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Altenburg Stadtmensch-Festival findet erstmals in Altenburg statt
Region Altenburg Stadtmensch-Festival findet erstmals in Altenburg statt
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00:33 11.05.2018
Die Protaginsten des Stadtmensch-Festivals. Mit ihren Offerten sollen Altenburger bislang unbekannte eigene Stärken und jene von Altenburg erkennen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Außergewöhnliches wird sich am Wochenende nach Pfingsten in der Skatstadt abspielen. Vom 24. bis zum 27. Mai findet in Altenburg das erste Stadtmensch-Festival statt.

„Zwei Jahre haben die Vorbereitungen von den ersten Ideen bis hin zur Umsetzung gedauert“, sagt Christian Horn, Direktor des Schloss- und Kulturbetriebs. Neben der städtischen Institution ist zudem der Förderverein der Zukunftswerkstatt vom Paul-Gustavus-Haus Stadtmensch-Initiator. Zudem sind zahlreiche weitere ehrenamtliche Vereine und Helfer mit ihren ganz speziellen Angeboten mit im Boot.

Zahllose Gestaltungsräume

Aber was ist eigentlich dieses Stadtmensch-Festival? Christian Horn muss einige Zeit nach der passenden Umschreibung suchen. Denn so ein komplexes Projekt hat es bislang in der Skatstadt noch nie gegeben. „Diese Stadt ist schon allein für sich ein Schatz mit ihren zahllosen beeindruckenden wie geschichts- und kulturträchtigen Ecken. Nur irgendwie gewinnt man da den Eindruck, die meisten Altenburger leben neben diesem ungemeinen Schatz nebenher. Die sich in so einem facettenreichen Ambiente bietenden, zahllosen kreativen Gestaltungsräume werden einfach nicht genutzt“, so Horn weiter.

Sicher – dies klingt ziemlich akademisch, trifft aber im Kern das derzeit in Altenburg vorherrschende Lebensgefühl. Das Stadtmensch-Festival will für jedermann außergewöhnliche Angebote machen, die eigene Kreativität, die im Laufe der zurückliegenden Jahre im Alltagstrott vielleicht ein wenig verschütt gegangen ist, wieder freizulegen.

18 Angebote

Über das lange Wochenende wird es insgesamt 18 verschiedene Angebote geben, die kreuz und quer über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind.

Im Marstall gibt es einen Tanzworkshop. Im Förderzentrum Erich Kästner in Nord steigt ein Haarschneideworkshop, im Friedrichgymnasium werden die Kulissen für das Theaterstück „Der eingebildete Kranke“ gebaut. Dort laden ebenfalls Graffitisprayer zum ungehemmten Bildermalen unter dem Motto „Altenburg. Eine Kulturstadt in Europa“ ein. Auch der Schlosskomplex ist nicht außen vor: Im Raum der Stille kann dort bei Meditationen die innere Ruhe gefunden werden, andernorts, in der Music Hall, steigt der Bandcontest, beim Kulturbund eine Ausstellung zu Heimat und Engagement, wie es auch andernorts Musik gibt. Sichten auf die vielfältigen Facetten des Ehrenamtes bietet zudem eine Fotoausstellung im Marstall, wie sich ebenso ein Gottesdienst auf der Teehauswiese unter dem Thema „Heldenzeit“ mit diesem Thema auseinandersetzt.

Eines ist allen gleich: Es wird von den aktiven Mitstreitern Kreativität der unterschiedlichsten Couleur verlangt. Aber ganz ohne Reglementierungen oder irgendwelche konkreten Vorgaben. „Egal, ob tänzerisch, malerisch oder bei diversen Gesprächsrunden sowie Ausstellungen soll dies geschehen. Manches geht auch über das Herkömmliche hinaus, beispielsweise bei einem speziellen Bewerbungstraining oder einem Haarschneidekurs, bei dem Kinder in die Rolle von Friseuren für Erwachsene schlüpfen“, so Horn.

Großstadtphänomen

Also soll auch über das bewusste Durchbrechen von scheinbar feststehenden Strukturen Raum für neue Kreativität gewonnen werden.

In Großstädten seien solche teilweise scheinbar völlig abstrakten Aktionen schon weit verbreitet. „Weil man damit den Menschen auch die notwendigen Anstöße gibt, ihre vielleicht ins Hintertreffen geratene Kreativität neu oder wieder zu entdecken. Zudem werden im Rahmen des Festivals auch Resultate geschaffen, an denen dann viele mitgewirkt haben. Was wiederum Identifikation für das Werk und auch Stolz schafft.“ Spuren wird dieses Wochenende in Altenburg aus jeden Fall hinterlassen. Beispielsweise im Bahnhofstunnel, der im Rahmen des Stadtmensch-Festivals mit dem Team von der Farbküche eine neue Gestaltung mit Graffiti bekommen soll.

Was vom Festival dann tatsächlich bei den Menschen hängen bleibt, vermag Horn noch nicht zu sagen. „Aber letztendlich liegt auch im Scheitern eine Chance, weil man dann weiß, was nicht geht.“

Der detaillierte Ablaufplan sowie eine Beschreibung der Stationen finden sich im Internet unter www.stadtmensch.org

Von Jörg Wolf

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