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Altenburg Streit mit dem Umland
Region Altenburg Streit mit dem Umland
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20:27 31.01.2014

Wie Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) vorgestern Abend in der Stadtratssitzung ankündigte, werde das Landesverwaltungsamt Weimar in Kürze einen Bescheid zum Saller-Projekt in Windischleuba erlassen. "Was darin steht, wird sehr interessant", sagte Wolf vieldeutig. Womöglich erübrige sich für die Stadt dann der Klageweg.

Altenburg war gegen die vom Landratsamt im Sommer vergangenen Jahres erteilte Genehmigung zum Bau eines 4000 Quadratmeter großen Einzelhandelsmarkts in Windischleuba in Widerspruch gegangen (OVZ berichtete). Denn dieses Vorhaben verstoße gegen die raumordnerische Zielstellung des Freistaates. Jetzt beschäftige sich laut OB das Landesverwaltungsamt mit dem Thema. Seine Aussagen deuten darauf hin, das die Baugenehmigung womöglich aufgehoben wird.

Ausgangspunkt für diese Informationen war eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Christoph Zippel. "Man muss den Eindruck gewinnen, dass es sich der Altenburger Oberbürgermeister zur Lebensaufgabe gemacht hat, alle Umlandgemeinden auf jede nur erdenkliche Art und Weise vor den Kopf zu stoßen. Wir nehmen eine zunehmende Isolierung der Stadt wahr", so Zippel besorgt. Er wollte deshalb wissen, warum der OB in seiner Neujahrsrede den Eindruck erweckte, Saller nach Altenburg gezogen zu haben, obwohl er gewusst habe, dass dieser weiterhin auch in Windischleuba investieren will.

In seiner Reaktion, die dem Abkanzeln eines dummen Schuljungen weit näher kam als einer sachlichen Beantwortung der Frage, blieb Wolf eine klare Antwort schuldig.

Er verteidigte vor dem Stadtrat auch die Möglichkeit, dass durch die Saller-Investition im Gewerbegebiet Nordost dann innenstadtrelevante Produkte am Stadtrand angeboten würden. "Wenn sie einen Investor bewegen wollen, unter äußerst schweren Bedingungen in Altenburg zu investieren, dann müssen sie ihn bei Laune halten, dann müssen sie Kompromisse schließen."

Während sich in Windischleuba aus Altenburger Sicht möglicherweise eine Entspannung andeutet, gibt es jetzt einen neuen Rechtsstreit mit Nobitz. Auch dort seien zusätzliche innenstadtrelevante Produkte und ein Erweiterungsbau im Gewerbegebiet geplant, so Wolf. OVZ-Informationen zufolge soll es sich bei dem Investor um das Einrichtungshaus Poco handeln. Ellen Paul

Ellen Paul

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