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Altenburg Staffelstabübergabe in der AWA
Region Altenburg Staffelstabübergabe in der AWA
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00:38 28.05.2018
Altenburgs OB Michael Wolf (l.) wird von AWA-Chef Hans-Reiner Kasel (r.) und seinen Nachfolgern – Tochter Mandy und Christian Gerth – zur Festveranstaltung begrüßt. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Großer Bahnhof am Logenhaus in Altenburg. Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Institutionen gaben sich am Freitagnachmittag ein Stelldichein, um ein Vierteljahrhundert erster gemeinnütziger Aus- und Weiterbildungsverbund Altenburg (Awa) zu feiern. Sagenhafte 25 000 Azubis, Umschüler oder Teilnehmer an Fortbildungsmaßnamen und dergleichen sind in dieser Zeit für das Berufsleben fit gemacht worden. Von Anfang an ist der Verein mit Gründer und Chef Hans-Reiner Kasel verbunden. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte der 64-Jährige nun seine Nachfolger.

Der Name Kasel bleibt dem Verein erhalten

Das ist zum einen seine jüngste Tochter Mandy Kasel. Die 37-Jährige war in den vergangenen Jahren europaweit als Managerin erfolgreich tätig, so ihr stolzer Vater bei der Vorstellung. Ab 2019 soll sie das operative Geschäft übernehmen. Zum anderen präsentierte der scheidende Chef den stellvertretenden Geschäftsführer Christian Gerth, der einen großen Teil seiner bisherigen Ausbildung und Laufbahn im Awa absolviert hat, und der augenscheinlich ebenso das volle Vertrauen von Hans-Reiner Kasel genießt. „Komplett zurückziehen werde ich mich aber auch im kommenden Jahr nicht“, so Kasel im OVZ-Gespräch. Er werde weiterhin Geschäftsführender Vorsitzender des Vereins bleiben, und wie er auch zur Festveranstaltung ankündigte, „später noch durch ein scharfes Fernrohr“ auf die Entwicklung der Bildungsstätte schauen.

Diese hatte er im Mai 1993 aus der früheren Berufsschule des Altenburger Nähmaschinenwerkes geschaffen. „Damals waren das neben mir drei Angestellte und eine kaufmännische Halbtagskraft“, denkt Kasel gegenüber der OVZ zurück. Heute ist der Awa Arbeitgeber für 23 Mitarbeiter, die inzwischen vor allem junge Leute in den Fachbereichen Maschinenbau, Kunststoffverbundtechnik, Werkstoffprüfung, Qualitätsmanagement und Elektrotechnik/Automatisierung ausbilden. Neben den Azubis des dualen Systems ist der Awa weiterhin in der Erwachsenenqualifizierung tätig. „Die Gewichtung hat sich aber verändert. Anfangs war das unser Haupttätigkeitsfeld. Inzwischen ist es die Berufsausbildung“, bilanziert Kasel.

Awa Partner der Wirtschaft

Ungeachtet dessen ist die Sparte Qualifikation eine mit viel Zukunft in der Awa. Denn hier werden nicht nur Arbeitslose für den Wiedereinstieg in einen Job ausgebildet, vielmehr ist der Awa auch Partner großer Firmen, die hier oder vor Ort vom Awa ihre Mitarbeiter schulen lassen. „Unser Erfolgskonzept ist von Anfang an immer Leistungen nach den Bedarfen in der Wirtschaft anzubieten“, betont Kasel. Das schließt auch ein, dass die Ausbilder aus Altenburg in den Firmen auch im Ausland wie in Rumänien oder Österreich zeitweise tätig sind.

Nichtsdestotrotz finden die meisten Schulungen in Altenburg statt, wo der Awa in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich viel Geld in die Gebäude und Ausstattung investiert hat. „Der Awa ist ein gemeinnütziger Verein, damit alle Überschüsse wieder in die Bildungsstätte und deren Verbesserung fließen“, sagt Kasel, der auf einen großen Park hochmoderner Maschinen und Anlagen verweisen kann, wie sie auch in den Firmen zum Einsatz kommen. Eine Strategie, die von der Industrie geschätzt wird. Seit einigen Jahren ist der Awa zertifizierter Ausbildungspartner für Boeing und Airbus. Seit diesem Jahr ist die Bildungseinrichtung zudem CNC-Trainingspartner des Siemens-Konzerns, der in Altenburg die Belegschaft auf die digitalisierte Industrie 4.0 vorbereitet.

Von Jörg Reuter

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