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Altenburg Stichwahl in Meuselwitz: Duell zwischen Pick und Liefländer
Region Altenburg Stichwahl in Meuselwitz: Duell zwischen Pick und Liefländer
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11:58 23.01.2016
Klaus-Peter Liefländer (l.) und Udo Pick.  Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

 Vor knapp zwei Wochen erreichte keiner der drei Bewerber um den Bürgermeisterposten in der Schnauderstadt die absolute Mehrheit. Mit dem schlechten Abscheiden des CDU-Kandidat Fred Reichel, der nur 14,1 Prozent der Stimmen erhielt, verlieren die Christdemokraten ein weiteres großes Rathaus im Altenburger Land. Die endgültige Entscheidung, wer die Geschicke der Stadt und ihrer Bürger in den nächsten sechs Jahren in der Hand hat, fällt deshalb erst bei der Stichwahl am morgigen Sonntag.

Bei diesem Duell treten nun die beiden Kandidaten an, die beim ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekommen haben. Das ist zum einen Udo Pick (43), der für die Gruppierung Bürger für Meuselwitz (BfM) angetreten war, und zum anderen Einzelkandidat Klaus-Peter Liefländer (53), der von den Sozialdemokraten unterstützt wird. Beim ersten Wahlgang ging es zwischen den beiden Bewerbern recht eng zu. Pick hatte laut dem endgültigen Wahlergebnis 40,7 Prozent der Stimmen bekommen und auf Liefländer entfielen 45,2 Prozent.

Für die 8961 Wahlberechtigten heißt das, dass am Sonntag noch einmal in dem für sie zuständigen Wahllokal entscheiden können, wer den Chefposten im Meuselwitz Rathaus in den nächsten Jahren bekleiden wird. Möglich ist das in den 16 Wahllokalen, die in der Schnauderstadt und den Ortsteilen eingerichtet sind. Ihre Stimme können die Meuselwitz von 8 bis 18 Uhr abgeben.

Bei einem Wahlforum am Dienstag hatten die Bürger die Gelegenheiten, den Rechtsanwalt und den Bowlingbahnbetreiber im direkten Vergleich zu erleben (die OVZ berichtete). Dieses Podium hatten die beiden Kontrahenten genutzt, um nochmals ihre Ziele, die ähnlich sind, publik zu machen. Ganz vorn stehen bei Liefländer die nachhaltige Sanierung des städtischen Haushaltes, die bessere Einbeziehung und Information der Bürger, ein neues Sicherheitskonzept sowie die Erhaltung aller Schulformen und Kitas. Pick will Meuselwitz auf stabile finanzielle Füße stellen, mit dem Stadtrat sachlich und konzentriert arbeiten, die Schulen erhalten und alle Bürger in Entscheidungsfindungen einbinden.

Das macht den Wählern die Entscheidung, wo sie ihr Kreuz machen, keinesfalls leichter. Das wissen auch die beiden Duellanten. Nach seinen Chancen befragt, sagte Pick: „Ich gehe davon aus, dass es ein sehr enge Kiste wird. Ich wünsche mir natürlich, dass ich gewinne.“ Von einem Kopf-an-Kopf-Rennen geht auch Liefländer aus. „Ich bin aber sehr optimistisch, dass sich die Mehrheit der Wähler für mich entscheidet.“

Wenn allerdings beide Bewerber die gleiche Stimmenzahl haben, macht sich ein Losentscheid erforderlich. Sollte es dazu kommen, so geschieht das während der Sitzung des Wahlausschusses am kommenden Dienstag. Dort würde es dann der Vorsitzenden des Wahlausschusses Christine Becker obliegen, das Los zu ziehen, welches bestimmt, wer Bürgermeister von Meuselwitz wird.

Der Amtsantritt im Rathaus der Schauderstadt muss dann bis spätestes 3. Februar erfolgen.

Von Marlies Neumann

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