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Altenburg Stollenprüfung in Altenburg
Region Altenburg Stollenprüfung in Altenburg
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08:03 06.12.2018
Michael Isensee (links) prüfte die Stollen auf Geruch, Konsistenz und Geschmack. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Ein süßlich-fruchtiger Geruch machte sich am Mittwoch in der Sparkassenfiliale Altenburger Land am Kornmarkt breit. Am Vormittag fand dort nämlich die Stollenprüfung statt.

Stollenstücke so weit das Auge reicht: Die Besucher der Stollenprüfung lassen sich die verschiedenen Varianten des Weihnachtsgebäcks schmecken. Die Bäckereien der Bäcker-Innung Altenburger Land Romy Strobel, Gerth Henning, Jochen Pfeiffer und die Konditorei Volkstädt reichten je zwei Stollen ein.

So prüfte Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut e.V. Quark-, Mandel- sowie die klassische Rosinenstolle. Was aber macht eine gute Stolle aus? Hinter dem typischen Weihnachtsgebäck verbirgt sich eine ganze Philosophie, so scheint es.

An Früchten nicht sparen

„Sobald Sie eine Stolle durchschneiden, können Sie erkennen, ob das Gebäck gut ist“, erzählt Isensee. Dabei sollte man das Messer niemals drücken, sondern die Stolle durchschneiden, da die Oberfläche ansonsten nicht glatt, sondern brüchig aussieht. Die Stolle sollte eine helle Bräunung und dünne Kruste haben. Innen sind Krume und reichlich Trockenfrüchte. „Daran sollte man nicht sparen“, sagt Isensee. Die Früchte sollten einen Durchmesser von nur drei mal drei Millimeter haben. „Die Früchte schmecken uns ja. Das Mundgefühl ist das, was wir nicht mögen“, erklärt der Stollenprüfer. Was den Puderzucker angeht, darf der nur leicht über das Gebäck gestreut sein.

Dafür ist die Prüfung da. Die Bäcker sollen auf ihre Fehler hingewiesen werden, um diese in Zukunft zu vermeiden. So gibt es auch keinen ersten Platz oder Preis, den die Bäckereien aus dem Altenburger Land gewinnen können.

Jeden Geschmack treffen

Bevor Stollen-Genießer das Gebäck essen können, das verteilt auf dem Prüfertisch liegt, müssen die Bäcker diese erstmal backen. Anders als bei anderem Gebäck wird zunächst mit fast allen Zutaten ein Vorteig hergestellt. Dieser muss ruhig und gleichmäßig geknetet werden. Erst zum Schluss kommen die Früchte dazu, die vorher matschig werden würden.

Von Region zu Region sind die Variationen der Stollen anders. Letztes Jahr haben Bäcker einen Baumkuchenstollen in die Prüfung eingereicht. Für Sachsen und Thüringen sind Stollen mit Bittermandeln üblich. Doch zurzeit sind Cranberrys wohl der Hit. Der Fantasie ist keine Grenze gesetzt. Die meisten Bäckereien backen die klassischen Stollen, um jeden Geschmack zur Weihnachtszeit zu treffen.

Zwei Bäckereien aus dem Altenburger Land wurden mit sehr gut bewertet, vier mit gut und zwei wurden nicht prämiert. Welche diese sind, wurde nicht verraten. Alle Prämierten können Interessierte unter www.brotinstitut.de abrufen.

Von Nicole Grziwa

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