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Stelle im Altenburger Mauritianum wackelt

Stelle im Altenburger Mauritianum wackelt

Dem Naturschutzbund Thüringen zufolge droht zum 1. September ein Stellenabbau beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ). Davon könnte auch eine Stelle im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg betroffen sein.

Ob die Kürzungen den Abbau der FÖJ-Stelle im Mauritianum tatsächlich zur Folge hat, sei noch nicht entschieden, sagt Museumsdirektor Mike Jessat der OVZ. Das seit mehreren Jahren bestehende Angebot für ein solches freiwilliges Jahr in seiner Einrichtung stehe nach den Kürzungsplänen jedoch auf sehr wackeligen Füßen. Denn dem Inhaber der Stelle muss ein gewisser Geldbetrag gezahlt werden, für den das Mauritianum Zuschüsse benötigt. Wenn diese Förderung sinke, sei die Fortführung fraglich, sagte Jessat. Dabei ist das FÖJ wichtig für junge Leute, damit sie sich auf dem Gebiet der Ökologie orientieren können.

Allerdings ist die Situation im Moment nicht akut. Denn das letzte freiwillige ökologische Jahr im Mauritianum wurde vor etwa sechs Jahren absolviert. Der Betreffende band sich danach weiter an die Altenburger Einrichtung und erhielt eine durch ein EU-Projekt geförderte Stelle.

Aktuell ist die FÖJ-Stelle jedoch unbesetzt. Dem Museumsdirektor zufolge liege dies an der mangelnden Nachfrage, da damit kaum praktische Tätigkeit verbunden ist. "Als Naturkundemuseum können wir nur etwas Trockenes hinter den Kulissen anbieten. Das ist etwas anderes, als beispielsweise Landschaftspflege im Freien oder der Umgang mit Tieren", erläutert Jessat.

Dennoch werden die Kürzungspläne und der damit verbundene Stellenabbau vom NABU Thüringen kritisiert. Bei den geplanten Reduzierungen bleiben wahrscheinlich einige Träger von FÖJ-Stellen auf der Strecke, heißt es in einer Pressemitteilung. Pro Träger könnten bis zu 30 Einsatzstellen wegfallen. "Wir haben für unsere laufenden Bewerbungsgespräche gar keine Planungssicherheit", sagt Tino Sauer, Landesvorstandsmitglied des NABU Thüringen.

"Wenn sich jetzt ein Jugendlicher für ein FÖJ bei uns interessiert, können wir keine Garantie dafür geben, dass die Stelle im September überhaupt besetzt werden kann." Der Wegfall von FÖJ-Stellen gefährde auch langjährige bestehende Naturschutzprojekte, so der NABU Thüringen. Für die Naturschutzarbeit, zum Beispiel auf der Bienstädter Warte, würden die Teilnehmer am ökologischen Jahr fehlen. Seit 17 Jahren läuft dort ein Kartierungsprojekt für Schwalben.

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