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Altenburg Steffen Stange will Bürgermeister in Rositz bleiben
Region Altenburg Steffen Stange will Bürgermeister in Rositz bleiben
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16:08 12.03.2018
Steffen Stange will Bürgermeister in Rositz bleiben. Quelle: Jörg Reuter
Rositz

Er will und werde sich im Frühjahr wieder zur Bürgermeisterwahl stellen, betätigte Steffen Stange auf OVZ-Anfrage. 2006 wurde er erstmals zum Bürgermeister von Rositz gewählt und 2012 im Amt bestätigt. Damit ist der parteilose Stange nun zwölf Jahre hauptamtliches Oberhaupt des einstigen Chemiearbeiterdorfes. Gern würde er das auch in den kommenden sechs Jahren bleiben. Das hängt zu allererst vom Votum der Rositzer – voraussichtlich am 15. April 2018 – ab.

Sache des Gemeinderates hingegen ist es, im Vorfeld zu entscheiden, ob zukünftig ein hauptamtlicher Verwaltungschef die Geschicke der Kommune leitet oder ein ehrenamtlicher. Denn laut Thüringer Kommunalordnung ist in Gemeinden mit weniger als 3000 Einwohnern der Bürgermeister ein Ehrenbeamter. Weil Rositz inzwischen 99 Einwohner an der 3000-Marke fehlen, was 3,3 Prozent entspricht, müsste in der nächsten Legislatur eigentlich ein ehrenamtlicher Bürgermeister zur Wahl stehen. Doch das Kommunalrecht bietet die Möglichkeit, bei der Rechtsaufsichtsbehörde einen Antrag auf Ausnahmen zu stellen. Dem kann in begründeten Einzelfällen entsprochen werden.

Am Mittwochabend fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, einen solchen Antrag beim Landesverwaltungsamt zu stellen. Stange hatte diesen Punkt erst zu Beginn der Sitzung kurzfristig auf die Tagesordnung genommen. Dennoch fand dazu keine öffentliche Debatte statt. Und das, obwohl mit der Entscheidung wesentliche Konsequenzen verbunden sind.

Ein ehrenamtlicher Bürgermeister in Rositz wäre beispielsweise viel preiswerter. Im Freistaat ist gesetzlich geregelt, dass ehrenamtliche Bürgermeister in Gemeinden so groß wie Rositz Anspruch auf 1475 Euro Entschädigung haben. Die hauptamtlichen Bürgermeister werden hingegen nach Beamtenrecht besoldet. Die Höhe der Bezüge richtet sich auch nach der Ausbildung. Dass das Bürgermeistergehalt des ausgebildeten Verwaltungswirts Steffen Stange ziemlich deutlich über der Entschädigung liegt, ist klar, auch wenn schon 2006 beschlossen wurde, den Bürgermeister nach der niedrigst möglichen Stufe zu besolden.

Demgegenüber hat ein hauptamtlicher Ortschef natürlich viel mehr Zeit, sich um die Belange seiner Kommune und der Einwohner zu kümmern. Wie Stange gegenüber der OVZ erklärt, waren sich deshalb die Gemeinderäte schon zur Vorberatung einig, das Rositz einen hauptamtlichen Bürgermeister braucht. „Vor allem wegen der Probleme durch die Altlasten wäre es von Vorteil.“

Von Jörg Reuter

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