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Altenburg Stahlturm der Baustoffwerke Starkenberg gerät bei Wartungsarbeiten in Brand
Region Altenburg Stahlturm der Baustoffwerke Starkenberg gerät bei Wartungsarbeiten in Brand
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17:44 11.01.2018
In den Baustoffwerken Starkenberg sorgte ein Brand in 20 Metern Höhe für Aufsehen.  Quelle: FW Starkenberg
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Starkenberg

 Etwa so hoch wie die Windräder in ihrer Nähe, also an die 200 Meter, war am Mittwoch die weithin sichtbare schwarze Rauchsäle über Starkenberg. Ursache war ein Brand auf dem Betriebsgelände der Starkenberger Baustoffwerke. Wie berichtet, brach das Feuer auf der Siebanlage der Firma aus, die zur Starkenberg Gruppe gehört. Binnen zehn Minuten nach Alarmierung gegen 13.45 Uhr trafen die ersten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Starkenberg vor Ort ein, sagt Gruppenführer Lars Heymann, der den Einsatz leitete.

„Als wir ankamen, stand die Anlage bereits im Vollbrand“, berichtet er der OVZ. Insgesamt waren letztlich 15 Kameraden der Feuerwehren aus den Ortsteilen Starkenberg, Naundorf und Tegkwitz im Löscheinsatz. Dazu kamen acht Brandschützer aus Meuselwitz. Weil der Brandherd in einer Höhe von etwa 20 Metern war, sei aus der Schnauderstadt die Drehleiter angefordert worden. „Ganz ohne ist so ein Einsatz für uns nicht, denn es kann jederzeit etwas herunterfallen. Dabei ist das Tückische bei Stahl, dass Teile abrupt – quasi ohne Vorankündigung – herunter kommen können. Deshalb sind wir auch nicht auf den Turm, sondern haben die Drehleiter benötigt“, so Heymann, der erläutert, dass etwa Holz oder Mauerwerk einen Zusammenbruch in der Regel mit hörbaren Geräuschen anzeigen.

Für den Löschangriff auf der Siebanlage mussten die Einsatzkräfte vorab eine circa 800 Meter lange Schlauchleitung legen. Wegen der weit entfernten Wasserentnahmestelle hätten die Meuselwitzer zur Sicherheit auch noch ihren Tanklöschzug dabeigehabt, der aber nicht benötigt wurde. Nach ungefähr zwei Stunden, so Heymann, sei dann der Brand unter Kontrolle und das Feuer gelöscht gewesen.

Zur Höhe des entstandenen Schadens konnten die Starkenberger Baustoffwerke am Donnerstag noch keine detaillierten Angaben machen. „Derzeit laufen Ermittlungen zum Brand durch Polizei und Bergamt, sodass wir die Anlage noch nicht genauer untersuchen konnten“, erklärt die Prokuristin der Starkenberg Gruppe, Claudia Bohn, auf OVZ-Anfrage. Wie sie erläutert, sei der beschädigte und deshalb vorerst nicht betriebsbereite große Stahlbau die Hauptproduktionsanlage der Baustoffwerke. Die Maschine war jedoch wegen planmäßiger Wartungsarbeiten außer Betrieb. Bei diesen Arbeiten hätten dann wohl Funken, die beim Flexen entstanden sind, das Feuer in luftiger Höhe ausgelöst, sagt Bohn. Personen seien dabei zum Glück nicht zu Schaden gekommen und Mitarbeiter nie in Gefahr gewesen.

Von Jörg Reuter

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