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Altenburg Stahlrohrmöbel Gößnitz: Neues Werk in Ehrenhain avanciert zum Polster-Zentrum
Region Altenburg Stahlrohrmöbel Gößnitz: Neues Werk in Ehrenhain avanciert zum Polster-Zentrum
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00:33 15.11.2015
In Ehrenhain etabliert die Gößnitzer Stahlrohrmöbel GmbH ein Zentrum für Polsterarbeiten. Quelle: Jörg Reuter
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Ehrenhain

Die Gößnitzer Stahlrohrmöbel GmbH ist in Ehrenhain angekommen. Die Expansion durch die Gründung des neuen Produktionsstandortes im Nobitzer Ortsteil sei „vollkommen geglückt“, informierte Unternehmenssprecher Andreas Neuerburg. Das im Juni eröffnete Werk 2 sei inzwischen komplett in den Produktionsalltag integriert. Die neue, etwa 4000 Quadratmeter große Fertigungshalle stellt laut Neuerburg ab sofort das Zentrum für Polsterarbeiten der Gößnitzer Stahlrohrmöbel GmbH sowie der gesamten Stechert-Gruppe, zu der Gößnitz gehört, dar.

Seit Juni wurden in Ehrenhain bereits über 2000 Stadionsitze, 2000 hochwertige Polstersessel, 7000 Drehstühle sowie 2500 diverse Komplettpolster für Theater und Sitze für Busse gefertigt. „In Zukunft soll hier zudem ein modernes Holzbearbeitungszentrum zur Herstellung von Armlehnen, Polsterholz und weitere Holzkomponenten entstehen“, erläutert Neuerburg.

Durch das neue Werk seien nicht nur die Kapazitäten erweitert und die Fertigungstiefe erhöht worden. „Es wurde auch ein Zeichen für eine langfristige Produktion in der Region gesetzt“, verdeutlicht der Unternehmenssprecher. Mit dem neuen Standort seien 30 neue Arbeitsplätze entstanden. Zwölf ehemalige Mitarbeiter der in die Insolvenz geratenen Firma Göppel Bus GmbH würden die Teams in Ehrenhain und Gößnitz verstärken. Wie berichtet, hatte die Gößnitzer Firma einen Teil der Insolvenzmasse des früheren Fahrzeugherstellers in Ehrenhain übernommen und im Gewerbegebiet Thomelt-Grund die einstige Bus-Sattlerei gekauft. den Unternehmensangaben werden in den neuen Standort fast 1,5 Millionen Euro investiert.

Fakten zur Stechert-Gruppe

Die Gößnitzer Stahlrohrmöbel GmbH gehört zur Stechert-Gruppe mit Sitz im mittelfränkischen Wilhermsdorf, die sich aus vier Firmen zusammensetzt. Die drei anderen Unternehmen sind die Stechert Stahlrohrmöbel GmbH, die STW GmbH und die TIL GmbH.

Mit fast 300 Mitarbeitern in vier Werken an drei Standorte, ist die Stechert-Gruppe nach eigenen Angaben „ein solide geführtes mittelständisches Unternehmen“. Sie agiert seit über 60 Jahren in Deutschland und produziert Objektmöbel, ist zudem im Segment der Sportstättenbestuhlung aktiv und seit kurzem auch Hörsaalbestuhlung und im Tribünenbau tätig.

Das Spektrum der Stechert Stahlrohrmöbel GmbH und der Gössnitzer Stahlrohrmöbel GmbH ist nahezu deckungsgleich. Während Stechert auf dem internationalen Markt sowie in den alten Bundesländern aktiv ist, bearbeitet Gössnitzer den Markt der neuen Bundesländer. Sie produzieren Stühle und Tische für den Einsatz in diversen Objekten wie Büros, Kantinen, Bibliotheken, Hallen, Sälen, Wartebereichen, Mehrzweckhallen und anderes mehr.

„Unser neuer Standort in Ehrenhain erfüllt uns aus mehreren Gründen mit Stolz. Er bietet uns die Möglichkeit, unsere Produktion unweit unseres Stammsitzes zu erweitern. Dieser Schritt beweist, dass wir im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, langfristig auf eine qualitativ hochwertige Produktion in unserer Region setzen“, betonte Geschäftsführer Christoph Martsch. Besonders stolz sei das Unternehmen darauf, zwölf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter der ehemaligen Firma Göppel übernommen zu haben und ihnen nach der Insolvenz ihrer alten Firma einen langfristig sicheren Arbeitsplatz bieten zu können. „Unser neues Werk und unsere neuen Mitarbeiter werden einen großen Teil dazu beitragen, auch in Zukunft beste Qualität ‚Made in Germany‘ anbieten zu können.“ Der reibungslose Start des neuen Produktionsstandortes sei ein erster Indikator hierfür, so Martsch.

In Gößnitz hat das Unternehmen weiterhin einen Produktionsstandort und die Verwaltung etabliert. Momentan erzielt der Gößnitzer Mittelständler einen Jahresumsatz von 8,5 Millionen Euro, mit der Erweiterung wird die Zehn-Millionen-Marke angepeilt. Wie berichtet, sind im vergangenen Jahr sind unter anderem rund 30.000 Stühle, 25.000 Drehstühle und 20.000 Tische gefertigt worden. Einer der größten und wichtigsten Kunden ist die Bundeswehr.

Von Frank Prenzel

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