Ende ein saniertes Haus haben könnte. Günter Neumann

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