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Altenburg Straße in Paditz kann noch nicht repariert werden
Region Altenburg Straße in Paditz kann noch nicht repariert werden
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18:08 07.06.2013
Vom Wasser völlig unterspült - die Straße An der Pleiße in Paditz. Quelle: Mario Jahn

So kann, wie die Stadtverwaltung gestern mit Bedauern mitteilte, die wichtigste Trasse im Ort nicht wie geplant repariert und für den Verkehr wieder freigegeben werden. Die Fahrbahn der Straße An der Pleiße war vom Fluss, der sich in einen reißenden Strom verwandelte, fast völlig geflutet worden. Das Wasser stand stellenweise bis zu 70 Zentimeter hoch. Zudem ist die Straße, was jetzt die größten Probleme bereitet, auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern unterspült worden.

"Der Straßenunterbau ist an dieser Stelle nach wie vor wie ein Schwamm, der alle Feuchtigkeit aufsaugt", verdeutlicht Oberbürgermeister Michael Wolf (51, SPD) die Situation, von der er sich gestern vor Ort selbst ein Bild machte. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels und des feuchteten Bodens könne der neue Unterbau, der die Standfestigkeit der Straße gewährleistet, derzeit noch nicht eingebracht werden. Auch ein Abpumpen in den betroffenen Bereichen schaffe keine Abhilfe, da ständig Wasser nachläuft.

Am Montag soll die Situation erneut begutachtet werden. Die Baumaßnahmen seien aber vorsorglich vorbereitet. Ziel ist es, die Straße schnellstmöglich wieder für den Verkehr freigeben zu können. Das ist nicht nur für die Anwohner, sondern auch für die Firma Rowak wichtig. Vorerst bleibt Paditz weiter nur über Kotteritz erreichbar.

Neben Paditz waren auch die Ortsteile Kosma und Knau sowie Teile von Ober- und Unterzetzscha vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen worden. In Altenburg selbst war es der Inselzoo, der inzwischen aber wieder geöffnet ist. "Fest steht, dass es ohne die tatkräftige Unterstützung vieler freiwilliger Helfer noch schlimmer gekommen wäre. Ich möchte mich bei allen, die mit angepackt haben, bedanken", so das Stadtoberhaupt.

Wolf will sich nun mit seinen Fachleuten zusammensetzen und das Geschehen auswerten. "Wir müssen Maßnahmen, die noch 2002 wegen fehlender Gelder nicht realisiert werden konnten, beim Freistaat erneut beantragen und die nötigen finanziellen Mittel einfordern", sagte er. Auch müssten viele Fragen beim Hochwasserschutz für die Gewässer zweiter Ordnung wie Deutscher Bach, Blaue Flut und Gerstenbach dringend geklärt werden. Und es müsse dringend das Gespräch mit der Landwirtschaft gesucht werden, da viele Mulden und Gräben einfach weggeackert worden seien. Ellen Paul

Ellen Paul

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