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Altenburg Steinbruch in China dicht – Altenburger Johannisgraben wird erst 2018 fertig
Region Altenburg Steinbruch in China dicht – Altenburger Johannisgraben wird erst 2018 fertig
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04:49 20.10.2017
Die Steine für die Straße sind da, so dass René Langmesser sie verbauen kann. Die für die Gehwege fehlen jedoch, weswegen der Johannisgraben in Altenburg erst 2018 fertig wird. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Mit einem weinenenden und einem lachenden Auge blickt Michael Wolf derzeit auf den Johannisgraben. Während der Baufortschritt bei der Straße am Rande der Altenburger Innenstadt für den Oberbürgermeister Anlass zur Freude ist, treiben ihm fehlende Steine für die Gehwege fast Tränen in die Augen. „In Nordchina wurden Steinbrüche geschlossen, weil sie die Lizenz nicht bekommen haben, und nun kommt es zu Lieferschwierigkeiten“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag vor der Presse und nannte damit zugleich den Grund, warum der Johannisgraben in Gänze erst 2018 fertig wird.

„Das ist eine ärgerliche Geschichte“, so das Stadtoberhaupt und verwies zugleich auf ähnliche Probleme in Weißenfels und Dresden. „Aber wir können nicht auf den Ausgang einer juristischen Auseinandersetzung warten, sondern müssen nutzerkonform handeln.“ Damit Fußgänger den Johannisgraben nutzen können, werden die Wege als Zwischenlösung über den Winter mit einer dünnen Asphaltdecke befestigt. Im Frühjahr sollen die Gehwege dann wie geplant mit den Granitsteinen gebaut werden. Arbeiten, die laut OB ohne erneute Vollsperrung der Straße gemacht werden können.

Ausdrücklich nicht betroffen von den Lieferproblemen ist die Straße. Während der Abschnitt des Johannisgrabens zwischen Johannisvorstadt und Gerhard-Altenbourg-Straße bereits eine Asphaltdecke bekommen hat, soll der Teil bis zur Schmöllnschen Straße diese Anfang November bekommen. Geschehen soll dies laut aktuellem Plan am 7. November in einem Zug. Daher können die Straße für den gesamten Fahrverkehr voraussichtlich Mitte November freigegeben werden, erklärte Wolf. Dann sei es möglich, zwischen Altenbourg- und Schmöllnscher Straße in beide Richtungen zu fahren. „In der Folge verbessert sich die Erreichbarkeit des Stadtzentrums.“

Tieferer Sinn hinter dieser Maßnahme ist Wolfs Plan, einen Bus bis in die Innenstadt fahren zu lassen. Neben dem Johannisgraben wird deshalb auch die Moritzstraße ausgebaut. Vermessungsarbeiten dafür wurden schon gemacht. Es läuft die Planung des rund 300 000 Euro teuren grundhaften Ausbaus, so dass es 2018 damit losgehen könnte.

Von Thomas Haegeler

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