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Altenburg Stefanie Hertel bringt Stars zum Muttertag nach Altenburg
Region Altenburg Stefanie Hertel bringt Stars zum Muttertag nach Altenburg
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05:15 13.05.2017
Stefanie Hertel (m.) präsentierte die MDR-Muttertagsshow im Goldenen Pflug in Altenburg – und schwang auch selbst das Tanzbein. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Es ist wieder soweit: Am Sonntag ist Muttertag. Seit über 90 Jahren gehört jeder zweite Sonntag im Mai den Müttern. Eine Tradition, die es seit 1949 auch in Deutschland gibt. Vor 20 Jahren entwickelte der MDR dazu ein neues Konzept, das einmalig im deutschen Fernsehen ist: Die Verbindung von Fernsehunterhaltung und Glückwunsch-Service für die Zuschauer. Seither nutzten Generationen von Töchtern und Söhnen diesen Tag, um Grüße und Glückwünsche via Fernsehen zu übermitteln und so „Danke“ zu sagen.

Professionelle Anleitung

Gastgeberin Stefanie Hertel hatte zur Aufzeichnung der Muttertagsshow in den Goldenen Pflug eingeladen, und namhafte Künstler und Newcomer waren ihrer Einladung gefolgt. Bei der Aufzeichnung einer Fernsehsendung live dabei sein zu können, die Stars hautnah zu erleben, das reizte auch viele Altenburger. Bereits dreißig Minuten vor Beginn waren fast alle Plätze im Saal besetzt. Das hatte aber noch einen anderen Grund: Ein sogenannter Stimmungsanheizer gab Anweisungen über das richtige Verhalten vor, während und nach der Show. Denn ganz so einfach wie man glaubt läuft eine Fernsehaufzeichnung nicht ab. Da wird regelrecht geprobt wann und wie das Publikum zu klatschen hat, was es darf und was nicht. Neben den vielen Akteuren hinter den Kulissen – die hervorragende Arbeit leisteten – waren auch die Zuschauer gefragt, die allerdings freudig mitmachten.

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Stars aus Musik und Fernsehen, einzeln, im Duett oder gleich mit der ganzen Familie: Stefanie Hertel hatte ein buntes Programm mit nach Altenburg gebracht.

Rosen für die Mütter

Herzlicher Beifall brandete auf als Stefanie Hertel die Bühne betrat und alle Akteure der Show und einige mitgereiste Mütter begrüßte. Sie plauderte kurz mit jedem Gast und bemerkte plötzlich: „Da fehlt doch einer. Wo ist Andy Borg?“ Der Gesuchte kam hastig die Show-Treppe herunter, entschuldigte sich brav und lächelte verschmitzt. Und da wusste es jeder im Publikum: Das war so vorgesehen, ein Andy Borg kommt nicht zu spät, er würde sein Publikum niemals warten lassen.

Mit seinem außerordentlichem Charme und seiner laxen Art brachte der in Wien geborene Volksmusik-Star die Zuschauer immer wieder zum Lachen. Seine Stimme und seine Ausstrahlung lieben die Menschen nach wie vor, auch nach dem Aus beim „Musikantenstadl“. Ganz Gentleman verteilte er rote Rosen unter den anwesenden Müttern, die sich freudig bedankten.

Familienbande und Mystik

Keine Unbekannten mehr für die Altenburger sind Oesch’s die Dritten, eine Familie aus der Schweiz, die bereits in der dritten Generation Volksmusik macht. Mit ihren Liedern und den eingängigen Melodien begeistern die fünf Musiker ihr Publikum seit Jahren landauf und landab.

So auch Oonagh, eine Ethno-Pop-Sängerin, die ihre Zuhörer mit elbischen Klängen verzauberte. Ihre Musik lebt von der Mystik und dem Gefühl, durch die Lieder in eine andere Welt zu gleiten. Begleitet wurde die „Göttin der Kelten“ – so die Übersetzung von Oonagh – vom Deutschen Fernsehballett. Welche Anmut und Leichtigkeit, wenn die Damen und Herren übers Parkett schweben. Ohne sie wäre diese Show unvorstellbar und weniger facettenreich.

DDR-Klassiker im Duett

Frenetischer Beifall für Gerd Christian, der seinen Hit aus den Siebzigern „Sag ihr auch“ im Duett mit Stefanie Hertel sang. Ebenso für Chris Doerk, die einst zu den beliebtesten und erfolgreichsten Sängerinnen der DDR zählte. Stefanie, sehr sexy im Siebzigerjahre-Look, ließ gemeinsam mit Chris deren einstige Hits erklingen, plauderte charmant mit ihr über familiäre Veränderungen im Hause Doerk – die hier noch nicht verraten werden – und beeindruckte das Publikum immer wieder durch ihre künstlerische Vielseitigkeit.

Stefanie Hertel hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt, ist von einer Volksmusiksängerin zu einer Entertainerin geworden, die durch ihre Natürlichkeit, ihren Charme und ihr Können brilliert. Nicht nur, dass sie in ihrem wunderschönen, roten Kleid bezaubernd aussah, nein, sie führte auch galant und professionell durch das Programm, positionierte geschickt versteckte Gratulationen der Zuschauer in Liedern, Moderationen, Sketchen und Tanzeinlagen und eroberte sich erneut die Herzen des Publikums.

Vater und Tochter

Zu Beginn der Show versprach sie viele Überraschungen. Eine davon war der Comedian Bernd Stelter, der im vergangenen Jahr verkündet hatte wiederzukommen und sein Versprechen hielt. Der Einladung waren auch Ute Freudenberg und Christian Lais gefolgt, ein Duo, das aus dem Show-Business nicht mehr wegzudenken ist. Und auch sonst hatte Stefanie Hertel weitere Überraschungen im Gepäck, die durchaus sehens- und hörenswert sind.

Die Macher beim MDR haben wieder einmal großes Geschick bewiesen, namhafte und noch weniger bekannte Künstler gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Gerade diese Mischung ist es, die junge und ältere Zuschauer vor dem Bildschirm vereinen soll.

„Stefanie Hertel – Die große Show zum Muttertag“ ist heute um 20.15 Uhr im MDR Fernsehen zu sehen.

Von Margitta Tittel

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