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Altenburg Studentische Visionen sollen in Umgestaltung des Garbisdorfer Quellenhofes einfließen
Region Altenburg Studentische Visionen sollen in Umgestaltung des Garbisdorfer Quellenhofes einfließen
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07:00 02.07.2016
Die Stundenten Vincent Brückner und Roman Budnik erklären Bürgermeister Klaus Börngen (v.l.) ihre Idee der Hofgestaltung. Quelle: Mario Jahn
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Garbisdorf

Die unterschiedlichen Ideen der fünf Studentengruppen aus Erfurt machen Lust darauf, den Hof des denkmalgeschützten Quellenhofes sofort neu zu gestalten. Doch das ist finanziell nicht machbar. Das hatte Göpfersdorfs Bürgermeister Klaus Börngen (Linke) den Studenten bei der Preisvergabe für ihre Wettbewerbsbeiträge (die OVZ berichtete) freimütig erklärt. Vorrangig hatten sich die jungen Leute mit der Hofgestaltung beschäftigt.

Weil sich die jungen Leute bei ihrer Ideensuche nicht nur auf den Hof beschränkten, auf dem früher der Misthaufen lag, sondern den gesamten Komplex des Vierseithofes betrachteten, können Heimatverein und Gemeinde in den nächsten Jahren auf vielfältige Gestaltungsvarianten zurückgreifen. In den Wettbewerbsbeiträgen finden sich Visionen zur Gestaltung des Parkplatzes hinter der großen Scheune, zur Einbeziehung des nahegelegenen Teiches, zum Ausbau des bereits vorhandenen Bauerngartens, zur Nutzung des Festplatzes oder zur Umverlegung der Quelle, die dem Hof seinen Namen gibt. Gute Ideen finden sich in den Arbeiten auch zur Bepflanzung des Areals mit Bäumen oder Blumen.

Die reine Gestaltung des Hofes betreffend, sagte Börngen: „Wir wissen wohl, dass eine einzelne Arbeit nicht vollständig umzusetzen ist. Hier leben wir bereits mit vielen Kompromissen, und das wird auch beim Hof so sein.“ Er sei jedoch davon überzeugt, dass aus den vielen guten Vorschlägen etwas Tragfähiges entwickelt werden kann. „Wer von den Studenten weiter bei dem Projekt dabei sein möchte, ist gern gesehen“, bot er den jungen Leuten an. Frischer Wind sei für solche Objekte immer gut, denn wer seit Jahren daran arbeitet, werde irgendwann mal betriebsblind, gestand Börngen ein.

Damit keine der frischen, modernen oder zeitgemäßen Ideen verloren geht, hat sich die Gemeinde durch den Ankauf der Arbeiten, die keinen Preis bekamen, alle Vorschläge der jungen Leute zunächst einmal gesichert.

Doch ehe sich Heimatverein und Gemeinde der Hofgestaltung widmen können, muss zunächst an der großen Scheune weitergebaut werden. Dafür stehen in diesem Jahr etwas mehr als 100 000 Euro zur Verfügung. Zwei Drittel davon kommen als Fördermittel vom Amt für Landesentwicklung und Flurneuordnung (Alf). Den Rest bringt die Gemeinde als Eigenanteil auf, die sind im Haushalt eingeplant.

Weil der Fördermittelbescheid vom Alf inzwischen in Göpfersdorf eingetroffen ist, konnten die Aufträge für die weiteren Arbeiten mittlerweile ausgeschrieben werden. In diesem Jahr ist vorgesehen, Türen, Tore und Fenster in die große Scheune einzubauen. Und dann ist da ja auch noch der Innenausbau zu stemmen.

Von Marlies Neumann

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