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Standardformation auf dem Weg in die Bundesliga

Tanzturniere in Altenburg Standardformation auf dem Weg in die Bundesliga

Zwei Tage am Wochenende war Altenburg wieder ein Eldorado der Tanzsportfans. Zum Saisonabschluss absolvierten alle drei Formationsteams des Tanzsportclubs „Tanzkreis Schwarz-Gold“ Altenburg vor begeistertem Publikum ihre Heimturniere. Die Standardformation qualifizierte sich dabei für das Relegationsturnier zum Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Kämpft jetzt um den Aufstieg in die zweite Bundesliga – das A-Team der Standardformation.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Dem tanzsportbegeisterten Altenburger Publikum könnte im nächsten Jahr gar Tolles ins Haus stehen. Wenn alles klappt, erlebt es im Formationstanz zum allerersten Mal Wettbewerbe auf Bundesliga-Niveau. Denn das A-Team der Standardformation des Tanzsportclubs „Tanzkreis Schwarz-Gold“ Altenburg hat in der Regionalliga Süd Großes vollbracht.

Die Schützlinge von Henriette Schaller erkämpften zum Saisonabschluss am Sonntag vor heimischem Publikum im Goldenen Pflug erneut den zweiten Platz und verteidigten somit selbigen im Gesamtklassement. Dies berechtigt zur Teilnahme am Relegationsturnier am 14. Mai in Bietigheim, wo voraussichtlich sechs Mannschaften – die Spitzenreiter der Regionalligen – um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpfen.

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Am Wochenende war Altenburg wieder ein Eldorado der Tanzsportfans. Alle drei Formationsteams des heimischen Tanzsportclubs „Tanzkreis Schwarz-Gold“ Altenburg begeisterten ihr Publikum. Hier ein paar Impressionen.

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„Ich bin überglücklich, dass wir die Relegation erreicht haben, denn unser Saisonziel war der dritte Platz. Wenn wir aber in diesem Jahr den Aufstieg noch nicht schaffen, ist das überhaupt kein Grund zum Traurigsein. Wir verspüren keinen Druck, aufsteigen zu müssen“, dämpft die 32-jährige Trainerin die Erwartungen ein wenig. Denn der zweite Durchgang am Sonntag habe gezeigt, dass noch nicht alles so rund läuft, wie es für die zweithöchste deutsche Liga notwendig wäre.

Als die fünf Wertungsrichter am Ende trotzdem fünfmal die „2“ zeigten, fielen Henriette Schaller viele Steine vom Herzen. „Es hätte angesichts der Patzer auch anders ausgehen können“, bekannte sie. Dem Jubel bei den Tänzern und im Publikums tat dies freilich keinen Abbruch. Zu groß war die Freude über ein solches klasse Ergebnis. Denn das Standardteam steht nach einer längeren Pause erst die vierte Saison wieder auf dem Parkett.

Unglaubliche Ausstrahlungskraft

In ihren neuen Traumroben sahen die Damen – die Herren mögen diese Bevorzugung verzeihen – einfach hinreißend aus. Doch nicht nur die Kleider waren neu, sondern auch die Musik und die Choreografie. Sie wurde für zwei Jahre von Braunschweig geleast. Das dortige, in der 1. Bundesliga tanzende Team ist damit übrigens einmal Weltmeister geworden ...

Hat zum ersten Mal in dieser Saison den fünften Platz ertanzt – das A-Team der Lateinformation

Hat zum ersten Mal in dieser Saison den fünften Platz ertanzt – das A-Team der Lateinformation. Die Freude über den Mittelfeldplatz in der Regionalliga ist entsprechend groß.

Quelle: Mario Jahn

Kaum weniger Grund zum Jubeln hatte das A-Team der Lateinformation, das vor Jahresfrist den Aufstieg in der Regionalliga Süd schaffte. Das Ziel hieß deshalb von Anfang an: Klassenerhalt. Und den haben die acht Paare, die zum ersten Mal von Birgit und Therese Schaller gemeinsam trainiert wurden, erreicht. „Wir haben uns als Aufsteiger ganz souverän im Mittelfeld platziert. Ich bin einfach nur happy“, so Birgit Schaller.

Und auch ihre Tochter Therese, die bis voriges Jahr noch selbst im A-Team tanzte, zeigte sich nach Turnierende am Sonnabend hoch zufrieden. „Wir hatten zwar im ersten Durchgang zwei kleine Wackler, doch das ist zu verschmerzen.“ Besonders erfreut waren alle zusammen, dass es zum Saisonabschluss zu Hause zum ersten Mal für den fünften Platz reichte.

Denn die Altenburger hatten sich in den vier Turnieren zuvor einen kleinen Fight mit dem Team aus Ludwigshafen um Platz sechs geliefert. Den wollte man vor heimischen Publikum auf jeden Fall holen und warf deshalb sowohl im ersten Durchgang als auch im Großen Finale noch einmal alles in die Waagschale. Mit sportlichem Können und einer unglaublichen Ausstrahlungskraft wurden die Tänzerinnen und Tänzer dem Thema ihrer Choreografie „It’s a Beautiful Day“ mehr als gerecht.

Nach ihren Auftritten verwandelte der Jubel auf den dicht besetzten Rängen die Stadthalle in ein Tollhaus. Und auch die Wertungsrichter honorierten den Einsatz und zeigten am Ende 4-5-5-5-6. Dieser fünfte Rang bedeutet im Gesamtklassement der insgesamt zehn Teams Platz sechs. „Diesen Platz konnten wir heute zwar von vornherein nicht mehr verbessern, doch Ludwigshafen geschlagen zu haben, ist einfach etwas fürs Ego“, lachte Therese Schaller.

Wechsel vom Parkett auf Trainerstuhl

Ihr Wechsel vom Parkett auf den Trainerstuhl hat übrigens einen inzwischen sichtbaren Grund. Die 27-Jährige wird Anfang Oktober zum ersten Mal Mutter und sorgt so nach ihrer Schwester für eine weitere für Stärkung der mittlerweile sechsten Schaller-Generation.

Platz sechs im Gesamtklassement – das B-Team hofft auf den Klassenerhalt

Platz sechs im Gesamtklassement – das B-Team hofft auf den Klassenerhalt.

Quelle: Mario Jahn

Auch das B-Team der Lateinformation – ebenfalls von Therese Schaller betreut – schaffte vor heimischem Publikum einen fünften Rang. Allerdings ist die Oberliga Süd 1 in diesem Jahr nur mit sieben Mannschaften bestückt, in Altenburg angetreten waren sechs. Trotz der besten Saisonleistung reichte es für die zweite Altenburger Mannschaft am Ende nur fürs kleine Finale, wo sie sich aber gegen das Team von Odenwald/Erbach klar durchsetzten konnte. „Heute habe ich nun wirklich auf die Teilnahme im Großen Finale gehofft.

Mit der Leistung hätten sie da auch hingehört“, zeigte sich die Trainerin ein bisschen enttäuscht, dass die Wertungsrichter diese Leistungssteigerung nicht honorierten. Doch das B-Team ist eine sehr junge Mannschaft mit der Hälfte neuer Tänzerinnen und Tänzer – der jüngste ist gerade mal 15 Jahre alt. „Da ist noch viel Potenzial“, so Therese Schaller.

Das B-Team tanzte das zweite Jahr hintereinander nach der Choreografie „Crazy Business“ („Affentheater“), mit dem zuvor schon das A-Team zwei Jahre aufgetreten war. „Das reicht jetzt aber wirklich, in der nächsten Saison gibt es auf jeden Fall etwas Neues“, kündigte die Trainerin an. Von der TSG Buchholz wurde die neue Musik und Choreografie schon geleast.

Neun Stunden Tanzsport Nonstop

Die drei Formationsturniere, die an zwei Tagen insgesamt fast neun Stunden Tanzsport nonstop in Altenburg boten, standen erneut unter der Schirmherrschaft der Thüringer Kultusministerin Birgit Klaubert (Linke), die es sich nicht nehmen ließ, zumindest am Sonnabend im ersten Teil selbst dabeizusein. Es sei einfach eine wundervolle Veranstaltung und Altenburg ein so hervorragender Gastgeber, das ihr Kommen bei weitem nicht nur Pflicht sei, bekannte die Politikerin. Die Teilnahme von Landrätin Michaele Sojka (Linke) am Sonnabend und der Altenburger Bürgermeisterin Kristin Moos am Sonntag dürften ein weiterer Beweis für die Wertigkeit sein, die diese Veranstaltung mittlerweile erreicht hat.

Von Ellen Paul

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