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Stadtrallye: Rund 140 Kinder und Jugendliche auf den Spuren prominenter Altenburger

Schnitzeljagd Stadtrallye: Rund 140 Kinder und Jugendliche auf den Spuren prominenter Altenburger

Rund 140 Kinder und Jugendliche haben sich am Sonnabend auf eine spannende Schnitzeljagd durch das Stadtgebiet gewagt. Dabei mussten sie verschiedene Aufgaben lösen und sogar eine Brücke bauen.

Am Einlaufbauwerk der Blauen Flut in Altenburg am Großen Teich: An der Station der Pfadfinder müssen die Teilnehmer eine Brücke bauen und überqueren.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Das Gewimmel auf dem Parkplatz vor dem Edeka-Markt an der Külzstraße glich jenem in einem Ameisenhaufen. Scharenweise hatten sich dort sichtlich aufgekratzte Mädchen und Jungen zusammen gefunden, um pünktlich ab 10 Uhr auf eine abenteuerliche wie unvergessliche Schnitzeljagd kreuz und quer durch die Skatstadt zu gehen. Äußeres Kennzeichen eines jeden Teilnehmers: Das mittlerweile schon zum Markenzeichen gewordene T-Shirt, das die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 15 Jahren als Teilnehmer der aktuellen Auflage der Stadtrallye auswies. Die Shirts nebst Verpflegungsbeutel gab’s vor dem Start der insgesamt 16 Teams. „Alles in allem waren somit an der 19. Auflage der Stadtrallye rund 140 Kinder und Jugendliche dabei“, konstatierte Mike Langer von den Organisatoren. Und mit dieser Resonanz war nicht nur Langer sichtlich zufrieden: „Rundherum finden zeitgleich so viele Feste statt, dass schon zu befürchten war, weniger Kinder anzulocken.“

Doch die Stadtrallye ist vor allem dank der zahlreichen ehrenamtlichen Organisatoren und Sponsoren zu einem einzigartigen Event mit Suchtgefahr geworden. So mancher Vati, so manche Mutti, die ihren kleinen Schützling an diesem Vormittag in die Obhut der Rallyemacher übergaben, waren schon selber als Kinder als „gelbe Teufel“ durch Altenburg unterwegs.

Schon beizeiten sozusagen Blut geleckt hat auch der zwölfjährige Moritz, der sich schon zum vierten Mal auf die Tour machte. „Man ist mit Freunden zusammen und lernt neue Leute kennen. Und man kann danach so viel erzählen, was man erlebt hat“, meinte er.

Zu erleben gab es wirklich einiges: Fast über das gesamte Stadtgebiet verteil waren insgesamt acht Stationen, die jedes Team auf einer anderen Route anzulaufen hatte. Und überall gab es spezielle Aufgaben zu lösen, die sich in diesem Jahr rund um historische und zeitgenössische Prominente der Stadt drehten. Ehe sich alle zur Abschlussparty im Südbad wieder zusammen fanden, ging es beispielsweise zum Staatsarchiv auf dem Schloss, in den Botanischen Erlebnisgarten, das Friedrichgymnasium, an den Großen Teich, in die Mäderschule, in die Bartholomäikirche, zu TV Altenburg und ans Theater.

Da wurden biografische Daten, Wohnorte oder Verdienste bekannter Persönlichkeiten ebenso erfragt, wie es ausgemachte Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen galt. Wie am Großen Teich bei den Pfadfindern. In einem Zelt weilte dort hoher Besuch: Kaiser Barbarossa. Um aber zu ihm zu gelangen, mussten die gelben Teufel eine Brücke über die Blaue Flut bauen und überqueren.

Josephine hatte allerdings einen etwas anderen Favoriten: Am Theater hatte die Sechsjährige im Team „Igel, Igel, Riegel, Sonnenklub" mit den anderen ein historisches Familienfoto der Familie Levy nachzustellen, auf dem sich einst die Akteure wie die berühmten Orgelpfeifen präsentierten. „Das hat Spaß gemacht, auch Annika, meiner besten Freundin. Aber nach der Strecke waren wir alle auch ganz schön kaputt“, sagt Josephine, die den Namenspatron für das Team, das Klassenmaskottchen „Igel Igor“ mit dabei hatte und mit ihm Erinnerungsbilder für die Klassenchronik gemacht hatte.

Am Ende im Südbad waren alle froh und stolz, die Rallye gut gemeistert zu haben. Und mancher nahm auch ein erstes Bad in den mit 20 Grad gar nicht so kalten Fluten. Und freut sich auf die Stadtrallye 2018, die mit der 20. Auflage ein Jubiläum erlebt. Josephine und ihre kleinen Mitstreiter wollen mit Igel Igor auf jeden Fall wieder dabei sein.

 

Von Jörg Wolf

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