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Strohballenbrand bei Mehna hält Feuerwehr in Atem

Einsatz Strohballenbrand bei Mehna hält Feuerwehr in Atem

Ein ausgedehnter Brand von Strohballen hat in der Nacht zum Mittwoch 39 Feuerwehrleute in Atem gehalten. Es entstand Sachschaden in fünfstelliger Höhe, wie die Polizei mitteilt.

Die Strohballen brannten in voller Ausdehnung. Die Kameraden hatten alle Hände voll zu tun.

Quelle: Feuerwehr Dobitschen

Rodameuschel. Offenbar Brandstifter haben am Ortsrand von Rodameuschel bei Mehna einen Strohballen-Haufen angezündet und dadurch erheblichen Schaden angerichtet. Die Ballen brannten in der Nacht zu Mittwoch in voller Ausdehnung. Wie die Polizei mitteilt, wurden Beamte der Polizeiinspektion Altenburger Land auf den Brand aufmerksam. 39 Kameraden aus Feuerwehren der umliegenden Ortschaften eilten zum Einsatz. Nach den ersten Ermittlungen am Mittwochmorgen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Schon die Alarmierung, die die Feuerwehren am Dienstagabend um 21.25 Uhr erreichte, ließ Schlimmes vermuten: „Großer Feuerschein bei Rodameuschel“ meldete die Rettungsleitstelle Gera. Umgehend rückten die Wehren Dobitschen, Mehna, Schmölln, Großstöbnitz und Lumpzig aus und fanden wenig später das Szenario bestätigt. Auf einem Feld nahe dem kleinen Dorf brannten Strohballen auf einer Fläche von rund 20 mal 40 Meter – in Summe um die 400 Stück. „Gefährlich war vor allem, dass sich in unmittelbarer Nähe ein Gebäude befand, in dem nochmals etwa 1000 solcher Strohballen lagern. Und das Feuer war schon dabei, auf dieses Gebäude überzugreifen“, berichtet Dobitschens Wehrleiter und Einsatzleiter Björn Steinicke.

Erschwerend kam hinzu, dass Rodameuschel ein so genanntes Brunnendorf ist, also über keine Wasserversorgung nebst Hydrantennetz verfügt. „Wir haben umgehend alle verfügbaren Tanklöschfahrzeuge heran beordert und eine lange Wegestrecke mit rund 400 Metern Schlauchbahn gelegt, um an ausreichend Löschwasser zu kommen“, so Steinicke weiter.

Alles in allem waren 39 Feuerwehrleute die komplette Nacht über im Einsatz. Knapp neun Stunden dauerte der Einsatz, der sich noch bis in den Mittwochvormittag mit Restlöscharbeiten hinzog. Um das Gebäude vor den Flammen zu schützen, mussten auch drei Feuerwehr-Trupps mit schwerem Atemschutz operieren. Am Ende aber atmete Steinicke auf: „Ein Übergreifen auf das Gebäude konnten wir erfolgreich verhindern. Den brennenden Strohhaufen ließen wir kontrolliert abbrennen. Zu versuchen, so etwas abzulöschen, ist ein fast unmögliches Unterfangen. Gerade bei Stroh gäbe das meist nur eine riesige Matscherei“, so der Einsatzleiter. Unterstützt wurden die Feuerwehren von einem Landwirt, der mit seinem Teleskoplader die brennenden Ballen auseinander riss, um ein leichteres Ablöschen zu ermöglichen.

Die Schadenshöhe beträgt nach Informationen der OVZ rund 40 000 Euro. Die Polizei berichtete offiziell von einer fünfstelligen Summe.

Der Verdacht, dass in diesem Fall Brandstiftung die Ursache wahr, liegt nahe. Der Brandort ist vergleichsweise abgelegen, für andere Auslöser gab es zunächst keine Anhaltspunkte. „Da scheint jemand auf solche Sachen zu stehen“, vermutet Björn Steinicke. Immerhin: Es war keineswegs der erste Strohballenbrand in diesem Jahr im Altenburger Land. Im August brannte ebenfalls ein großer Haufen gepressten Strohs nahe Göllnitz. Auch hier ging man von Brandstiftung aus. Und in der weiteren Region ereigneten sich einige solcher Brände in den zurückliegenden Monaten. „Weitere Fälle sind beispielsweise aus dem Landkreis Greiz und dem Burgenlandkreis bekannt“, schilderte der Feuerwehrmann. Die Ermittlungen laufen.

Von Jörg Wolf

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